Winterlauschen

Zum Kurzfilm Winterlauschen“ Den Faden mit der Erfindung von Bräuchen weitergesponnen. Ich finde, dass die Winter immer schneller, lauter, dicher werden und das Staade, das Lauschen, das Langsame, das in diese Zeit gehört, keinen Platz mehr findet. Deshalb habe ich ihm mit dem Brauch des Winterlauschens einen Platz eingeräumt. Im Schnee liegen, die Kälte spüren, sich einschneien lassen und horchen, lauschen, loosen, was tief in der Erde geschieht, was sich vorbereitet, welche Samen bereit sind, was kommen mag, was der Wintergeist an Botschaften bereithält. Die Bauern erlauschen Botschaften für die Ernte und die Wettergeschehnisse. Die anderen gehen hinaus und bekommen … Winterlauschen weiterlesen

Heimatgwand

Ein Pixie aus dem Heimatfeld | Heimatgwand – zum Buch Das Heimatgwand ist eine Sammelstelle. Es besteht aus ganz vielen Teilen, die zusammengehören und doch nie alle zusammen getragen werden können, weil es so viele sind. All diese Teile zusammen machen mein Heimatgewand aus. Es sind gefundene und geschenkte Teile, welche aus den alten Großmutterschürzen und Knöpfe aus der weitergegebenen Knopfschachtel, dem Orakel meiner Kindertage, die irgendwann von meiner Mutter zu mir gewandert ist. Angetrachteltes in Kombi mit ganz Normalem, Schlumpfsach und Asiatischem. Kräuter sind eingenährt und die Rocksaumnotizen geben Auskunft über meine Erkenntnissen und Bewegtheiten auf meinem Weg. Es … Heimatgwand weiterlesen

Die Quellen-Sage

Die Lengenfelder Quelle und die Traummacherei – Zum Pixie Die Lengenfelder Quelle und die Traummacherei Mit der Lengenfelder Quelle hat es eine seltsame Bewandtnis. Es ist nämlich so, dass die Meisten von ihrer Existenz nichts wissen. Und die, die sie kennen, können es nicht beweisen, weil sie sich bei den Ortsbegehungen zu entziehen weiß. Sie speist die Menschen mit Traumzeitgeschehen. Bei ihr lernt man, wie es geht, freizügig ins Unreine zu träumen und das dann wirklich werden zu lassen. Die Quelle ist hinten bei den Feldern, am Ortsrand. Das Freitagswasser soll besonders förderlich sein für die Traummacherei und den Zugang dazu. Einmal hat eine alte … Die Quellen-Sage weiterlesen

Die Wildsau-Sage

Die Wildsau vom Sachsenrieder Forst – Zum Pixie Diese Sage hat sich entwickelt, als ich mit Inga herumgestromert bin. Wir haben lange über die Wildsaukraft gesprochen, wie wichtig sie ist. Ob und wieviel wir sie rauslassen sollen, wo sie was machen würde. Wir haben Feldwege und Situationen durchwandert, gelacht, Dinge gesagt, die schon viel Wildsaukraft hatten. Und weil die Wildsauen ja in der Nähe waren und wir von ihnen inspiriert, ist eine Sage daraus geworden. Die Wildsau vom Sachsenrieder Forst Der Sachsenrieder Forst hütet manch ein Geheimnis. Eines davon ist das von einer alten, riesigen Wildsau. Sie ist aus der … Die Wildsau-Sage weiterlesen

Die Nebelfrau vom Wessobrunner Buch

Die Nebelfrau vom Wessobrunner Buch – Zum Pixie Heimat, da gehören die Sagen und das Brauchtum dazu. Bräuche und Heimatsagen zu erfinden, das ist ein bisschen wie wildern in einem Kuhstall mit heiligen Kühen. Ich glaube, das geht nur aus einem Beheimatetsein heraus, also wenn man den Stall und die heiligen Kühe gut kennt. Weil ich sie kenne, wage ich es zu wildern, um sie von innen heraus zu erfrischen, die Kultur. Ich will meine Heimat mitgestalten. Vielleicht ist das grundsätzlich die Türe ins Heimatfeld. Beteiligt sein im Kulturfeld, Teil davon, von mir mitgestaltet. So wirke ich auf dieses Feld. … Die Nebelfrau vom Wessobrunner Buch weiterlesen

