Beim Radieren

In der Winterzeit ist es am schönsten zum Radieren. Der alte Kachelofen knistert, der Schnee bringt die Muße, die Stille und in der Galerie ist es winterruhig. Die Radier-Schrate mache ich in der Galerie-Werkstatt vom Joschi, einem Freund. Die hohe Kunst der Radierung spielerisch, experimentell, teils rumpfuschend angehen, das fordert mich. Das ist dem ähnlich, wenn die Katalina ihren dreifachen Rittberger macht. Am Schluß steht sie dann doch irgendwie und bei mir ist am Schluß dannn doch eine Radierung da. Mich hineinträumen in Werkstattimpressionen. Es entstehen Radierungen von Booten, einer Fährfrau. Sie ist auch ein Schrättlwesen. Rote Druckfarbe auf dem … Beim Radieren weiterlesen

Wo sind die Antworten?

In dieser Sequenz geben verschiedene Schrättlis Impulse zur Antwortfindung. Und wer will nicht so richtig gute Antworten auf dringende Fragen. Wo sind die Antworten? In den Klatschmohnfeldern unserer Träume? In dem Goldfisch, der in uns herumschwinmmt? Falls jemand meint, in ihr oder ihm würde kein Goldfisch herumschwimmen, dann glaube ich das nicht. Sind die Antworten in Knopfschachteln oder bei fragdoch@himmel.de? Es ist unklar. Warum kommen eigentlich weitere Schrättlis, wo doch fast alle in Wiesbaden hängen? Weil die Zahl weiter anwächst, sie malen sich her oder kommen aus der Radierpresse, sie blasen mir Portraitideen ein in der Bäckerei oder lassen sich … Wo sind die Antworten? weiterlesen

transform

Im Winter 2014 wollte ich einen Film drehen, „transform“. Er hat sich, in Ermangelung von Schnee um ein Jahr verschoben. Bei meiner Struktur, der Kombi von Ungeduld und Starrsinn, kommt sowas richtig gut. Warten müssen, allem die Zeit lassen, dabei bleiben, auch wenn sich erstmal scheinbar nichts tut. Gedreht wurde der Film am 31. Dezember und am 1. Januar. Es waren die einzigen Schneetage. Am Übergang vom Alten zum Neuen, auf der Schwelle. transform – ein Kompostiervorgang, ein Transformationsfeuer, in welches all das aus dem Lebenskoffer gegeben wird, was hinderlich ist, was überfällig ist oder reif zum Gehen – von zu kleinen Schuhen, einengenden Lebensverträgen bis … transform weiterlesen

If you want me, I will be the one – Die Ausstellungseröffnung

Die Ausstellung ist fertig, eröffnet und sie wird bis zum 20. September in dieser Form im frauen museum wiesbaden zu sehen sein. Die Schrate freuen sich über alle Besuche. Es war eine intensive Woche im Museum, in der ich staunend einer großen Kuratorin zusehen konnte. Beatrixe Klein hat auf eine geheimnisvoll stille und wunderbar schräge Weise den Faden gesponnen, das Ausstellungskonzept entworfen, es sterben lassen, neu entwickelt und ich bin ihr gefogt, mit großem Spaß. Mea, Inga und ich haben geschrättl-talked, sind im Aufzug vor lauter Aufregung fast ohnmächtig geworden, haben uns gefragt, wie wir uns nur in diese Situation … If you want me, I will be the one – Die Ausstellungseröffnung weiterlesen

Schratereise im Schnee

Eröffnung am 25. Januar um 12 Uhr, jetzt geht´s los. Der Wagen ist bis unters Dach vollgeladen. Mit Behausungen für die Schrate, Gewänder für den Schrätt-Talk, Normalgewand, Malgewand, Farbeimer, Postkarten, Bücher und noch zig anderen Dingen. Es ist eine Reise ins Museum, für neun Tage. Katalina weiß es schon und ist latent frustriert. Sie setzt sich vor die Kisten und wird wie ein Stein. Am liebsten hätte sie immer alle beisammen, samt den Schrättlis, vor allem ihrer Himbeermaus. Und dann sollen wir alle als Rudel zusammen im Bett schlafen, bis es uns ganz heiß wird. Im frauen museum wiesbaden ist … Schratereise im Schnee weiterlesen

