Schnittmengen

Wenn ich eine Schnittmengen-Landkarte erstelle, kommt Erstaunliches heraus. Mit wem ich alles wo Schnittmengen habe, das ist wirklich viel. Von rechts bis links, von oben nach unten. Wollte ich Schnittmengen aus Feldern vermeiden, die nicht lupenrein sind, dann müsste ich mich komplett aufgeben. Im Laufe des Älterwerdens habe ich mich mit Schnittmengen auch in schwierige Felder hinein ausgesöhnt. Der eigenen Spur und Wahrheit folgen und dazu zu stehen, das zieht manchmal Alleinwege nach sich. Die Pazifistin zum Beispiel sitzt gerade an sehr kleinen Feuern. Es ist ihr egal. Es ist wie mit der Etikettierung, auch da bin ich entspannt geworden. … Schnittmengen weiterlesen

Vision und Entscheidung

Pazifismus ist keine Illusion, es ist eine Entscheidung. Und eine große Vision. Für manche von uns ist es eine Vision, ein Entscheid seit Jahrzehnten, vielleicht sogar schon in jungen Jahren geboren. Ich kann dafür gehen, wenn es mir was bedeutet. Ich kann für diese Vision gehen und sie jetzt sofort in mein Leben holen – in mein Sprechen, Denken, Handeln, in meine Verantwortung. Entschieden, radikal. Vision und Entscheidung weiterlesen

Körperweisheit

Hinspüren an uralte Weisheiten des Lebens. An dieses so unendlich komplexe Leben. Komplex – das, was in unserer Zeit nicht gewollt ist, weil zu kompliziert und nicht kontrollierbar. Es wird alles zunehmend mehr als „simpel, kontrollierbar und machbar“ hingestellt und verkauft. Und genau das ist es eben nicht. Es ist tief und weit und komplex. So wie unsere Körper. Körperlichkeit ist das, was zu unserem Menschsein gehört, was uns ausmacht. Über unser Mondblutwissen sind wir beispielsweise zutiefst angebunden an Zyklen, an Körperweisheit, an Leben und Tod, an tiefste Lebendigkeit. Unsere Körper sind wie die Weise Alte, ganz nah am Geheimnis … Körperweisheit weiterlesen

Für die leisen Töne

Wo sind die leisen und feinen Töne und Haltungen? Mehr denn je ehre ich das „Leise“. Dazu zähle ich abwägen, behutsam sein, gründlich, bedacht, sorgsam, neutral, verstehen, durchschauen, lauschen, abwarten, hinterfragen … Weil das Laute, das Rasseln, die schnelle Aktion so dominiert, auch in der Wertigkeit, frage ich mich, was am „Leisen“ so gefährlich ist. Scheinbar ist für Genauigkeit, für´s Überprüfen keine Zeit. Und neutral will kaum jemand sein, da soll es geschwind ins eindeutige Hier oder Dort gehen. Als „Versteherin“ habe ich ziemlich schlechte Karten. Verstehen wollen, nachfragen, überprüfen, das war doch alles mal was wert.Raus aus dem Kastl, … Für die leisen Töne weiterlesen

Medizin für diese Zeiten

Aus zwei Jahren Zeitgedanken ist ein neues Buch entstanden. Wie schon bei der Närrin und der schamanischen Kraft im Alltag ist es auch diesmal so, dass ich die Bilder und Gedanken gerne für alle in den Blog stelle. Und um meine Katzen füttern zu können, stelle ich nach einiger Zeit alles zusammen zu einem Buch. Das ist für mich die ideale Lösung. So kann ich meine Arbeit frei zur Verfügung stellen und über das Buch fliesst die „Marie“ zu mir. Marie – ein altes Wort für Geld, das ich gerne verwende, vom Maria Theresia Taler. Es war das erste Wort, … Medizin für diese Zeiten weiterlesen

Fragen über Fragen

Fragefreude ist eine gute Kraft im Lebenskoffer. Gerade die Wegkreuzungsfragen, die Wandelfragen haben es in sich. Fragen haben Erleuchtungspotenzial.Worum geht es wirklich? Was ist meine Wahrheit? Wer hat was von xy? Was habe ich davon? Sagt wer? Mit welcher Motivation? Was ist für wen so gefährlich am Fragenstellen? Lasst uns nicht müde werden, die wichtigen Fragen zu stellen. Mögen wir unsere Fragen ehren und das Wissenwollen hüten. Wenn das Nachfragen gefährlich wird, wenn es unerwünscht ist oder gar nicht erlaubt, wenn Fragende als Gefahr gesehen werden, dann stimmt was von Grund auf nicht. Wenn Fragen zur brandheissen Mangelware werden, dann … Fragen über Fragen weiterlesen

Ein Friedenshaus

Das neue Geschichtenhaus wird ein Friedensort, eine Art Schrein. Dort will ich mich viele Male am Tag an die Herzenskriegerin erinnern mit ihrer friedvollen Haltung, ihrem kompromisslosen Gehen für den Frieden. Sie sagt mir: „Geh dafür, bleib dabei, egal, was ist. Trage es durch alle Stürme, hüte es. Geh dafür genauso wie für die Freiheit.“ Der habe ich ja vor zwei Jahren mein Wort gegeben. Dem Frieden will ich´s auch geben. Sie sollen sich auf mich verlassen können. Im Idealfall unter allen Umständen. Mir scheint, als würde es von einem Trainingslager ins nächste gehen. Ins Friedenshaus lege ich Blumen und … Ein Friedenshaus weiterlesen

Perspektiven

Wohin schauen in diesen Zeiten? Vielleicht ins Narrenkastl. Alle Bilder loslassen, gedankenverloren vor mich hinstieren und abwarten. Was kreiert sich dabei im Narrenkastl? Was wabert aus dem Nullraum her? Fliegenschiss ist auf der Türe vom Narrenkastl. Im Gesamten gesehen ist alles womöglich eh nicht mehr als ein Fliegenschiss.  Ein Boot wartet im Inneren, mit einem Spiegel. Ob man ich mich zuerst einmal selbst sehen darf? Durchschauen. In die Räume zwischen dem Festen und dem Geschehen gehen. Geschichten schichten sich übereinander, wundersame Ereignisse und andere. Nichts tun, einfach reinschauen. Narrenkastl lassen die Zeit unwichtig werden. Eigentlich alles für einen Moment. Im Narrenkastl … Perspektiven weiterlesen

Ein geheimnisvoller Spirit

Im Schamanischen gibt es einen Spirit des neutralen Herzens. Man kann ihn aufsuchen und sich mit ihm verbinden. Zuerst schien mir das fremd und paradox. Ich glaube, er kommt aus weit entferneten Welten, so wenig wie er bei uns bekannt ist. Mit der Zeit habe ich ihn ein bisschen kennengelernt und höre ihm gerne zu. Gerade wenn es konfrontativ ist, spaltend und sich das Thema Schuld in alles einschleicht. Mit einem neutralen Herzen auf etwas oder jemand geschaut, das lässt den Raum weit. Niemand muss überzeugt werden, eigene Wahrheiten gelten nur für die eigene Person. Es wird nicht gewertet. Gerettet … Ein geheimnisvoller Spirit weiterlesen