Herbstklopfen

Herbst werd´s. Mit Ute Geuder herumstromern, pirschen, auf Herbstspuren im Dorf, auf den Feldern, in der Gegend herumziehen. Filmen, gründeln, das Herbstklopfen als Brauchtum erfinden. Das Klöpfeln oder Klopfen gibt es in den Bräuchen öfters. Es könnte ein Herbstklopfen geben. In diesen Tage sind die letzten Felder abgeerntet worden, die Rabenkrähen und die Stoppelfelder, das Gelb und Rot, die Kühle, die ersten Nebel, Herbstbunt und die längeren Nächte künden es, Herbstgeschichten erzählen sich her. Von Draussen haben wir Töne und Bilder mitgebracht und einen Kurzfilm gemacht. Herbstklopfen – Zum Film   Herbstklopfen weiterlesen

Heimatsagen

Heimat wohnt in den Geschichten. In den Geschichten stellen sich meine heimatlichen Lebenskräfte dar. Es sind verrückte mythische Sagen vom Land, samt seinen Wesen. Wie den Schleierweiblein, den Heimatheiligen, der Geisterwelt, es ist der Mythenkreis, das Sagengut rund um meinen Lebensbereich. Mythische Sagen aus den verschiedenen Landstrichen und Jahreszeiten. Es gibt viele Sagen, viele seltsame und auch blöde, wenige, die mich ansprechen. Deshalb erfinde ich selber welche. Mit der Sage vom Eglsee und dem Eglfisch geht es los. Der Eglfisch – zum Buch DER EGLFISCH Am Eglsee in Hagenheim gibt es einen alten Steg hinten im Schilf. Bei demselben ist es … Heimatsagen weiterlesen

Heimat2

Heimat – ich will genauer ergründen, was sie ist, was für mich zu meiner Heimat gehört, was diesen seltsamen Begriff ausmacht. Heimat2 – zum Buch Heimat lässt sich irgendwie gar nicht richtig definieren. Weil es so individuell ist. Eine Konstruktion ist es auch, ein Orientierungskonzept. Ein Sehnsuchtsraum vielleicht. Ich schwimme im Cocktailglas meiner Heimat herum und ergründe, was da alles für Ingredienzien sind. In meiner Cocktailheimatsuppe fühle ich mich aufgehoben. Das hat sie wohl so an sich. Meine heimatliche Nahwelt ist weiß-blau, meine heimatliche Fernwelt ist asiatisch. Zentral- und ostasiatisch um genauer zu sein. Das hat gebraucht, bis ich das wusste. … Heimat2 weiterlesen

Heimat

Eine neue Pixiespur ist Heimat. Es ist auch eine alte Spur in meiner Arbeit. Verwurzelt fliegen erzählt viel davon, von den Wurzeln, dem Grounding, dem Beheimatet Sein. Heimat – zum Buch Es gibt Zeiten, da ist das mit der Heimat weichgezeichneter, unschärfer, da lösen sich die festen Umrisse auf. So eine Zeit könnte es gerade sein, weil kaum jemand mehr ein Leben lang am Geburtsort und in festen Clans bleibt. Patchworkheimaten. Ich lese, dass der Plural beim Wort Heimat unüblich ist. Seltsam, ich kenne es für mich eher im Plural, Heimaten, die zusammen sowas wie Heimat ausmachen. Heimat, Felder des Vertrauten, dort, … Heimat weiterlesen

Landing

Wenn In Between durchwandert ist, wenn eine neue Lebensabschnittsblume erblüht, dann sind wir angekommen – am nächstälteren Feuer. Was es bereithält, wer dort sitzt, was es uns für Erfahrungen machen lässt, das steht in den Sternen, vielleicht. Oder auch nicht, weil es noch gar nicht gewebt ist. Die Jüngste am nächstälteren Feuer sein, Grünstrumpfzeiten, Ahnungen, Neulanderkundung. Ist es das Schwarzmondfeuer? Die allererste Öffnungsbewegung einer neuen Lebensabschnittsblume. Es ist aufregend, es ist wie Frühling. So viel Neubeginn. Im Langhaus des Dorfes, des Clans gibt es viele Feuer, die in einer Linie brennen. Das erste ist das Feuer der ganz kleinen Kinder. Sie … Landing weiterlesen