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Wortströme, Werbetexte, Gebrauchsanweisungen, Pinnummern, Formulare … Manchmal komme ich mir vor wie im strömenden Regen. Es prasselt auf mich ein, schnell, immerzu strömend und ich fühle mich bis auf die Haut durchweicht und zugetextet. Es ist die tägliche Routinekost unserer Zeit. Da wünsche ich mir eine Leerung. Papierkörbe bieten sich an, Wertstoffhöfe und Geister, welche den geleerten Raum bewohnen möchten. Mit Wörtern spielen, Grommolo-Gespräche und im Geist beginnt eine Systemerneuerung. Der Rechtschreibreform verdanke ich bereits eine gewisse Radikalität. Damals habe ich etwas von scheinbarem Ewigkeitswert dem Spielraum anvertraut. Auf einmal war es wurscht, weil es eh keinen Bestand hatte. Das Schreiben … views – im Geisterbücherdorf weiterlesen

Geisterbücher

Manchmal mache ich schamanische Reisen, um mir ganz konkrete Arbeitsanleitungen geben zu lassen. Die letzte Anleitung war, in Scheunenflohmärkte zu gehen, alte Bücher zu suchen, sie zu entleeren und neu zu befüllen. Mit Schnipseln, Zeitschriftenfitzeln, drüberkrikseln. Einen Durchlauf, dann wieder was anderes machen. Nur nicht irgendwo einrichten. Es scheint wichtig zu sein im Moment, im Spielen und Experimentieren zu bleiben. No-Project. Kaum habe ich den roten Faden, ist der Durchlauf vorbei. Es sollten 13 Bücher sein, die Närrinzahl. Zu Hause beim Zählen waren es dann 15. Es zerschießt mir gerade jedes Konzept. 15 ist so gar keine besondere Zahl und ich will sie … Geisterbücher weiterlesen