Schritte

Jeder Schritt ist wichtig. Das sage ich mir immer wieder, wenn ich meine, dass eh nix weitergeht. Das leben, was ich mir erhoffe. Nicht warten, dass es jemand für mich tut oder mich dorthin trägt. Schön wär´s, manchmal wünsche ich es mir. Dann wieder will ich dabei sein am Erbauen einer anderen Welt und eines anderen Miteinanders. Es leben und nicht wissen, ob es gelingt. Damit leben, dass es keine Sicherheit gibt und dennoch dabei bleiben. Für das gehen, was mir wichtig ist. Alle großen Geschichten beginnen damit, dass ein erster Schritt getan wird. Die vielen Schritte, die es braucht, … Schritte weiterlesen

Mutig bleiben

Es gibt mir Kraft, dass ich in all dem Beben der Welt eine stille und mächtige Bewegung spüre. Eine, die den Pfad des Friedens gewählt hat und dafür mit ganzem Herzen geht. Ich lerne von allen, die es verstehen zu verhandeln, die mit langem Atem für Verständigung gehen, die den Mut haben über alle ideologischen Grenzen hinweg zu denken und zu leben, von allen, die wissen, wie man deeskaliert. Längst hat der Umbruch begonnen, stark, still, kraftvoll. Die Zukunft gehört denen, die Brücken bauen. Gemeinsam werden wir, von unterschiedlichsten Feldern kommend, eine neue Weise des Miteinanders weben. Wir sind nicht … Mutig bleiben weiterlesen

Verstoffwechseln

Wie können wir das Gesamtgeschehen, die schwierigen Ereignisse, die fordernden und unglaublichen Dinge dieser Zeit verstoffwechseln? Wie verdauen? Wie umwandeln? Sie müssen abgebaut werden und im besten Fall gewinnen wir Energie für neues Handeln, für gute Wegfindungen oder für unser Bewusstsein. Was sind unsere „Enzyme“, die das befeuern und lenken können? Zeitungsnachrichten auflösen, die vielen Geschichten schichten, damit spielen. Dann neue Farben ins Spiel bringen. Lachsfarbene Kräfte, Silberfäden, Neonpunktneuigkeiten dazu. Aussortieren, übermalen. Andere Kräfte rufen und um Unterstützung bitten. Eine Prise Humor noch und tanzen. In Erwägung ziehen, dass ich mich auf einer Art Bewusstseinsparty befinden könnte. Sie entwickelt sich … Verstoffwechseln weiterlesen

Weit und kühn

Der Frühling erzählt vom Erwachen. Vom Aufbrechen in neues Land, vom Neuerfinden – uns und Systeme, Gemeinschaft und Strukturen. Es wäre die Zeit, den Weg kühn und frei für die Visionen zu ebnen. Damit sie uns ins Morgen ziehen, wenn es schwer wird und der Lebenstanz anstrengend ist. Sie locken, damit wir unser Jetzt von der Zukunft her gestalten, dass wir uns von starken, tragenden, großen Visionen beflügeln lassen können.Sie sind wie Funken, die fliegen. Funken können Feuer entzünden. Manchmal denke ich, wir haben als Gesellschaft verlernt, groß zu visionieren und an unsere Visionen zu glauben. Der Frühling erinnert mich … Weit und kühn weiterlesen

Mein Platz

Immer wieder tauchen die Fragen auf: Worum geht´s bei dem, was gerade hier auf der Erde passiert, also worum genau oder wirklich, was ist das für ein Gesamtgeschehen und was ist mein Platz darin? In die Fragen hineinlauschen, sie immer wieder befühlen.Es gibt ein Transformationsgeschehen, manchmal finde ich es verheissungsvoll und tröstlich, dann wieder ist es offen. Es ist der Weg der Raupe zum Schmetterling. Die Zeit der Raupe ist irgendwann zu Ende. Dann entstehen in ihrem Körper neue Zellen, Imagozellen, die bereits die Vision des Schmetterlings in sich tragen. Erstmal werden sie angegriffen, weil sie fremd sind. Die ersten … Mein Platz weiterlesen

Tanzen

Miteinander den alten kosmischen Reigen tanzen und uns die Herzenskraftländer jenseits der Grenzen wieder erobern. Neues Land besingen, unbelebtes Land umarmen und verlorene Weisheit zurückrufen. Grüße an die wilden Vorschwestern und die Kommenden in die Weite flüstern. Den frischen Wind des Augenblicks in den Knochen spüren. Wild bleiben und zärtlich, wahrhaftig und lebensfreudig. Tanzen weiterlesen

Offen bleiben

In dem Vielen, Undurchsichtigen mit all den Überlagerungen Wahrheit herauszulesen ist schwierig. Immer öfter merke ich, dass ich etwas nicht beurteilen kann, weil es zu komplex ist. Da hilft mir nur, geerdet zu bleiben, es anzuerkennen, offen zu bleiben für eine unerwartete Wahrheit. Nur nicht dogmatisch sein. Im Älterwerden sehe ich ganze Berge an vermeintlichen Wahrheiten, die ich über den Haufen werfen musste im Laufe des Lebens. Und dann gibt es in allem Unklaren und Gewirre vieles, das nie verlorengegangen ist und allen Stürmen und Prüfstationen standgehalten hat, wie die Weisheit des Friedens und die Kraft der Freiheit. Offen bleiben weiterlesen

Fragen

Es gibt so viele Gründe, warum die winterliche Rückzugszeit kostbar ist. Einer ist der, dass aus der Ruhe Fragen auftauchen. Die Stille ist einer der Geburtsorte von Fragen. In der Infoflut und dem Trubel kommen uns die Fragen abhanden. Sie brauchen Zeit und das Wissenwollen. In der Atemlosigkeit sind sie nicht zuhause. Fragen brauchen Atem. Erst die Fragen werden die guten Antworten bringen, die aus der Tiefe. Die Welt bräuchte gerade viele weise Antworten. In der Winterzeit hätte es den Raum. Die Fragen müssten gestellt werden, an die Steine, das Land, die Spirits, die Wolken, die Nachbarn, an uns selbst. … Fragen weiterlesen

Schauen

Was, wenn wir die meiste Zeit einfach nur schauen und lauschen würden? In den Himmel schauen und ins Feuer, ins Land hineinhorchen und dem Wind zuhören. Noch ist die Herbstumtriebigkeit spürbar – alles einholen, winterfest machen, Vorräte anlegen, einkochen. Ich will achtsam sein, dass es sich nicht in den Winter hineinzieht. Es dauert ja immer, bis das „Viel“ des Herbstes in mir ausklingt. Darauf hoffen, dass es im Aussen ausklingt, brauche ich nicht, ganz im Gegenteil, die Dynamik wird noch Fahrt aufnehmen im Dezembertrubel, im Weltgeschehen. Deshalb beginne ich jetzt schon mal, möglichst viel einfach nur zu schauen – vor … Schauen weiterlesen