Im Wind

Es braucht viele Wunsch- und Segens-, Gebets- und Freudenfahnen, die im Wind wehen. Wie Blüten im Wind, wie Lebensfreudeblumen. Ich schmücke den Lebensraum wie für ein Fest und jedes Bild und jede Wunschfahne soll gute Gedanken, Friedensrufe, Dank und Samen in die Winde fliegen lassen, damit sie auf dem Rücken des Windes in die Welt reiten. So wie bei den tibetischen Gebetsfahnen oder den Hagazussenbändern in den Bäumen. Es sind viele Wunschbilder – Textiles, geschrieben, gemalt, belacht und beweint, gerufen, daran geglaubt, vertrauend, besungen, hinausgeatmet. Die Winde mögen sie in die Möglichkeitsräume des Morgen bringen. Im Wind weiterlesen

Auf der Wäscheleine

Sie hängen jetzt auf der Wäscheleine, die Hosen und Hemden, die Gedanken und Bilder. Wind und Sonne lassen sie trocknen und Sommerduft flicht sich ins Gewebe. Kräuterbüschel, Gedichte und einen Blumenzopf hänge ich dazwischen. Schwebfliegen und Schmetterlinge geben ihren Segen dazu. Es sind auf Wäscheleinen aufgefädelte Geschichten. Ich hänge meine Bilder, Wünsche und Geschichten gerne in den Wind, neben Jacken und Socken. So hängen sie gut miteinander, die Materie und das leicht Flüchtige. Wie Gebetsfahnen im Wind. Ich schaue den wehenden Wäschestücken zu, schicke zwischendurch ein Lied zum getupften Rock, lasse meine Gebete mit den roten Socken in die Wolkenweite … Auf der Wäscheleine weiterlesen