Inner Clowns

Der Schrättl-Talk war die Einladung an Schrättlein, uns für eine Zeit zu bewohnen. Wir haben ihnen unsere Stimme, unsere Körper geliehen. Spiegelnd sind sie in Resonanz gegangen zu unserer inneren Clownin. Sie sind in dem Moment aufgetaucht, als wir so weit waren, mit unseren Identitäten zu spielen und über uns zu lachen, an dem wir mit unseren Schatten getanzt haben, an dem wir lachend unseren Wahrheiten begegnet sind, die sonst unter den Tisch gekehrt werden (natürlich nicht allen). „Was ist, darf sein, …“. Ein Ja zu meiner Wahrheit, auch, wenn sie mir nicht gefällt, sie getanzt, gelacht. Da wird Lebensenergie frei. Das war so eine … Inner Clowns weiterlesen

Eine Reise ins Land der Närrin

Eine seltsame Reise hat begonnen, damals, als die Schrate aufgetaucht sind, als Coyote zum Tanz eingeladen hat, als dann bei der Visionssuche die Coyoten immer da waren. Eigentlich hat die Reise vor vielen Jahren begonnen, als ich die Närrin gerufen habe. Damals hat sie sich noch sehr bedeckt gehalten. Mittlerweile ist sie hier eingezogen und wohnt dauerhaft im Haus. Viele Merkwürdigkeiten und seltsame Wesen sind mit ihr gekommen. So Art Crazy Wisdom Masters. Sie testen, unterweisen, provozieren, begleiten und sie führen immer tiefer hinein in das Land der Närrin. Das Ver-rückte, Seltsame, Skurrile, Schräge rutscht unmerklich heran und ins System. Es könnte uns … Eine Reise ins Land der Närrin weiterlesen

Der Närrinruf

Wichtiges beginnt oft mit einem Call. Wir hören einen Ruf. Irgendwann habe ich den Ruf der Närrin gehört. Es war ein Jodel. „Holler ou u dij!“ Wenn ich mit diesem Jodel rufe, schwinge ich mich hinein in das Feld der heiligen Clownin, ins Coyotefeld. Obwohl, bei Coyote wird der Jodel nochmal anders – höher, heller. Mit meinem Närrinruf verbinde ich mich und rufe ebendiese Kräfte. Lange Zeit ist es einfach passiert, ohne, dass ich wusste, was vor sich geht. Ich hätte es nicht benennen können. Der Narrenruf ist bei allen unterschiedlich, auch bei verschiedenen Karnevalszünften. Da gibt es die seltsamsten … Der Närrinruf weiterlesen

Movement

„Noch sind die Schrate nicht unruhig. Sie pausieren an den Wänden. Und doch …“ So hieß es im Film „found“. Es ging schneller als gedacht. An der Wand mit dem Schrättli, das sagt „Welcome back to the movement, Sunshine.“ Es geht um Movement. Bewegt und geschmeidig bleiben. Und über Nacht hat es sich bewegt und schaut sich alles von unten an. Ein anderes ist gefogt, es hat sich gedreht. Perspektivewechsel. Neue Blickrichtung. Die Position der Mäuse einnehmen. In die Rotation gehen. Wenn wir mit dem Hersteller der Powerstrips sprechen, werden sie uns sagen, dass das gar nicht gehen kann. Dass es … Movement weiterlesen

Beim Radieren

In der Winterzeit ist es am schönsten zum Radieren. Der alte Kachelofen knistert, der Schnee bringt die Muße, die Stille und in der Galerie ist es winterruhig. Die Radier-Schrate mache ich in der Galerie-Werkstatt vom Joschi, einem Freund. Die hohe Kunst der Radierung spielerisch, experimentell, teils rumpfuschend angehen, das fordert mich. Das ist dem ähnlich, wenn die Katalina ihren dreifachen Rittberger macht. Am Schluß steht sie dann doch irgendwie und bei mir ist am Schluß dannn doch eine Radierung da. Mich hineinträumen in Werkstattimpressionen. Es entstehen Radierungen von Booten, einer Fährfrau. Sie ist auch ein Schrättlwesen. Rote Druckfarbe auf dem … Beim Radieren weiterlesen

Wo sind die Antworten?