Schrättlein und Wunderdinge

Es ist die Kontaktaufnahme zwischen zwei Unterschiedlichen zu sehen. Was sich durchzieht ist die Wichtigkeit von ROT. Dann geht es um Herzblutungeheuerlichkeiten, um scheinbar Harmloses, um Ungeniertes, um eine Geschichte von der Lust auf Tiger und andere Wunderdinge. In zwei Wochen, am 25. mittags, sind all die Schrättlein zur Kontaktaufnahme und Berührung bereit. Sie sortieren sich gerade im frauen museum wiesbaden. Wie nicht anders zu erwarten, gibt es bisweilen ein Gezicke und dann wieder haben sie sehr klare Vorstellungen wie sie sich präsentieren möchten, wie ihre Behausungen sein sollen und lauter so Sach. Schrättlein und Wunderdinge weiterlesen

Schrattratsch

In einer Berliner Zeitung erscheinen interessante Meldungen. Die Künstlerin und Aufdeckungsjournalistin Pia Hausmann im Schrattratsch: „Es ist uns zu Augen gekommen, dass in Bayern drei heilige Schrat-Königinnen gesichtet wurden. Sie erschienen um die Weihnachtszeit in einem Blog / Block der WordPresse und pressen sich dort in Worte. Sie suchen den Weg nach Wiesbaden in ein Museum und hoffen, dass die Sache unter einem guten Stern steht. Dies wiederum brachte Aufruhr nach Berlin, denn schon vor langer Zeit wurden dort zwei heilige Königinnen-Schrate gesehen. Ihnen ist aber sowohl Wiesbaden, als auch ein Museum völlig egal. Was mag ihre Botschaft sein? Wohin führt ihr … Schrattratsch weiterlesen

Katzenhaus Fortsetzung

Weitere Radierungen sind entstanden zum Katzenhaus und dem Schrättl-Talk. Ob die Radierungen im Museum gezeigt werden ist fraglich, weil es viel zu viel Zeug ist, das wir haben. Vielleicht werden sie erst im Sommer aufgehängt. Den Katzenschraten aus dem Katzenhaus ist es egal, sie sind so mit sich und ihren Besuchen beschäftigt. Wie mit dem Besuch des Katzenschrättleins namens „n“. Es heißt klein n, weil es noch klein ist und wenn es groß ist, heißt es groß N. Andere Besuche kommen auch noch. Dies Bilder sind die Fortsetzung von under pressure, dem Holperstolper-Weg mit der Frottage-Radierung. Under pressure ist ein Film aus dem … Katzenhaus Fortsetzung weiterlesen

Ist Katalina ein Schrat?

Katalina kommt punktuell ins Spiel, immer wenn sie will und nie, wenn sie nicht will. Das hätte sie mit sich für diese Inkarnation so vereinbart. Sie sagt, wenn die Himbeermaus, mit der sie eng befreundet ist, zum Film geht, dann sie auch. Dieser Schratefilm ist nicht besonders aufregend und er hat gewisse Längen, wegen Katalina. Es ist unklar, ob es sich bei ihr um eine Katze handelt oder um einen Katzenschrat. Das war von Anfang an so. Sie sieht die Geister im Haus, sie kann lachen und nachts singt sie manchmal. Das klingt, als würde von weit her eine Frau … Ist Katalina ein Schrat? weiterlesen

In den Schrättl-Talk hineinwachsen

Inga, Mea und ich arbeiten an den Papiergewändern. Manches will überhaupt nicht gelingen, schaut völlig blöd aus oder scheint die ultimative Lösung zu sein und beim ersten Einkleiden löst es sich auf. Wir haben nicht gelernt, wie man aus Zeitungen Röcke macht, das ist Neuland. Ein Nachmittag ist den Kopfbedeckungen gewidmet. Die Schrate sind eigen, sie wollen, wenn sie durch uns sprechen, auch entsprechend behutet sein. Alle wollen Antennen. Das bräuchten sie, Geweihe, Hörnli oder Antennen. Anproben, lachen, rumfaxen, die Schrate einladen, mit ihnen in Kontakt gehen. „Gell, das wird öffentlich“, wir verhandeln, damit es ein bisschen kontrollierbarer wird. Stunden … In den Schrättl-Talk hineinwachsen weiterlesen