Was mache ich, wenn es kracht?

Es umweht mich gerade gehäuft ein besonderes Gemeinschaftsthema – was tun, wenn es an den Feuern, die mir wichtig sind kracht. Wenn es Verletzungen gibt, heftige Emotionen, hinderliche Muster und die Feuer drohen auseinander zu brechen. Den Redestab hervorholen. Was, wenn es auch am Redestabfeuer passiert? Da ist er ja schon parat und doch … Es gibt Fluchttendenzen von einigen, andere stellen das Feuer gleich ganz in Frage. Und ich bekomme von Aussen zu hören, dass doch wir uns auf die Fahnen schreiben, gut mit Konflikten gehen zu wollen, das Handwerkszeug zu haben und so weiter. Das kommt jetzt irgendwie … Was mache ich, wenn es kracht? weiterlesen

Bezeugen

Wieder zurück nach gefühlten mehreren Wochen von einer intensiven Zeit mit vielen Frauen, vielen tiefen, geteilten Geschichten. Immer wieder lerne ich mehr über das, was Bezeugen ist und was es heißt, Zeugin sein zu dürfen, wenn andere mutig ihre Schritte gehen, wenn sie Neues wagen, wenn sie ihre Verletzlichkeit zeigen und sich anderen zumuten. Ich beginne auch zu begreifen, was es mit mir macht, wenn andere meine Schritte bezeugen. Bei den Indigenen, von denen ich lernen durfte, ist es üblich, dass Familien-, Clanangehörige oder sogar die Menschen vom Dorf den Heilsitzungen beiwohnen. Sie wissen, dass sie Teil der Geschichte sind. … Bezeugen weiterlesen

Gemeinschaft vor Ort

Von den First Nations lernen und es hierher in meinen Alltag bringen, umsetzen, Weisheiten und Methoden hier ausprobieren und leben. Das interessiert mich, das ist ein Teil, warum ich so gerne reise. Ich mag Handwerk, Konkretes und Erfahrungswissenschaften, wie Ökologie und Schamanisches. Ich lerne durch beobachten, wahrnehmen, indem ich es selbst werde, was ich beobachte und ich versuche diese Erfahrung in mein Leben zu integrieren. Die, die mich lehren – die Pflanzen, Tiere, Steine … – werde ich achten, würdigen, weil sie mir zeigen, welche unterschiedlichen Wege es gibt und Möglichkeiten, mit den Herausforderungen des Lebens zurechtzukommen. Ich BIN das … Gemeinschaft vor Ort weiterlesen

Das Land werden

Bei den First Nations Kanadas habe ich die Weisheit der Nordwege angeschaut und die uralte Verbindung von schamanischer Weltsicht und Ökologie. Dort in der Wildnis habe ich meine Ängste vor Bären, der Weite, den Herausforderungen anerkennen müssen und auch, wie gefahrenvoll es ist, die uns umgebenden Felder nicht zu kennen, nicht zu verstehen und ihren Gesetzen nicht zu folgen. In der Wildnis ist Überleben gar nicht anders möglich, als mit dem Land zu verschmelzen und dem zu folgen, was ist – den Gezeiten, den Jahreszeiten, den wilden Herden, den Lachszügen. Die SchamanInnen werden Wolf, Rabe, Bär, Stein, Gras. Indem sie … Das Land werden weiterlesen

Im Norden des Lebensrades

Im Norden des Lebensrades besteige ich meinen Thron. Da bringe ich meine Gaben als Geschenke in die Gemeinschaft. In diesem Frühling spüre ich besonders, was es heißt, die Winterqualität nicht durchlebt zu haben. Der Winter war umtriebig, seltsam arbeitsreich und im Aussen war es eine nur kurze stille Schneezeit. Zu kurz für mich. Es fällt mir jetzt schwerer als sonst, lustvoll im bewegten Frühling anzukommen. Zu den Gemeinschaften gehört der Nordgeist, der Wintergeist. Wenn eine Gemeinschaft den nicht kennt, wird sie keine gereiften Antworten auf die dringlichen Fragen finden. Den ewigen Kindern des Sommers fällt dann nichts anderes ein als … Im Norden des Lebensrades weiterlesen

