Weit und kühn

Der Frühling erzählt vom Erwachen. Vom Aufbrechen in neues Land, vom Neuerfinden – uns und Systeme, Gemeinschaft und Strukturen. Es wäre die Zeit, den Weg kühn und frei für die Visionen zu ebnen. Damit sie uns ins Morgen ziehen, wenn es schwer wird und der Lebenstanz anstrengend ist. Sie locken, damit wir unser Jetzt von der Zukunft her gestalten, dass wir uns von starken, tragenden, großen Visionen beflügeln lassen können.Sie sind wie Funken, die fliegen. Funken können Feuer entzünden. Manchmal denke ich, wir haben als Gesellschaft verlernt, groß zu visionieren und an unsere Visionen zu glauben. Der Frühling erinnert mich … Weit und kühn weiterlesen

Mein Platz

Immer wieder tauchen die Fragen auf: Worum geht´s bei dem, was gerade hier auf der Erde passiert, also worum genau oder wirklich, was ist das für ein Gesamtgeschehen und was ist mein Platz darin? In die Fragen hineinlauschen, sie immer wieder befühlen.Es gibt ein Transformationsgeschehen, manchmal finde ich es verheissungsvoll und tröstlich, dann wieder ist es offen. Es ist der Weg der Raupe zum Schmetterling. Die Zeit der Raupe ist irgendwann zu Ende. Dann entstehen in ihrem Körper neue Zellen, Imagozellen, die bereits die Vision des Schmetterlings in sich tragen. Erstmal werden sie angegriffen, weil sie fremd sind. Die ersten … Mein Platz weiterlesen

Tanzen

Miteinander den alten kosmischen Reigen tanzen und uns die Herzenskraftländer jenseits der Grenzen wieder erobern. Neues Land besingen, unbelebtes Land umarmen und verlorene Weisheit zurückrufen. Grüße an die wilden Vorschwestern und die Kommenden in die Weite flüstern. Den frischen Wind des Augenblicks in den Knochen spüren. Wild bleiben und zärtlich, wahrhaftig und lebensfreudig. Tanzen weiterlesen

Offen bleiben

In dem Vielen, Undurchsichtigen mit all den Überlagerungen Wahrheit herauszulesen ist schwierig. Immer öfter merke ich, dass ich etwas nicht beurteilen kann, weil es zu komplex ist. Da hilft mir nur, geerdet zu bleiben, es anzuerkennen, offen zu bleiben für eine unerwartete Wahrheit. Nur nicht dogmatisch sein. Im Älterwerden sehe ich ganze Berge an vermeintlichen Wahrheiten, die ich über den Haufen werfen musste im Laufe des Lebens. Und dann gibt es in allem Unklaren und Gewirre vieles, das nie verlorengegangen ist und allen Stürmen und Prüfstationen standgehalten hat, wie die Weisheit des Friedens und die Kraft der Freiheit. Offen bleiben weiterlesen

Impulse bekommen

Spirit-Impulse oder Musenküsse zu bekommen ist schon schön. Meistens jedenfalls. Allerdings finde ich, dass die Spirits und die Musen manchmal übertrieben impulsfreudig sind. Wenn ich einen Ball nach dem anderen zugeworfen bekomme, dann reicht´s mir. Das sage ich dann auch. Letzthin hat ein Schrättli gemeint, dass man mir auch nichts recht machen könne, gerade wegen meiner Beschwerden über Musenflauten. Naja, es kann schnell was zu wenig und schnell was zu viel sein. Als Königin unseres Lebens braucht es manchmal Ansagen. Wenn was zu schnell, zu viel, zu intensiv oder nicht zum richtigen Zeitpunkt ist. Da sind wir gefragt. Es wird … Impulse bekommen weiterlesen

