Hinter dem Hag

Über den Tellerrand geschaut und über den Gartenzaun gesprungen – weibliche Weisheitswege kennen das Wilde und Verwegene. Sie sind wie Wildblumenwiesen im jungen Sommer oder wie geheimnisvoller Nebelzauber im alten Herbst. Manchmal sind sie wie Schneekristalle, so komplex und voller Schönheit. Und immer sind sie es wert, gegangen zu werden.  Hinter dem Hag weiterlesen

Geschas II – Ahnfrauen

Zeitenwandernd – ins Ahnenfeld, hin zu ihren Wegen, ihrer Kraft, ihren Träumen und weiter zu mir ins Jetzt. Meine Fragen in ihr Feld einweben, ihr Eigensein mit meinem verknüpfen und auf Kommendes lauschen. Sie erkundet die Welt. Die ist flirrig, mal schwarz-weiß, fremd oder ostereiervertraut. Eine alte Wanderin begegnet allem gelassen. Sie kennt ihr Wesen. Sie folgt ihrem Stern. Es braucht nur ihr gefallen. Was, wenn das alle täten? Sie pfeift es von den Bäumen. Moden ändern sich, anders als Kirschblüten. Geschas II – Ahnfrauen weiterlesen

Ahnenfest

Dieses Jahr erinnere ich ganz besonders diejenigen, mit denen ich schwierige Geschichten befrieden konnte. Einmal haben wir zusammen sanft die Türe hinter einer problematischen Wegstrecke geschlossen und sind danach verbundener zusammen weitergegangen. Ein anderes mal konnte ich mit wem etwas gut sterben lassen. Und dann wiederum habe ich mich alleine aufgemacht, um für unseren Frieden im Miteinander zu gehen, was ungleich schwieriger war. Diejenigen, die hinübergegangen sind – Ahnen, Freundinnen oder Lebensbegegnungen – und mit denen es eine gelungene Geschichtenbefriedung gegeben hat, die rufe ich besonders. Weil es groß und wichtig ist. Weil ich durch sie erfahren durfte, wie befreiend … Ahnenfest weiterlesen

Gedankenflug

About out – wo ist die richtige Route? Die Nase in den eisigen Wind des Weltgeschehens und dann los – get your running out. Je seltsamer ich gerade denke, umso freier wird die Sicht auf gehbare Routen. Wenn es keine gespurten Wege gibt, wenn Schneewinde die Sicht trüben und die Pässe unpassierbar scheinen – dann helfen auch die alten Landkarten wenig. Es ist die Zeit der New Pioneers, der Routenfinderinnen, der alles Freigebenden. Neuland wartet. Gemeinsam am Berg stehen, auf eine weite, weiße Landschaft schauen und miteinander neue Wege kreieren. Vielleicht liegt darin das Gold und die Medizin dieser Tage. Gedankenflug weiterlesen

Pause

In all den Turbulenzen, dem Dichten, dem Vielen und Schnellen – eine PAUSE. Überall spüre ich eine große Erschöpfung. Alles ist zu viel und der Wunsch nach Reduzierung von Terminen und Herausforderungen taucht allerorten auf. Weniger, Ruhe, Innehalten … Über leere Dorfstraßen schlendern, den Katzen in der Sonne zusehen, das alte Lied der Sehnsucht nach Mußezeit singen. Dem Wasser zuhören, das bei jedem Ruderschlag an die Planken schlägt. Seltsames mit dem Finger in die Luft kritzeln. THE END OF … IT ist zu spüren. IT? Unser bisheriges Leben? Summertime? Das Funktionieren? Für alle was anderes? Jedenfalls spürbar das Ende von … Pause weiterlesen

Sommer

Der Sommer war lang. Es schien als sei es „the birth of the endless summer“. So steht es auf einem Collageschnipsel, das mir zufällt. Als Winterfrau macht mir das ein bisschen Angst. Der Sommer schmunzelt und erinnert mich an den Sommer des Lebens. Damals. „Weisst du noch, als ihr in der alten Stube der Tanten mit dem kleinen Punkt gespielt habt? Und dann so lachen musstet, weil ihn der Ludwig immer doppelt gesehen hat?“ Ja dann …  Diesen kleinen roten Punkt, den habe ich seitdem immer dabei. Es ist mein Sommerpunkt. Er hat sich im Laufe der Jahre vermehrt, so, … Sommer weiterlesen

Auf ein Wiedersehen!

Sommermomente liegen auf dem Tisch. Sie sind bereit für Säfte und eingekochte Köstlichkeiten, die im Winter wärmen. Eingelegte Sommerperlen wie Spielperlen, Tandelperlen, Wunderfizz- oder Sinnenfrohperlen. Bunte Sommerpunkte – ein Giggel-, ein Pfeifdrauf-, ein Schlendrianpünktchen. Wie gut, wenn wir um ganz viele gelebte Sommermomente wissen. Sie sind bestes, wärmendes Feuerholz für die langen Winternächte und für die schwierigen, eisigen Zeiten. Sie sind da, wenn sie Raum bekommen, zu jeder Jahreszeit, in jedem Alter als wichtige Südmedizin. Gemeinsam lustwandeln, frie faxen, Pferde stehlen, Kirschen essen, plantschen, schlurfen, matschen, weltentdecken, ganz neu auf diesem Planeten landen, Mausgejohle und Dreckspatzlachen, regennass als Spinnerratz in … Auf ein Wiedersehen! weiterlesen

Geschas – Geschichtenschachteln

Seltsamkeiten, Absonderliches und Verrückungen, die in kleinen Schachteln wohnen.Bilder von Tanten, der Groß- und der Urgroßmutter, Collagen, Zugefallenes, Worte und Wörter, Papierenes … träumend Wege abwandern, gruppieren, neue Zusammensetzungen erkunden. Ein roter Klecks, damit fängt es an. Dann die Flügel ausbreiten, träumen, fliegen und neue Planeten entdecken. Frei ist´s auf den weiten Höhen, ich will ziehen, ich will ziehen.In die Welt, ins wilde Land, durch die Risse, um zu finden, was ich hier so sehr vermisse. Mit leichtem Gepäck und klarer Handschrift unterwegs. Raum einnehmen. Scheinen. Geschas – Geschichtenschachteln weiterlesen

Biblios

Bücher füllen – meine Biblios – mit wichtigen Erinnerungen, mit Landkarten, mit Wortschätzen, bedeutsamen Briefen, Sammelsurien … Die Biblios sind Teil des Lebenskoffers. Sie enthalten Essenzen und das, was kräftigt und Freude bereitet. Die Buchumschläge sind wie Mäntel. Es gibt sehr schöne, stabile, verzierte. Die neuen Inhalte bekommen Secondhand-Mäntel, das finden sie zeitgemäß und die Umhüllung ist dann auch einzigartig, wie bei Vintagekleidung. Ich finde sie dort, wo ich auch meine eigenen Gewänder aufstöbere, auf Flohmärkten oder in Scheunen. Vor längerer Zeit war ich nicht schnell genug, da sind mir die Geister zuvorgekommen und haben die ganzen leeren Buchhäuser besetzt. … Biblios weiterlesen