Mein Platz

Meine Lebenswege haben immer damit zu tun gehabt, weiter und tiefer und wahrer die zu werden, die ich bin und immer mehr Meines zu machen und auch meinen Platz einzunehmen. In tragenden Gemeinschaften braucht es alle, Träumende, Heilkundige, Lehrende und Älteste, welche, die die Kunst des Zuhörens verstehen und welche, die mit Tieren und Pflanzen sprechen. GeschichtenerzählerInnen, Reisende, Forschende, WegbereiterInnen, welche, die bewahren und die, die erneuern und noch vieles mehr. Es braucht all die verschiedenen Gaben. Und klugerweise wertschätzt eine Gemeinschaft auch all die unterschiedlichen Befähigungen. Aaaaaaaah, da beginnt es zu haken. Ich bleibe mal bei den Ältesten. Sie … Mein Platz weiterlesen

Frei und gemeinschaftstauglich

Clans, Stämme, Tribes, Gemeinschaften – ich habe gesammelt, auf meinen Reisen. In Kirgistan bei den NomadInnen, in Aotearoa-Neuseeland bei den Maori oder in Kanada bei den Haida. Zugeschaut habe ich und gesammelt, was ich für gute Werkzeuge, Methoden erfahren habe. Ich sammle, weil ich selber einen recht spärlich bestückten Werkzeugkoffer habe, als eine, die hier aufgewachsen ist. Das bisschen habe ich von meiner Familie. Ich bin in einer Großfamilie aufgewachsen, in der ich mich aufgehoben und frei gefühlt habe. Ich habe in einem großen Menschenhaus gelebt, das warm und unkonventionell war, in dem wir gefördert wurden und gut versorgt waren. … Frei und gemeinschaftstauglich weiterlesen

Netze – Knüpfen – Weben

Wenn ich etwas verstehen will, rufen, wandeln, dann male ich gerne Bilder davon. Das ist wie eine Übersetzungssprache für mich selbst, damit kann ich mir gut was erklären und es speichert sich nochmal anders ab in mir. Ein Bild für eine gute Gemeinschaftsstruktur ist das Netz. Wie der Kreis sind auch Netze nicht hierarchisch. Die miteinander verwobenen Fäden, die Kunst der Spinnen, das Weben – all das erzählt von einem tragenden Gewebe. Mein Faden ist auch dabei. Wieder ist es ein Faden von vielen und es braucht ihn, wie alle anderen auch. Und das Netz unserer Gemeinschaft? Es ist zutiefst löchrig, … Netze – Knüpfen – Weben weiterlesen

Der Kreis

Das mit den Clans, den Gemeinschaften ist ein nicht ganz einfaches Thema. Ich denke, wir haben eine wirklich tragende Gemeinschaft noch gar nicht erfahren. Da gibt es die Familien, die dynastischen Clans, die nicht getragen haben, zu einengend, zu klein waren, selbst versehrt oder mit enormem Aufwand für etwas gehen mussten, das anders ist. Und die große Gemeinschaft, naja, die kennen wir ja. Das Netz ist löchrig und der freie Fall schnell da, vor allem, wenn wir nicht in der Spur laufen, nicht funktionieren. Etliche von uns sind dann im besten Fall geduldete Anachronismen. Also fange ich mal bei der Form … Der Kreis weiterlesen

Neue Blogstrecke

Weil das Thema Gemeinschaften, Clans so stark ist, mache ich eine Strecke im Blog dazu. Viele finden es ziemlich anstrengend, kräftezehrend, teuer, alleine oder in Kleinstgemeinschaften zu leben. Die Tiere sind mit Aufwand gehütet, wenn wir verreisen, alle sind immer für alles zuständig und unsere Geschichten werden nicht mal schnell gemeinsam geteilt, gefeiert, belacht oder beweint. Andererseits sind wir auch etwas ungeübt in großen Gemeinschaften. Ich gehe da mal von mir aus und verallgemeinere. Das ist eine missliche Lage, weil ich glaube, dass wir letztlich nur in tragenden Gemeinschaften überleben können. Ich will Handwerkszeug zusammenstellen, von dem ich meine, dass … Neue Blogstrecke weiterlesen