Lange-Weile-Ideen

Was, wenn die lange Weile bleibt und ich nicht weiß, was ich tun soll? Was sagen, was tun, was zeichnen – was überhaupt. Irgendwas wiederholen? Was, wenn mich alles langweilt, wenn es so richtig fad ist? Wenn was Neues, Unbekanntes nicht in Sicht ist? Ich bin bereit, ich würde springen. Wenn aber keine Klippe da ist, kein Loch, keine Hürde? Auf dem flachen Boden stehen und kühn springen, einen Meter weiter und landen. Das ist nicht unbedingt eine kurzweilige Angelegenheit.Weiterlesen

Gwandwandl

Das Narrische hat Interesse an der Gewandung. Es schleicht sich heran, dieses „Was, wenn“. Wenn es zwingend wird, macht es „Ritsch, ratsch“. Ein Schnitt, teilen, öffnen. Unerlaubtes tun, das Ballkleid geteilt, neue Freiheiten eröffnet. Ein Ärmel wird gebraucht. Man kann sich von überall Ärmel holen. Ritsch, ratsch. Auch ein Hosenbein würde sich eignen als Ärmel. Ärmel gibt es mehr als genug. Alte Gebetsfahnen im Saum erzählen der Erde Geschichten. Schlurfgebete. Verblasste Gebete, fragmenthafte Mantren. Umgedreht, das Oben neigt sich der ErdeWeiterlesen

Schürzenbezauberung

Schürzen – Erinnerung an die Großmütter, an Küchenalltag, Stall- und Gartenzeit, an die Kittelschürzen meiner Mutter, meiner Großmütter und den Tanten. Bei der Erforschung der schamanischen Kraft im Alltag schaue ich mir das Gewand an, das Prachtgewand und das Alltagsgewand, das Arbeits- und das Ritualgewand. Als erstes habe ich Schürzen gefunden. In Bayern ist das Verhältnis zu Schürzen recht rosig. Schöne bestickte Schürzen zum Dirndl sind salonfähig und die Arbeitsschürzen werden sowieso überall benutzt. Meine experimentierfreudigsten Studentinnen haben manchmal KittelschürzenWeiterlesen