Souverän

Der Königinnenweg zur Souveränität geht durch teils unwegsames gesellschaftliches Gelände. Wie gut, wenn es in unserer Erziehung gewisse Lücken gibt. Wir haben beispielsweise des öfteren lose Reden geschwungen familiär und das bleibt. Das war normal für mich. Wir durften uns auch vergleichsweise viel daneben benehmen, da waren die Grenzen weit gezogen. Und jetzt finde ich es oftmals not-wendig. Eine Freundin, die eine etwas verwegene Kuchen-in-Kaffee-Eintunkweise hat, sagt im Café, wenn jemand entsetzt schaut: „Gell, wenn’s Dich graust, dann schaust einfach weg.“ In den USA dürfen sie mehr scheitern als wir und es wird sogar noch als wichtige Erfahrung gewertet. Sowas … Souverän weiterlesen

Wenn die Rabenvögel kommen

Sie bringen Magie und Zauber und viele Geschichten. Eine ist die einer Dohle in den Bergen, die den Hirnraum weitet. Sie fordert mich auf zu fliegen, weit, Höhenflüge zu machen und in eine große Freiheit hineinzufliegen. Das ist heilsam, gerade wenn ich mich wieder so richtig aufrege und tausend Ungeheuerlichkeiten sehe. Ich finde meine Empörung ja berechtigt, die Dohlen scheinen zu lächeln. Sie bleiben dabei – gedanklich weit und kühn und frei werden. Im Fliegen kommt eine gute Distanz zu all dem Geschehen. Wenn die Stürme zu rauh werden, fliegen die Dohlen ins Tal obwohl sie Flugkünstlerinnen sind. Wie weise … Wenn die Rabenvögel kommen weiterlesen

Gefährtinnen

Eine Erinner- und Ehrungsschachtel für Gefährtinnen. Wer und was gehört da alles rein? Manche bekommen Perlen, Knöpfe, Steine, andere Namenszettel. Wenn es sich mal verloren anfühlt, dann ist so eine leuchtende Gefährtinnenschachtel genau das Richtige. Weil so viele auftauchen und das ziemlich wärmend und tragend ist. Gefährtinnen sind auch Kieselsteine und Katzen, Regenschirme und Heupferde und Radiergummis. Hausspinnen und Schnee, Schoki und Haikus und Wasserhühner. Wandergänse auch. Gefährtinnen weiterlesen

Sichtweisen

„Wenn was am seidenen Faden hängt, hängt es gut“, sagen die Spinnen. Das ist anders als bei uns. Zum einen sind es ihre eigenen Fäden und dann können sie es, dieses Spinnen und Netze weben. Das mit den Fäden ist ja so eine Sache. Ein Marionettenfaden ist ein ganz anderer als ein selbstgesponnener, von dem ich weiß, wieviel er aushält, ob er stabil ist und wohin ich ihn gesponnen habe, wie er verankert ist. Die Fäden überprüfen, an denen meine Lebensbereiche hängen, ich selbst, meine Gedanken. Und beherzt die Fäden durchtrennen, an denen andere ziehen, vor allem in Richtungen, die … Sichtweisen weiterlesen