In dieser Sequenz geben verschiedene Schrättlis Impulse zur Antwortfindung. Und wer will nicht so richtig gute Antworten auf dringende Fragen. Wo sind die Antworten? In den Klatschmohnfeldern unserer Träume? In dem Goldfisch, der in uns herumschwinmmt? Falls jemand meint, in ihr oder ihm würde kein Goldfisch herumschwimmen, dann glaube ich das nicht. Sind die Antworten in Knopfschachteln oder bei fragdoch@himmel.de? Es ist unklar. Warum kommen eigentlich weitere Schrättlis, wo doch fast alle in Wiesbaden hängen? Weil die Zahl weiter anwächst, sie malen sich her oder kommen aus der Radierpresse, sie blasen mir Portraitideen ein in der Bäckerei oder lassen sich … Wo sind die Antworten? weiterlesen

transform

Im Winter 2014 wollte ich einen Film drehen, „transform“. Er hat sich, in Ermangelung von Schnee um ein Jahr verschoben. Bei meiner Struktur, der Kombi von Ungeduld und Starrsinn, kommt sowas richtig gut. Warten müssen, allem die Zeit lassen, dabei bleiben, auch wenn sich erstmal scheinbar nichts tut. Gedreht wurde der Film am 31. Dezember und am 1. Januar. Es waren die einzigen Schneetage. Am Übergang vom Alten zum Neuen, auf der Schwelle. transform – ein Kompostiervorgang, ein Transformationsfeuer, in welches all das aus dem Lebenskoffer gegeben wird, was hinderlich ist, was überfällig ist oder reif zum Gehen – von zu kleinen Schuhen, einengenden Lebensverträgen bis … transform weiterlesen

If you want me, I will be the one – Die Ausstellungseröffnung

Die Ausstellung ist fertig, eröffnet und sie wird bis zum 20. September in dieser Form im frauen museum wiesbaden zu sehen sein. Die Schrate freuen sich über alle Besuche. Es war eine intensive Woche im Museum, in der ich staunend einer großen Kuratorin zusehen konnte. Beatrixe Klein hat auf eine geheimnisvoll stille und wunderbar schräge Weise den Faden gesponnen, das Ausstellungskonzept entworfen, es sterben lassen, neu entwickelt und ich bin ihr gefogt, mit großem Spaß. Mea, Inga und ich haben geschrättl-talked, sind im Aufzug vor lauter Aufregung fast ohnmächtig geworden, haben uns gefragt, wie wir uns nur in diese Situation … If you want me, I will be the one – Die Ausstellungseröffnung weiterlesen

Schratereise im Schnee

Eröffnung am 25. Januar um 12 Uhr, jetzt geht´s los. Der Wagen ist bis unters Dach vollgeladen. Mit Behausungen für die Schrate, Gewänder für den Schrätt-Talk, Normalgewand, Malgewand, Farbeimer, Postkarten, Bücher und noch zig anderen Dingen. Es ist eine Reise ins Museum, für neun Tage. Katalina weiß es schon und ist latent frustriert. Sie setzt sich vor die Kisten und wird wie ein Stein. Am liebsten hätte sie immer alle beisammen, samt den Schrättlis, vor allem ihrer Himbeermaus. Und dann sollen wir alle als Rudel zusammen im Bett schlafen, bis es uns ganz heiß wird. Im frauen museum wiesbaden ist … Schratereise im Schnee weiterlesen

Schrättlein und Wunderdinge

Es ist die Kontaktaufnahme zwischen zwei Unterschiedlichen zu sehen. Was sich durchzieht ist die Wichtigkeit von ROT. Dann geht es um Herzblutungeheuerlichkeiten, um scheinbar Harmloses, um Ungeniertes, um eine Geschichte von der Lust auf Tiger und andere Wunderdinge. In zwei Wochen, am 25. mittags, sind all die Schrättlein zur Kontaktaufnahme und Berührung bereit. Sie sortieren sich gerade im frauen museum wiesbaden. Wie nicht anders zu erwarten, gibt es bisweilen ein Gezicke und dann wieder haben sie sehr klare Vorstellungen wie sie sich präsentieren möchten, wie ihre Behausungen sein sollen und lauter so Sach. Schrättlein und Wunderdinge weiterlesen