In der Schwebe

Zwischen Sommer und Herbst – der Morgen und die Nächte erzählen Herbstliches, der Mittag ist sommergetränkt. Ein allererster Nebel, kurz nur und doch …
Zeiten im Übergang. Ich wünsche mir den Herbst herbei, den kühlen, goldenen, den eindeutigen, den Nebelherbst, den wilden Blättertanz im Wind, die Stürme.

Das Dazwischen, die Zeit zwischen Sommer und Herbst, lässt mich die Bereiche erkunden, wo etwas in der Schwebe bleibt, Graubereiche, wo es ambivalent ist. Eindeutig finde ich einfacher. Die Närrin wohnt in den Landstrichen dazwischen, sie ist ja auch nicht einfach. Sie lockt mich, die nichtdualen Felder zu erkunden. Wildnis und Alter sind damit verbunden, das eine ruft mich, das andere ist schon da.

Vielleicht helfen mir Wildnis und Alter, die Vorstellung von einer planbaren Welt, von vorher sehbaren Wegen und Geschehnissen immer mehr zu verabschieden. Ob es darum geht, uns an die offenen Enden zu gewöhnen? Und mit diesem zutiefst Natürlichen in Frieden zu sein?
Es könnte eine gute Spur sein, gerade in einer Zeit der Ungewissheit, der Unschärfe.