Die Winde des Neuen

Im höheren Alter ist es schon zig mal geschehen – etwas ist getan, zu Ende und braucht nur mehr das Finale oder so und etwas Neues ist noch nicht zu sehen. Was wirklich Neues sehe ich im Aussen auch nicht, noch nicht. Keine Ahnung, wohin es geht, ob und wenn was an Verheissungsvollem sich auftun wird. Das wache Abwarten. Bei mir ist die Situation gerade ähnlich. Das ist nicht überraschend, weil meine Sterne mit ihren Transiten fast identisch sind mitWeiterlesen

Die Blickrichtungen

Tanzen wir als Menschheit auf Messers Schneide? Zurück zur Normalität, die schon lange alles andere als normal war? Hin zu den Visionen? Wo werden wir hingehen? Was ist eine eigene gute Weise mit dieser Erdengeschichte umzugehen? Mein Blick auf das Ganze ist mal so, mal so und weil ich es nicht richtig zu fassen bekomme, setze ich mich der Reihe nach ums Lebensrad, in jeder Richtung und lege die momentane Situation in die Mitte. Im Lebensrad ist alles, was uns MenschenWeiterlesen

Die Herzenskriegerin rufen

Das mit der eigenen Wahrheit und dem Mut ist so eine Sache. Der eigenen Wahrheit folgen, das tönt sehr gut. Das möchte ich gerne und immer. Einerseits. Andererseits spüre ich, dass es eine Kampfansage ans System ist. Ans Aussensystem würde schon reichen an Herausforderung, weil es da eine Art Gegenüber gibt und mich der zivile Ungehorsam auch kräftigt. Wenn ich meiner Wahrheit folge ist es aber auch eine Kampfansage an mein Innensystem und da wird es vergleichsweise sperrig. Das Aussensystem,Weiterlesen

Oha, Veränderung

Diese Zeiten sind nichts für Starrsinnige wie mich. Die Angst vor Veränderung macht das geschmeidige Mitgehen recht sperrig. So eine Starrsinnige neigt ja blöderweise dazu, in wilden Aktionismus zu verfallen. Das sieht von Außen dann aus wie Flexibilität und Lebenskunst. Weit gefehlt. Es handelt sich um Überlebenskunst und entspricht dem Kontrollfreak-Modus. Wahlweise gilt es jetzt, sich scheinbar blitzschnell mit dem Fremden vertraut zu machen und sich wild entschlossen ins Geschehen zu werfen, weil dann die Kontrolle umso schneller wieder daWeiterlesen

Gemeinschaft

Erzählend formen wir Beziehungen. Es ist ein kreativer Akt von Gemeinschaftsbildung. So werden Zusammenhalt, Identität und Stabilität von Gemeinschaften und Kulturen geschaffen. Wie beim Entstehen eines Teppichs verweben sich die Fäden und ergeben ein zusammenhängendes Muster. Gemeinschaften formen sich durch ihre Geschichten. Sie sind Bindemittel, die eine Gemeinschaft zusammenhalten. Unser Leben in Gemeinschaft wird geprägt durch die Gesamtheit der Geschichten, unserer Träume und Hoffnungen, unserer Erfahrungen, unseres Wirkens, unserer Beziehungen, durch die kulturellen Geschichten und die, die über uns erzähltWeiterlesen

Im Zuge des Auslichtens

Vieles loslassen, Materie, Konzepte, Bilder von mir und der Welt. Im Zuge des Auslichtens stolpere ich immer wieder über Leichen. Es sind Projektleichen. Sie liegen in Schubladen oder ganz hinten im Gedankenschachterl, mache sind recht aufgeräumt, andere recht chaotisch. An manche erinnere ich mich nicht mal mehr. So richtig beerdigt und losgelassen habe ich sie aber dennoch nicht. Es wird Zeit. Die Hoffnung auf Reanimation darf auch gleich weiterziehen. Ich finde Buchleichen, Performanceleichen, Gartenleichen, Reiseleichen und noch andere. Sie brauchenWeiterlesen

Spiegel

Narrare – Erzählen Zu dem lateinischen Wort narrare (erzählen) hat das Narrische, die Närrin, der Narr eine Verbindung. Also dorthin, wo Geschichten humorvoll erzählt werden, auf Coyote Narren Crazy Wisdom Teaching-Weise. Sowas könnte es sein. Im mächtigen Feld des Narrischen, des Humors geht es darum, Geschichten entstehen oder sterben zu lassen, mit ihnen zu spielen, sie ein- und auszuatmen, sie zu vergrößern, damit man sie besser sehen kann. Es geht darum, Geschichten so zu heben, dass sie verstanden und angenommenWeiterlesen

Die Macht der Sprache

Wortmagie weiß um die Macht der Sprache. Ihrer bedienen sich viele. Neue Begriffe tauchen auf, wenn eine Geschichte neu- oder umgeschrieben werden soll. Dann bekommen die Geschehnisse Wortzuschreibungen und oftmals eine ganz bestimmte Geschichte verpasst. Sie werden damit vielleicht sogar in Wortgefängnisse gesteckt. Das passiert, wenn viele bereitwillig und unhinterfragt vorgegebene Geschichten und Zuschreibungen übernehmen. Durch die Geschichten formt sich die Wirklichkeit – innen und außen.  Wer bestimmt, welche Wörter welche Bedeutung haben? Wie sprechen wir über etwas? Zum BeispielWeiterlesen

Fragen

Manche Geschichten werfen einfach nur Fragen auf, mehr tun sie nicht. Das ist ihr Sinn und Zweck. Die Fragen dürfen dann in uns hineinsickern. „Hüte Dich vor schnellen Antworten,“ sagen sie. Antwortlosigkeit kann das Wahrste sein zu bestimmten Zeiten. Manche Fragen sind allerdings brandheiss. Sie kommen möglicherweise von welchen, die an sehr heissen Feuern sitzen. Solche Fragen sind manchmal nicht nur nicht willkommen, sondern gar nicht erlaubt. Es braucht Mut, sie dennoch zu stellen. Zu hinterfragen. Ich danke allen, dieWeiterlesen

Corona-Tanz

Als Seefahrerin würde ich die Wellen als kabbelig bezeichnen – die emotionalen, die Aussenwellen, das gesamte Meer, auf dem wir herumschippeln. Viele Bewegtheiten sind rundum. Die Wellen sind unruhig, ungleichmäßig, sich überlagernd, aus unterschiedlichen Richtungen. Die Winde sind böig. Es braucht recht geübte SeefahrerInnen für solche Umstände. Da mir bisher nur der Walchensee mit seinen heissen Fallwinden und der seltsamen Thermik solche Wellen beschert hat, fühle ich mich unsicher und eher weniger geübt. Deshalb tanze ich, da bin ich etwas sicherer.Weiterlesen