November-Begegnungen

Etwas erfahren, spüren, es verinnerlichen. Verben und Adjektive gefallen mir dazu gut, wie sich verjahreszeiten oder verwettert sein. Hinausgehen bei Wind und Regen, um einzutauchen in den alten Herbst. Das Unwirtliche in mich hineinkriechen lassen, die klarer werdenden Konturen in mich aufnehmen, dem rauheren Gesang des Windes lauschen. Auf den Spuren der Herbst- und Winteralten. Sie zeigt sich, im Stein, im abgebrochenen Baumstamm am Weg neben der Straße … Sie ist ganz nah. Und wenn ich verweile und wirklich eintauche und den Wind an mir rütteln lasse, dann beginnt sie zu erzählen. November-Begegnungen weiterlesen

Herbstalt

Diesen Winter will ich der Winteralten Bilder und Worte geben und auf ihren Spuren durchs alte Herbst- und Winterland wandern. Innere Bilder kommen lassen, zu Beginn der Spinnstubenzeit einen schwarzen Fetzenmantel genäht, alte weise Frauenwege erinnert … Ich war am Hollerbusch, leise, lauschend – wie der magischen Geschichte von Modron, der Roten, die ihren Zauberstab zu Samhain unter den Holunder legt und von Cailleach, der Winteralten, die ihn aufnimmt, weil ihre Zeit beginnt. In die erste Frühlingsahnung hinein wird sie ihn unter den Holunder legen, zu den Steinen gehen und Brigid nimmt ihn auf. Stabübergabe. Für einige Monate ist es … Herbstalt weiterlesen

Vom guten Zeitpunkt

Für was ist es gerade die richtige Zeit? Wie gut gehe ich mit Kairos – dem Spüren und Wissen wann es für was die Zeit ist? Wenn ich zum Beispiel tief im Westen bin, dann ruft alles nach Rückzug. Dann will ich träumen und ruhen und nach innen schauen. Dann bin ich langsam und horche viel. In unserer Zeit kann ich nicht einfach in die Wälder gehen und dem Westen den ganzen Raum geben und die Zeit, die es braucht. Zumal ich es ja dort draussen abwarten müsste, wann die Westzeit gerundet ist. Wenn dann Nordstruktur gefragt ist, etwas getan … Vom guten Zeitpunkt weiterlesen