Die wilden Wege

Wo sind die wilden, freien, die uralten weiblichen Wege und Landstriche? Wer bewohnt sie? Wie kommen wir dorthin? Diese Landstriche sind fremd in dieser lauten, überbeleuchteten Gesellschaft. Für manche sind es furchteinflößende Zonen, für andere verheißungsvolle. So oder so, sie sind wichtig für die Balance und die Kraft. Sie sind herausfordernd, weil es dort so pur ist und ungeschminkt, so kraftvoll und wahr. Weil es so zärtlich und sinnlich ist und auch das ist herausfordernd. Es hat eine Zeit gegeben, da war ich dorthin unterwegs und wollte dort wohnen, dauerhaft. Ich habe viel davon gehört und es hat so gerufen. … Die wilden Wege weiterlesen

Knochentanz

Ein Knochentanz in die dunkle Zeit hinein. Die Schleier zu anderen Welten, zum Ahnenfeld sind dünn. Inspiriert von den großen, freudigen Festen in Mexiko zum Ahnenfest, haben wir uns getroffen. Neun Frauen und unzählige Ahnen, die zusammen gefeiert haben. Mit Bemalung und Geschichtenaustausch, mit dem Weg zum Ursprung, mit Speis und Trank und als Sterbeammen für das alte Häuschen im Dorf, das der Ort vieler Tänze und Fotosessions mit Anke und mir war. Die Tödin und unser Verhältnis zu ihr und zum Leben, das darf sich wandeln, darf selbstverständlicher, tiefer und weiter werden. Die Dunkelheit tanzen und das Leben feiern. … Knochentanz weiterlesen

Hinter dem Hag

Über den Tellerrand geschaut und über den Gartenzaun gesprungen – weibliche Weisheitswege kennen das Wilde und Verwegene. Sie sind wie Wildblumenwiesen im jungen Sommer oder wie geheimnisvoller Nebelzauber im alten Herbst. Manchmal sind sie wie Schneekristalle, so komplex und voller Schönheit. Und immer sind sie es wert, gegangen zu werden.  Hinter dem Hag weiterlesen

Geschas II – Ahnfrauen

Zeitenwandernd – ins Ahnenfeld, hin zu ihren Wegen, ihrer Kraft, ihren Träumen und weiter zu mir ins Jetzt. Meine Fragen in ihr Feld einweben, ihr Eigensein mit meinem verknüpfen und auf Kommendes lauschen. Sie erkundet die Welt. Die ist flirrig, mal schwarz-weiß, fremd oder ostereiervertraut. Eine alte Wanderin begegnet allem gelassen. Sie kennt ihr Wesen. Sie folgt ihrem Stern. Es braucht nur ihr gefallen. Was, wenn das alle täten? Sie pfeift es von den Bäumen. Moden ändern sich, anders als Kirschblüten. Geschas II – Ahnfrauen weiterlesen

Ahnenfest

Dieses Jahr erinnere ich ganz besonders diejenigen, mit denen ich schwierige Geschichten befrieden konnte. Einmal haben wir zusammen sanft die Türe hinter einer problematischen Wegstrecke geschlossen und sind danach verbundener zusammen weitergegangen. Ein anderes mal konnte ich mit wem etwas gut sterben lassen. Und dann wiederum habe ich mich alleine aufgemacht, um für unseren Frieden im Miteinander zu gehen, was ungleich schwieriger war. Diejenigen, die hinübergegangen sind – Ahnen, Freundinnen oder Lebensbegegnungen – und mit denen es eine gelungene Geschichtenbefriedung gegeben hat, die rufe ich besonders. Weil es groß und wichtig ist. Weil ich durch sie erfahren durfte, wie befreiend … Ahnenfest weiterlesen

Gedankenflug

About out – wo ist die richtige Route? Die Nase in den eisigen Wind des Weltgeschehens und dann los – get your running out. Je seltsamer ich gerade denke, umso freier wird die Sicht auf gehbare Routen. Wenn es keine gespurten Wege gibt, wenn Schneewinde die Sicht trüben und die Pässe unpassierbar scheinen – dann helfen auch die alten Landkarten wenig. Es ist die Zeit der New Pioneers, der Routenfinderinnen, der alles Freigebenden. Neuland wartet. Gemeinsam am Berg stehen, auf eine weite, weiße Landschaft schauen und miteinander neue Wege kreieren. Vielleicht liegt darin das Gold und die Medizin dieser Tage. Gedankenflug weiterlesen

Die Feuer

Dieses Jahr vermisse ich meine Freude, in den Herbst zu gehen. Herbst und Winter brauchen die starken Feuer, die alte Glut, die Innenkraft und die fehlen mir. Eine immer kälter werdende Welt zehrt. So viel mit Substanz hat kein Gewicht mehr, ist so dünn, so zart. So viel zu essen gibt es gar nicht wie es bräuchte. Das Feuerholz ist rar, vor allem das gute, das die richtige Wärme bringt und das lange brennt. Wir werden an den weniger werdenden Feuerstellen zusammenkommen müssen, uns wärmen und berühren, Geschichten teilen, Pläne schmieden, miteinander ehrlich sein im Weinen und im Feiern. Von … Die Feuer weiterlesen

Pause

In all den Turbulenzen, dem Dichten, dem Vielen und Schnellen – eine PAUSE. Überall spüre ich eine große Erschöpfung. Alles ist zu viel und der Wunsch nach Reduzierung von Terminen und Herausforderungen taucht allerorten auf. Weniger, Ruhe, Innehalten … Über leere Dorfstraßen schlendern, den Katzen in der Sonne zusehen, das alte Lied der Sehnsucht nach Mußezeit singen. Dem Wasser zuhören, das bei jedem Ruderschlag an die Planken schlägt. Seltsames mit dem Finger in die Luft kritzeln. THE END OF … IT ist zu spüren. IT? Unser bisheriges Leben? Summertime? Das Funktionieren? Für alle was anderes? Jedenfalls spürbar das Ende von … Pause weiterlesen