Vom „UN“

Mit dem „UN“ kündigt die Närrin die Spielregeln auf, stellt etwas in Frage, verrückt dies und das. Es ist die andere Seite der Medaille. Wenn uns wer ein „UN“ zuschreibt, könnte das ein Närrintitel sein. „Du bist so unbequem, so unverschämt, so un…“. Warum nicht das Contrary-Wort annehmen und den Ball fangen. Einen Test machen – bei einer UN-Zuschreibung einfach mal bestätigen, keine Erklärung, kein Korrigieren, nix. „Du bist so unkooperativ.“ „Das hast Du messerscharf erkannt, gratuliere!“ Das war´s. Die Närrin fragt auch Unbequemes ab, ob wir wirklich frei sind zum Beispiel. Und wo es UNfrei ist. Wo was ehrlich … Vom „UN“ weiterlesen

Winterlauschen

Zum Kurzfilm Winterlauschen“ Den Faden mit der Erfindung von Bräuchen weitergesponnen. Ich finde, dass die Winter immer schneller, lauter, dicher werden und das Staade, das Lauschen, das Langsame, das in diese Zeit gehört, keinen Platz mehr findet. Deshalb habe ich ihm mit dem Brauch des Winterlauschens einen Platz eingeräumt. Im Schnee liegen, die Kälte spüren, sich einschneien lassen und horchen, lauschen, loosen, was tief in der Erde geschieht, was sich vorbereitet, welche Samen bereit sind, was kommen mag, was der Wintergeist an Botschaften bereithält. Die Bauern erlauschen Botschaften für die Ernte und die Wettergeschehnisse. Die anderen gehen hinaus und bekommen … Winterlauschen weiterlesen