Spiegel

Narrare – Erzählen Zu dem lateinischen Wort narrare (erzählen) hat das Narrische, die Närrin, der Narr eine Verbindung. Also dorthin, wo Geschichten humorvoll erzählt werden, auf Coyote Narren Crazy Wisdom Teaching-Weise. Sowas könnte es sein. Im mächtigen Feld des Narrischen, des Humors geht es darum, Geschichten entstehen oder sterben zu lassen, mit ihnen zu spielen, sie ein- und auszuatmen, sie zu vergrößern, damit man sie besser sehen kann. Es geht darum, Geschichten so zu heben, dass sie verstanden und angenommen werden können oder darum, sie zu verwandeln und lachend neue Möglichkeiten ins Spiel zu bringen. Wenn die Geschichten um uns … Spiegel weiterlesen

Die Macht der Sprache

Wortmagie weiß um die Macht der Sprache. Ihrer bedienen sich viele. Neue Begriffe tauchen auf, wenn eine Geschichte neu- oder umgeschrieben werden soll. Dann bekommen die Geschehnisse Wortzuschreibungen und oftmals eine ganz bestimmte Geschichte verpasst. Sie werden damit vielleicht sogar in Wortgefängnisse gesteckt. Das passiert, wenn viele bereitwillig und unhinterfragt vorgegebene Geschichten und Zuschreibungen übernehmen. Durch die Geschichten formt sich die Wirklichkeit – innen und außen.  Wer bestimmt, welche Wörter welche Bedeutung haben? Wie sprechen wir über etwas? Zum Beispiel über Viren. Was für eine Geschichte gibt es zum Miteinander von Viren und Menschen auf dieser Erde? Erzählen wir von  … Die Macht der Sprache weiterlesen

Fragen

Manche Geschichten werfen einfach nur Fragen auf, mehr tun sie nicht. Das ist ihr Sinn und Zweck. Die Fragen dürfen dann in uns hineinsickern. „Hüte Dich vor schnellen Antworten,“ sagen sie. Antwortlosigkeit kann das Wahrste sein zu bestimmten Zeiten. Manche Fragen sind allerdings brandheiss. Sie kommen möglicherweise von welchen, die an sehr heissen Feuern sitzen. Solche Fragen sind manchmal nicht nur nicht willkommen, sondern gar nicht erlaubt. Es braucht Mut, sie dennoch zu stellen. Zu hinterfragen. Ich danke allen, die diese Fragen stellen. Eine kraftvolle, heile Gemeinschaft hält solche Fragen aus. Sie braucht keine Antworten haben, sie braucht nur die … Fragen weiterlesen

Corona-Tanz

Als Seefahrerin würde ich die Wellen als kabbelig bezeichnen – die emotionalen, die Aussenwellen, das gesamte Meer, auf dem wir herumschippeln. Viele Bewegtheiten sind rundum. Die Wellen sind unruhig, ungleichmäßig, sich überlagernd, aus unterschiedlichen Richtungen. Die Winde sind böig. Es braucht recht geübte SeefahrerInnen für solche Umstände. Da mir bisher nur der Walchensee mit seinen heissen Fallwinden und der seltsamen Thermik solche Wellen beschert hat, fühle ich mich unsicher und eher weniger geübt. Deshalb tanze ich, da bin ich etwas sicherer. Das Vertraute und Bewährte im Unterwegssein scheint mir im Moment das Tragende. Neue Techniken greifen nicht wirklich. Ich höre mir … Corona-Tanz weiterlesen

Eine alte Geschichte

Möglicherweise sind die Künste mit all dem, was gerade gesehen, bezeugt und gewandelt werden will, mehr denn je gefragt. Es ist ja ein recht eigenartiges Gefühl, wenn im Raum steht, dass man nicht systemrelevant ist. Was für eine Aussage. Das betrifft im Moment einige, die das wahrscheinlich auch nicht von sich gedacht hätten. Ich möchte schon ganz gerne eine Relevanz haben für die Gemeinschaft, egal in welchen Zeiten. Ein bisschen empört bin ich da schon. Ich glaube an die Bedeutung der Künste in solchen Zeiten wie jetzt. Die Künste haben was zu bieten. Mit den Mitteln der Kunst, mit der … Eine alte Geschichte weiterlesen

