Die Welt als Spiegel – Medicine Walk

Manchmal gehe ich aus der Haustüre, über die Schwelle, wie bei einem Medicine Walk. Raum und Zeit, bis ich wieder über die Schwelle zurückkomme, sind magischer Raum und Orakelzeit. Ich gehe über die Schwelle mit einem Anliegen, einer Widmung, einer Frage, wie auch immer. Manchmal ist es der Weg zur Edeka, zum Stall, manchmal die Fahrt nach München – es geht alles, weil das Werkzeug, der Medicine Walk, immer greift. Diesmal wollte ich etwas von der Kraft sehen, die mich im Moment gut trägt. Und in einen Spiegel schauen. Was sagt mir die Welt über mich? Was sehe ich im … Die Welt als Spiegel – Medicine Walk weiterlesen

Ein ganz normaler Tag

Morgenseiten, Edeka-Stehcafé, nochmal ins Café der Blumenschule, in Trödelscheunen nach alten Kochlöffeln und Mörsern gesucht wegen eines Kunstprojekts – aha – Post … ein Überraschungspaket. Schau an, was bist denn du für eines – versehrte Wörter, die auf Reisen gehen wollen und in eine bayrische Reha-Station kommen. Brigitte Schwarz schickt sie mir, sie gesellen sich zu meinen Wörtern auf Reha, albern ein bisschen rum mit ihnen und atmen Frühling in Blauweiß. Ich gehe zum Dorfweiher mit Christine, dort wo die Frösche so laut singen und die Seerosen im Sommer blühen. Ich werde meinen Kontrollfreak verabschieden. Wasser wird ihm guttun – … Ein ganz normaler Tag weiterlesen

Von der Magie des Säens

Säen war immer schon Alltag, war heilig, war voller Magie und Heilkraft. Ich säe mein Morgen. Vielleicht werden es Samen sein, die mir Früchte bringen oder Blumen. Vielleicht gibt es Nahrung für andere Wesen. Oder es sind Samen, die nicht aufgehen und auch das will ich anerkennen. Auf die Lieder der Vögel höre ich und beobachte Katalina, lege die Samen in die Erde, vertraue der grünen Ewigkeit, dem Weg im Lebensrad. Dann singe ich mein Lied dazu und hole Wasser. Tausendschön und Sonnenblumen, Lichtnelken, Eisenhut, Nektarblumen, Mutsamen und eine kleine, bunte Kühnheit dazu, die Leichtigkeit des Gebens, die Freude des Annehmens. … Von der Magie des Säens weiterlesen

Regenbogentage

Reisetage, die dem Neuanfang, der Regenbogentänzerin, dem Säen, den tragenden Gemeinschaften gewidmet waren. Synchronizitäten – bei der Ankunft in Heidelberg beginnt es in den strahlenden Himmel hinein zu regnen und ein Regenbogen spannt sich über den Himmel. Ich sammle Zeichen während ich auf Reisen bin, Regenbögen, Uhrzeiten wie 16:16 oder 12:34, Wörter, die mir zufallen, Strassennamen und Farben. Vielleicht setze ich sie später zusammen. Mit Ulla einen Tag im bunten Wasser. Während gelbe Füsse und rosa Hände tanzen, der lila Körper floated, wird der Geist ganz leicht und beschäftigt sich mühelos mit den Herausforderungen der Tage. Mit unserem Kopfkino, das … Regenbogentage weiterlesen

Eine „DIE“-Schwalbe macht noch keinen Sprachsommer

Alltagssprache, Sprachräume. Wiesbaden, im Hotel der zwei Italienerinnen, Reisebuch – ich lese vorne den Standardsatz: Der Einfachheit halber und den Gepflogenheiten der deutschen Sprache folgend, wird die männliche Form verwendet. Gemeint sind natürlich alle. Dieser Satz ist extra für mich geschrieben. Er soll mir erklären, warum ich ab dann nicht mehr vorkomme und mich milde stimmen. Es gelingt nicht. Wir waren schon mal weiter, bewusster bei diesem Uraltthema. Also, back to the real basics. Ich fordere für mich als Frau einen sichtbaren und hörbaren Sprachraum. Ich will vorkommen. Das ist ja, wie wenn jemand sagt, fühl dich gemeint und dauernd … Eine „DIE“-Schwalbe macht noch keinen Sprachsommer weiterlesen