Die wilden Wege

Wo sind die wilden, freien, die uralten weiblichen Wege und Landstriche? Wer bewohnt sie? Wie kommen wir dorthin? Diese Landstriche sind fremd in dieser lauten, überbeleuchteten Gesellschaft. Für manche sind es furchteinflößende Zonen, für andere verheißungsvolle. So oder so, sie sind wichtig für die Balance und die Kraft. Sie sind herausfordernd, weil es dort so pur ist und ungeschminkt, so kraftvoll und wahr. Weil es so zärtlich und sinnlich ist und auch das ist herausfordernd. Es hat eine Zeit gegeben, da war ich dorthin unterwegs und wollte dort wohnen, dauerhaft. Ich habe viel davon gehört und es hat so gerufen. … Die wilden Wege weiterlesen

Knochentanz

Ein Knochentanz in die dunkle Zeit hinein. Die Schleier zu anderen Welten, zum Ahnenfeld sind dünn. Inspiriert von den großen, freudigen Festen in Mexiko zum Ahnenfest, haben wir uns getroffen. Neun Frauen und unzählige Ahnen, die zusammen gefeiert haben. Mit Bemalung und Geschichtenaustausch, mit dem Weg zum Ursprung, mit Speis und Trank und als Sterbeammen für das alte Häuschen im Dorf, das der Ort vieler Tänze und Fotosessions mit Anke und mir war. Die Tödin und unser Verhältnis zu ihr und zum Leben, das darf sich wandeln, darf selbstverständlicher, tiefer und weiter werden. Die Dunkelheit tanzen und das Leben feiern. … Knochentanz weiterlesen

Wer leben will …

„… muss sterben können“, sagt sie. Santa Muerte, die Tödin, die Sensenfrau, die Schnitterin … Zu Schnitterin, wenn die Sichel das Korn einholt, um Nahrung zu haben und die Tage schon merklich kürzer werden, spüre ich die Tödin ganz nah.Wie in Mexiko, wo die Santa Muerte verehrt wird, lade ich sie ein, will sie sichtbar machen mit Farben, über die Bemalung. Und so bemalt wollte ich einmal durchs Dorf radeln und am Spaghettitopf stehen, in verlassenen Häusern Geheimnisse entdecken, Beeren pflücken, Dorfleuten und Katzen begegnen, unterwegs sein … Eine Santa-Muerte-Figur steht in der Küche und erinnert mich an ihre Allgegenwärtigkeit. … Wer leben will … weiterlesen