Wenn die Weisen Alten einen Rat abhalten. Die Roggenalte, Ahnfrauen, eine Alte im Blutgewand, die alte Spinnenfrau, die Stammmütter, sie alle versammeln sich ums Feuer. Die Wanderalte spürt in die Nacht hinaus.
Sie beginnen zu beratschlagen. Darüber, was es für Auswirkungen hat, wenn die Alten nicht mehr geehrt werden, wenn niemand mehr was vom Schenken versteht und Frieden ein Projekt im Kopf bleibt, wenn das Wissen um Würde verlorengeht und überhaupt über diese Zeit mit all den schwierigen Wegen und Zerwürfnissen. Jetzt sei es endgültig genug, befinden sie einstimmig. Sie beschließen, dass es an der Zeit ist, Feuer zu entzünden, überall.
„Ich entzünde das Feuer der Wildheit“, ruft ein Holzweib. „Und ich das der Eigenmacht“, sagt die Wanderalte. Sie beginnen zu zündeln, um schließlich einen Flächenbrand auslösen. Die Großmutterkraft rufen sie wach, damit im Gedächtnis das geschaut wird, was die Urgroßmütter der Großmütter wussten, damit letztendlich alles wieder erinnert werden kann von den großen Herzfeuern, egal, wie weit sie zurückliegen.
Wind kommt auf, die Feuer werden angefacht. Steinalt wie sie sind, wissen sie um die Zeit. Eine Ahnfrau schätzt, dass ihre Saat in vierhundert Jahren aufgehen wird. Die alte Spinnfrau überlegt lange. Ja, das sei durchaus realistisch, sie glaube auch, dass es nun schnell gehen wird. Die Zeit sei reif dafür.
