Warten

Eine Bushaltestelle im Nirgendwo. Weit weg von den Dörfern. Wer hierher will, muss wollen – einen Kilometer entlang der Straße, auf der nichts anhält. Warten. Stehen. Die Sitzbank ist zerbrochen. Ein Brett fehlt, ein anderes kippt. Den ganzen Tag warten. Warten wird nicht besonders hoch geschätzt. Es produziert auch nichts, außer vielleicht Erkenntnis. Und zu viel Erkenntnis ist nicht erwünscht. Die Närrin führt mich in das verfallene Bushäuschen und ich warte. Nicht abgeholt werden – das kennen wir. Nicht vom Bus, nicht von der Politik, nicht vom Geschehen, nicht von Versprechen, nicht von denen, die behaupten, irgendwo gäbe es einen … Warten weiterlesen