Sehnsuchend

Die Winteralte führt uns in sehr stille Zonen. Dort wird es weit und tief, scharf gezeichnet und gleichzeitig verwischen die festen Grenzen. Wenn wir dort unterwegs sind, verliert sich viel – dass wir zu kriegen sind mit allem möglichen, wie Aussehen, Ruhm oder Geld. Oder dass wir meinen funktionieren zu müssen, zu Diensten zu sein und noch so manches. In diesen winteralten Zonen brennen viele Transformationsfeuer.

Je verfahrener es im Aussen wird, umso mehr werde ich Sehnsuchende nach den weiten Winterlandstrichen in mir und in der Welt. Sehnsuchende nach den Feldern, wo wir nicht mit Unsinn zu beeindrucken sind und vieles durchschauen. Nach den Landstrichen, wo wir furchtlos sind und wachsam und dem vertrauen, was wir sind und was wir vermögen. Es ist die Sehnsucht nach dem Land der Winterältesten, der wildweisen Närrin, wo die Herzfeuer brennen für ein lebensweises WIE wir leben wollen und für eine freie Welt, IN der wir leben wollen.