Nahe liegend und normal

Wir sind gerade in ein befremdlich verworrenes Wir geworfen. Individuelle Geschichten färben sich mit den Wir-Geschichten und lösen sich darin auf. Die eigene und die kollektive Geschichte schieben sich ineinander, überlagern sich und bringen so manch eine Verwirrung. Diejenigen, die eine sehr gute Feldanbindung haben, werden das irritierend deutlich spüren. Es ist ein ineinander verschlungenes Wahrnehmungs- und Beziehungsgeflecht, das die Eigenverortung nicht einfach macht. Im Miteinander könnte es sich ein bisschen lichten – am Feuer sitzen, Sichtweisen, Geschichten, Wahrheiten austauschen und in der Tiefe zuhören.   Es ist eine seltsame Zeit. Um die Orientierung nicht zu verlieren, suchen die Hexen … Nahe liegend und normal weiterlesen

Das Publikum und die Rollen

Geschichten wollen erzählt und gehört werden. Sie ähneln Aufführungen, Theaterstücken, Filmen. In unseren Geschichten haben wir bestimmte Rollen, die wir einnehmen. Manche fordern diese Rollen sogar ein, die Geschichten selbst und die Zuhörenden. Wenn ich beispielsweise die Geschichte von mir als Abenteurerin erzähle, dann wollen die anderen auch eine Abenteurerin erleben und nicht eine, die regenscheu ist und nur auf der Couch liegt. Wir können schauen, wer gerade welche Rolle einnimmt.  Alle haben wir ein bestimmtes Publikum und bestimmte Bühnen, je nach Lebenszusammenhang. Je nach Bühne können die Geschichten schon mal variieren. Die verschiedenen Bühnen können das Zuhause sein, Treffpunkte, … Das Publikum und die Rollen weiterlesen

Viele Geschichten schwirren herum

Im Moment bekommen wir unzählige Geschichten zu hören. Da frag ich mich: Wer erzählt uns was aus welchem Grund? Was machen diese Geschichten mit uns? Gibt es Varianten und ist es erlaubt oder sogar gewollt, dass verschiedene Menschen aufgrund ihrer verschiedenen Erfahrungen und Erkenntnisse andere Facetten und andere Wahrheiten zu einer Geschichte erzählen? Das wäre ja dann sowas wie eine bunte Diskussionskultur. Oder darf es nur eine Version sein? Viele Menschen sind mutig über lange Zeit für die Freiheit und die Vielfalt gegangen und haben es sich einiges kosten lassen. Das ist was wert, das möge uns erhalten bleiben. Wie … Viele Geschichten schwirren herum weiterlesen

Im Land der Närrin

Mein seltsamstes Buch „Eine Reise ins Land der Närrin“ wechselt vom Selbstverlag zum Verlag. Damit gebe ich das letzte selbstverlegte Buch in einen Verlag und lasse die Verlegerin los. Das Närrin-Buch bekommt einen anderen Titel „Im Land der Närrin “ und ein anderes Cover mit zusätzlichen Texten. Beim Einkleiden der Bücher mit dem neuen Schutzumschlag erlebe ich, dass die narrische Kraft wirklich eine gute Medizin bei Corona samt den Begleiterscheinungen ist. Das war immer so. Nur die Närr*innen konnten bei der Pest mit den Leichenkarren gehen, sie waren immun durch ihre narrische Kraft – Närrin und Tod. Sie waren die … Im Land der Närrin weiterlesen

Elsa-Blumen

Geschichten als Geschenke, Bilder, Antworten Wir sehen etwas Besonderes, Eindrückliches. Wir betrachten und erforschen es ganz genau und dadurch verinnerlichen wir es, machen es uns zu eigen, werden es vielleicht sogar. Dann berichten wir davon. Wir tragen ein Bild davon zu jemand, tragen es in die Welt, indem wir es beschreiben. Wir können innere Bilder tragen wie Blumen, wie Geschenke, wie Samen. Mit diesen Bildern können wir Materie verändern. Das ist im besten Falle magische Poesie.  Weil ich so bezaubert bin von meiner Katze Elsa und sie gerne beobachte und anschaue, kenne ich mittlerweile jeden Zentimeter ihres Körpers, ihre Blicke, … Elsa-Blumen weiterlesen