Fragen

Es gibt so viele Gründe, warum die winterliche Rückzugszeit kostbar ist. Einer ist der, dass aus der Ruhe Fragen auftauchen. Die Stille ist einer der Geburtsorte von Fragen. In der Infoflut und dem Trubel kommen uns die Fragen abhanden. Sie brauchen Zeit und das Wissenwollen. In der Atemlosigkeit sind sie nicht zuhause. Fragen brauchen Atem. Erst die Fragen werden die guten Antworten bringen, die aus der Tiefe. Die Welt bräuchte gerade viele weise Antworten. In der Winterzeit hätte es den Raum. Die Fragen müssten gestellt werden, an die Steine, das Land, die Spirits, die Wolken, die Nachbarn, an uns selbst. … Fragen weiterlesen

Herbstgestalten

Je näher mir etwas ist, zeitlich, örtlich, umso besser kann ich damit umgehen. Dann ist es greifbar. Darin spüre ich meine Wirkkraft, meine Gestaltungsmöglichkeiten. Je ferner es liegt, umso unfassbarer wird es und es entzieht sich meiner Möglichkeit, etwas zu bewirken, zu wandeln, Antworten zu finden. Mir immer wieder bewusst machen, dass ich hier und jetzt in Gedanken, im Berühren, im Sprechen, Träumen und Tun wirke. Das gibt mir Kraft und Weite. Naheliegend, gestaltend mit Blättern, Nüssen und Zweigen etwas ausbalancieren. Kiefernnadeln, Steine und Beeren für etwas, das ich rufen will. Die Natur als Heilerin spüren. Natürliche Ordnungen visualisieren. Etwas … Herbstgestalten weiterlesen

Schauen

Was, wenn wir die meiste Zeit einfach nur schauen und lauschen würden? In den Himmel schauen und ins Feuer, ins Land hineinhorchen und dem Wind zuhören. Noch ist die Herbstumtriebigkeit spürbar – alles einholen, winterfest machen, Vorräte anlegen, einkochen. Ich will achtsam sein, dass es sich nicht in den Winter hineinzieht. Es dauert ja immer, bis das „Viel“ des Herbstes in mir ausklingt. Darauf hoffen, dass es im Aussen ausklingt, brauche ich nicht, ganz im Gegenteil, die Dynamik wird noch Fahrt aufnehmen im Dezembertrubel, im Weltgeschehen. Deshalb beginne ich jetzt schon mal, möglichst viel einfach nur zu schauen – vor … Schauen weiterlesen

Fäden und Linien

Text und Textiles. Worte und Geschichten, Gewebe, geknüpfte Netze, Ersponnenes. Wenn die Spinnstubenzeit nahe rückt, dann wird etwas Altes wach – die Zeiten, als Frauen die Geschicke der Gemeinschaft gewebt haben. Als sie in den Spinnstuben zusammensaßen und das Gewebe ihrer Gemeinschaft befühlt haben und dabei Wolle gesponnen, gewirkt, geflickt, verbunden, gelöst, verknüpft, durchtrennt. Da kommt eine uralte Sehnsucht auf – nach Zusammensein, gemeinsam wirken, nach Austausch und visionieren, Geschichten teilen, Freude und Schmerz da sein lassen und lebensweise die Gemeinschaftgeschicke in Händen halten. Fäden und Linien weiterlesen

Verschiedenste Geschenke

Mit heute klingt die Ausstellung „Kunst bekommt Flügel“ im frauen museum wiesbaden aus.Mit vielen habe ich darüber gesprochen, was wir alle zu schenken hätten, wenn wir ohne Tausch und Geld in unserem kleinen weisen Dorf leben würden. Manchmal war es gar nicht so klar, weil unsere Geschenke so leicht in die Welt gehen, weil es freudig ist und wie nebenbei, selbstverständlich. Ziemlich hinderliche Glaubenssätze geben ja vor, dass es z.B. Anstrengung braucht und richtig „Arbeit“, damit es was wert ist. Meiner Erfahrung nach sind wir ganz nah an unserem Potenzial, wenn es genau das nicht ist, sondern leicht geht und … Verschiedenste Geschenke weiterlesen