Das Sommermädchen des Südens

Sinnlichkeit und Lust, trotz Temperatursturz um zwanzig Grad und Regen. Blumen im Salat, Lieder, mein Südland erkunden, die Versehrtheiten des Sommerkindes in mein Herz legen, ihnen Bilder und Klang geben, Wunden in Kraft verwandeln. Wild und frei, ungebändigt und voller Sinnenlust bewegen wir uns im Sommer des Lebensrades. Ein lustvoll zerrissenes Kleid, Erdenhände, vergessene Zeit, Schmatzen und zerzauste Haare – Leben feiern. Das Sommermädchen des Südens weiterlesen

Lebensrad in der Villa Kassandra

Heute ist ein Reisetag. In die Edeka mit Gustav, zur Christa in die Wirtschaft mit Sabine und von dort gleich weiter – über und an die Grenze, Schweiz, Frankreich, alltägliche Wirklichkeit und Nagualweite. Freundinnenzeit mit Orna und Barbara zuerst, dann Ritualzeit in der Kassandra mit Susann und vielen Frauen. Lebensrad, schamanische Mesa … irgendwann der Rücktransport all der Geschichten, über die Grenzen in meinen Alltag und integrieren. Darum geht es. Es ist eigentlich klar und leicht gesagt, das mit der Integration der Erfahrungen, Begegnungen, Bilder, Geschichten. Und es ist nicht einfach, erfordert Zeiträume, Behutsamkeit. Manchmal ist es zu viel, zu schnell, … Lebensrad in der Villa Kassandra weiterlesen

Heiliger Frühlingsputz

Entstauben, Winterreste wegkehren, Ecken ausfegen. Reinigung als wichtige schamanische Tätigkeit. Da bin ich doch gut dabei im Alltag, im Haushalt. Ich liebe meinen Staubsauger, ein magic tool, das mir alles reinigt. Er macht seine tiefen Gesänge, ich kann mich gesanglich einklinken, schiebe mit ihm durch die Zimmer, schalte manchmal auf High-speed oder Tiefenreinigung und gehe in dem Bewusstsein, dass ich all meine Verstaubungen vor ihn auf den Teppich lege und sie aufsaugen, entfernen, reinigen lasse. Er nimmt sogar das mit, was ich gar nicht sehe, weil es so winzig kleine Flunserl von … sind. Mögen sie alle wohlbehütet im Staubsaugerbeutel … Heiliger Frühlingsputz weiterlesen

Ich gebe meine Stimme frei

Meine Stimme – ich habe sie wiedergefunden. Als Kind war sie noch verbunden mit anderen Welten und sie war frei. Damals habe ich gerne gesungen, tiefe, seltsame Töne von mir gegeben, stundenlang. Dabei habe ich riesige Flächen mit Zeichenteppichen überzogen, mich in Trance gesungen, geschaukelt, den Linien Klänge gegeben und alles knarzend benannt, was ich tue. Bewegung, Klang, Bild – alles war noch miteinander verknüpft. Die Kunst der Kindertage, die von einem heilen Ausdruck erzählt. Was ist dann passiert? Bildungsstätten, vereinbarte Codes erlernen müssen. Intellekt war gefragt, rationaler Zwang. Mein Singen wurde beschämt, Zweifel an meiner Stimme kamen auf und … Ich gebe meine Stimme frei weiterlesen

Hinter der Hag

Auf der Hütte, hinter der Hag, hinterm Dorfrand, fast schon in der Bergwildnis. Und dementsprechend sehen die aus, die zu Besuch kommen. Ein Hermelin, das zum Fenster hereinschaut und uns den Tag über begleitet. Eine Wölfinfigur. In den Bergen bei Ursula Kaiser, einer uralten Freundin, mit der ich ganz neue, alte Wege wiedergefunden habe. Sie hat mir früher Zaubergärten gezeigt und wie ich Skulpturen formen kann. Mit ihr habe ich Trommelsessions auf Kochtöpfen gemacht und in Regentonnen gebadet. Alltag zelebriert. Jetzt bestaune ich wie sie Wohnorte für Geister macht und die Spirits einlädt, Platz zu nehmen in den geheimnisreichen Figuren. Die … Hinter der Hag weiterlesen

Wölfinnentreffen

Wenn sich die weiße Decke der Langsamkeit und Stille übers Land legt, fordert Winter bei uns hier manchmal die Kraft der kleinen Feuer ein. Die Straßen sind zu, es ist nicht möglich in die Berge zu fahren wie geplant. So treffen wir uns dort, wo wir zu Fuß hinkommen. Und so sind es wenige Frauen am Feuer. Drei. Christine, Wildjugendbezähmerin, Wilde überhaupt, Clownende, eine, die ein Wolfsrudel hat. Inga, Tierflüsterin, Lehmbauerin, Kinderbezauberin. Und ich. Bei den Haida in Kanada war Winterzeit die Zeit, in der alle Tribes zusammenkamen und im Langhaus miteinander lebten. Es war die Zeit, der großen Zeremonien, … Wölfinnentreffen weiterlesen

Korea – Schamaninhaus

Die Jahresnachlese beginnt für mich. Dazu gehört die Reise nach Korea, die Zeit im Schamaninhaus von Kim Keum Hwa. Nach den Maoriheilerinnen waren die koreanischen Schamaninnen (Mudang) welche, die ich in gemeinschaftlichen Heilzeremonien erlebt habe. Das hat eine alte Sehnsucht, eine Erinnerung gebracht. Und es war Inspiration, mit den Frauen an meinen Feuern zusammen noch mehr und tiefer Ritualperformances zu konzipieren und umzusetzen. Im Schamaninhaus habe ich getanzt, getrommelt, die Fülle genossen, das kraftvolle Selbstverständnis der Mudangs eingeatmet, Heilrituale bezeugt, mich forttragen lassen von den stundenlangen Gesängen, der Flöte, den Trommelrhythmen. Die Bilder sind von Susanne Bayer, wunderbare Reisegefährtin und … Korea – Schamaninhaus weiterlesen

Schamanismus und Ökologie

In der Zeitschrift connection Schamanismus special (Nr. 4) ist ein Artikel von mir. Ich erzähle von meinen Erfahrungen in Kanada, von den Nordwegen und der Weisheit der First Nations. Schamanische Lebensweisen und ökologisches Tiefenverständnis gehören für mich zusammen. Yukon, Alaska, der Norden Kanadas mit seiner Wildnis hat mich anerkennen lassen, dass ich als Frau der bayrischen Mildnis keine skills habe, um dort zu überleben. Und ich durfte verstehen, wie wichtig es ist, den Gesetzen der Wildnis zu folgen, mitzugehen, diese Wildnis selbst zu werden, Stein, Fluss, Rabe, Bärin zu werden, um etwas von den uns umgebenden Feldern zu verstehen, um … Schamanismus und Ökologie weiterlesen