Die wilden Wege

Wo sind die wilden, freien, die uralten weiblichen Wege und Landstriche? Wer bewohnt sie? Wie kommen wir dorthin? Diese Landstriche sind fremd in dieser lauten, überbeleuchteten Gesellschaft. Für manche sind es furchteinflößende Zonen, für andere verheißungsvolle. So oder so, sie sind wichtig für die Balance und die Kraft. Sie sind herausfordernd, weil es dort so pur ist und ungeschminkt, so kraftvoll und wahr. Weil es so zärtlich und sinnlich ist und auch das ist herausfordernd. Es hat eine Zeit gegeben, da war ich dorthin unterwegs und wollte dort wohnen, dauerhaft. Ich habe viel davon gehört und es hat so gerufen. … Die wilden Wege weiterlesen

Geschas II – Ahnfrauen

Zeitenwandernd – ins Ahnenfeld, hin zu ihren Wegen, ihrer Kraft, ihren Träumen und weiter zu mir ins Jetzt. Meine Fragen in ihr Feld einweben, ihr Eigensein mit meinem verknüpfen und auf Kommendes lauschen. Sie erkundet die Welt. Die ist flirrig, mal schwarz-weiß, fremd oder ostereiervertraut. Eine alte Wanderin begegnet allem gelassen. Sie kennt ihr Wesen. Sie folgt ihrem Stern. Es braucht nur ihr gefallen. Was, wenn das alle täten? Sie pfeift es von den Bäumen. Moden ändern sich, anders als Kirschblüten. Geschas II – Ahnfrauen weiterlesen

Die Feuer

Dieses Jahr vermisse ich meine Freude, in den Herbst zu gehen. Herbst und Winter brauchen die starken Feuer, die alte Glut, die Innenkraft und die fehlen mir. Eine immer kälter werdende Welt zehrt. So viel mit Substanz hat kein Gewicht mehr, ist so dünn, so zart. So viel zu essen gibt es gar nicht wie es bräuchte. Das Feuerholz ist rar, vor allem das gute, das die richtige Wärme bringt und das lange brennt. Wir werden an den weniger werdenden Feuerstellen zusammenkommen müssen, uns wärmen und berühren, Geschichten teilen, Pläne schmieden, miteinander ehrlich sein im Weinen und im Feiern. Von … Die Feuer weiterlesen

Pause

In all den Turbulenzen, dem Dichten, dem Vielen und Schnellen – eine PAUSE. Überall spüre ich eine große Erschöpfung. Alles ist zu viel und der Wunsch nach Reduzierung von Terminen und Herausforderungen taucht allerorten auf. Weniger, Ruhe, Innehalten … Über leere Dorfstraßen schlendern, den Katzen in der Sonne zusehen, das alte Lied der Sehnsucht nach Mußezeit singen. Dem Wasser zuhören, das bei jedem Ruderschlag an die Planken schlägt. Seltsames mit dem Finger in die Luft kritzeln. THE END OF … IT ist zu spüren. IT? Unser bisheriges Leben? Summertime? Das Funktionieren? Für alle was anderes? Jedenfalls spürbar das Ende von … Pause weiterlesen

Geschas – Geschichtenschachteln

Seltsamkeiten, Absonderliches und Verrückungen, die in kleinen Schachteln wohnen.Bilder von Tanten, der Groß- und der Urgroßmutter, Collagen, Zugefallenes, Worte und Wörter, Papierenes … träumend Wege abwandern, gruppieren, neue Zusammensetzungen erkunden. Ein roter Klecks, damit fängt es an. Dann die Flügel ausbreiten, träumen, fliegen und neue Planeten entdecken. Frei ist´s auf den weiten Höhen, ich will ziehen, ich will ziehen.In die Welt, ins wilde Land, durch die Risse, um zu finden, was ich hier so sehr vermisse. Mit leichtem Gepäck und klarer Handschrift unterwegs. Raum einnehmen. Scheinen. Geschas – Geschichtenschachteln weiterlesen

Auswandern

… werde ich nicht. Nicht, weil es nichts Besseres gäbe wie freie Gefilde, Demokratien oder bürokratisch oder wettertechnisch Angenehmeres. Das ist es nicht. Sondern weil es dort, wo es schwierig wird umso mehr gefragt ist, da zu sein und zu versuchen, für das zu gehen, was mir wichtig ist, wofür das Herzfeuer brennt. Den Platz einnehmen, der der ganz eigene ist. Ich gebe zu, ich habe schon ein recht ausgefeiltes Bild gehabt, wie freudvoll und erfüllend und beglückend es ist, meinen Platz einzunehmen und das zu geben, was speziell ich zu geben habe. Es stimmt auch teilweise. Teilweise, weil ich … Auswandern weiterlesen

Biblios

Bücher füllen – meine Biblios – mit wichtigen Erinnerungen, mit Landkarten, mit Wortschätzen, bedeutsamen Briefen, Sammelsurien … Die Biblios sind Teil des Lebenskoffers. Sie enthalten Essenzen und das, was kräftigt und Freude bereitet. Die Buchumschläge sind wie Mäntel. Es gibt sehr schöne, stabile, verzierte. Die neuen Inhalte bekommen Secondhand-Mäntel, das finden sie zeitgemäß und die Umhüllung ist dann auch einzigartig, wie bei Vintagekleidung. Ich finde sie dort, wo ich auch meine eigenen Gewänder aufstöbere, auf Flohmärkten oder in Scheunen. Vor längerer Zeit war ich nicht schnell genug, da sind mir die Geister zuvorgekommen und haben die ganzen leeren Buchhäuser besetzt. … Biblios weiterlesen

Der Tanz dieser Zeit

Das vielschichtige Unterwegssein in dieser Zeit. All die Tänze, die Bewegtheiten, die Gedanken dazu. Angerührt sein, Kräfte sammeln, stark sein, fallen, aufstehen … Tänze von Zartheit, von Widerstand, von Loslassen und neu Sortieren. Und es geht weiter. Die Hoffnung war da, dass ein lebensdienlicher Wandel näher ist. Weit gefehlt, nahtlos gehen die umwälzenden Tänze im Weltgeschehen weiter. Die Tänzerin tanzt so viel Paradoxes, sie übt sich drin. Die tanzende Forscherin sagt: “Entweder hat alles einen Sinn oder nichts.“ Also loslassen, laufenlassen, aus allen Ebenen Kraft holen und das ungewisse Ende des Wahnsinns anerkennen, irgendwie so. Ich halte mich mit der … Der Tanz dieser Zeit weiterlesen