Heimat und die Wiederholung

zum Pixiebuch Heimat, das ist zig mal Wiederholtes. Vertraut, bekannt, oftmals erlebt, viele Male durchwandert. Lebensbegleitendes wie Feste, Rituale, Abläufe sind in vielen Zusammenhängen erkundet, genauso wie die Berührung von Frühling oder Schnee. Sie sind wiederkehrend und doch immer anders. So weiten sich die Jahresringe des Vertrauten, sich Wiederholenden. Es sind rhythmische Wiederholungen. In der Wiederholung liegt die Kraft – etwas festigt sich, prägt sich ein, intensiviert sich, sinkt hinein, bringt die Übung und das Können. Deshalb kommt die Wiederholung in Kinderreimen oder magischen Formeln und Zauberspürchen vor. So wird es verinnerlicht. Das vertraute Gefühl und die Sicherheit wächst. Im … Heimat und die Wiederholung weiterlesen

Winterlauschen

Zum Kurzfilm Winterlauschen“ Den Faden mit der Erfindung von Bräuchen weitergesponnen. Ich finde, dass die Winter immer schneller, lauter, dicher werden und das Staade, das Lauschen, das Langsame, das in diese Zeit gehört, keinen Platz mehr findet. Deshalb habe ich ihm mit dem Brauch des Winterlauschens einen Platz eingeräumt. Im Schnee liegen, die Kälte spüren, sich einschneien lassen und horchen, lauschen, loosen, was tief in der Erde geschieht, was sich vorbereitet, welche Samen bereit sind, was kommen mag, was der Wintergeist an Botschaften bereithält. Die Bauern erlauschen Botschaften für die Ernte und die Wettergeschehnisse. Die anderen gehen hinaus und bekommen … Winterlauschen weiterlesen

Heimatgwand

Ein Pixie aus dem Heimatfeld | Heimatgwand – zum Buch Das Heimatgwand ist eine Sammelstelle. Es besteht aus ganz vielen Teilen, die zusammengehören und doch nie alle zusammen getragen werden können, weil es so viele sind. All diese Teile zusammen machen mein Heimatgewand aus. Es sind gefundene und geschenkte Teile, welche aus den alten Großmutterschürzen und Knöpfe aus der weitergegebenen Knopfschachtel, dem Orakel meiner Kindertage, die irgendwann von meiner Mutter zu mir gewandert ist. Angetrachteltes in Kombi mit ganz Normalem, Schlumpfsach und Asiatischem. Kräuter sind eingenährt und die Rocksaumnotizen geben Auskunft über meine Erkenntnissen und Bewegtheiten auf meinem Weg. Es … Heimatgwand weiterlesen

Die Wildsau-Sage

Die Wildsau vom Sachsenrieder Forst – Zum Pixie Diese Sage hat sich entwickelt, als ich mit Inga herumgestromert bin. Wir haben lange über die Wildsaukraft gesprochen, wie wichtig sie ist. Ob und wieviel wir sie rauslassen sollen, wo sie was machen würde. Wir haben Feldwege und Situationen durchwandert, gelacht, Dinge gesagt, die schon viel Wildsaukraft hatten. Und weil die Wildsauen ja in der Nähe waren und wir von ihnen inspiriert, ist eine Sage daraus geworden. Die Wildsau vom Sachsenrieder Forst Der Sachsenrieder Forst hütet manch ein Geheimnis. Eines davon ist das von einer alten, riesigen Wildsau. Sie ist aus der … Die Wildsau-Sage weiterlesen

Die Nebelfrau vom Wessobrunner Buch

Die Nebelfrau vom Wessobrunner Buch – Zum Pixie Heimat, da gehören die Sagen und das Brauchtum dazu. Bräuche und Heimatsagen zu erfinden, das ist ein bisschen wie wildern in einem Kuhstall mit heiligen Kühen. Ich glaube, das geht nur aus einem Beheimatetsein heraus, also wenn man den Stall und die heiligen Kühe gut kennt. Weil ich sie kenne, wage ich es zu wildern, um sie von innen heraus zu erfrischen, die Kultur. Ich will meine Heimat mitgestalten. Vielleicht ist das grundsätzlich die Türe ins Heimatfeld. Beteiligt sein im Kulturfeld, Teil davon, von mir mitgestaltet. So wirke ich auf dieses Feld. … Die Nebelfrau vom Wessobrunner Buch weiterlesen

Herbstklopfen

Herbst werd´s. Mit Ute Geuder herumstromern, pirschen, auf Herbstspuren im Dorf, auf den Feldern, in der Gegend herumziehen. Filmen, gründeln, das Herbstklopfen als Brauchtum erfinden. Das Klöpfeln oder Klopfen gibt es in den Bräuchen öfters. Es könnte ein Herbstklopfen geben. In diesen Tage sind die letzten Felder abgeerntet worden, die Rabenkrähen und die Stoppelfelder, das Gelb und Rot, die Kühle, die ersten Nebel, Herbstbunt und die längeren Nächte künden es, Herbstgeschichten erzählen sich her. Von Draussen haben wir Töne und Bilder mitgebracht und einen Kurzfilm gemacht. Herbstklopfen – Zum Film   Herbstklopfen weiterlesen

Heimatsagen

Heimat wohnt in den Geschichten. In den Geschichten stellen sich meine heimatlichen Lebenskräfte dar. Es sind verrückte mythische Sagen vom Land, samt seinen Wesen. Wie den Schleierweiblein, den Heimatheiligen, der Geisterwelt, es ist der Mythenkreis, das Sagengut rund um meinen Lebensbereich. Mythische Sagen aus den verschiedenen Landstrichen und Jahreszeiten. Es gibt viele Sagen, viele seltsame und auch blöde, wenige, die mich ansprechen. Deshalb erfinde ich selber welche. Mit der Sage vom Eglsee und dem Eglfisch geht es los. Der Eglfisch – zum Buch DER EGLFISCH Am Eglsee in Hagenheim gibt es einen alten Steg hinten im Schilf. Bei demselben ist es … Heimatsagen weiterlesen

Heimat2

Heimat – ich will genauer ergründen, was sie ist, was für mich zu meiner Heimat gehört, was diesen seltsamen Begriff ausmacht. Heimat2 – zum Buch Heimat lässt sich irgendwie gar nicht richtig definieren. Weil es so individuell ist. Eine Konstruktion ist es auch, ein Orientierungskonzept. Ein Sehnsuchtsraum vielleicht. Ich schwimme im Cocktailglas meiner Heimat herum und ergründe, was da alles für Ingredienzien sind. In meiner Cocktailheimatsuppe fühle ich mich aufgehoben. Das hat sie wohl so an sich. Meine heimatliche Nahwelt ist weiß-blau, meine heimatliche Fernwelt ist asiatisch. Zentral- und ostasiatisch um genauer zu sein. Das hat gebraucht, bis ich das wusste. … Heimat2 weiterlesen

Landing

Wenn In Between durchwandert ist, wenn eine neue Lebensabschnittsblume erblüht, dann sind wir angekommen – am nächstälteren Feuer. Was es bereithält, wer dort sitzt, was es uns für Erfahrungen machen lässt, das steht in den Sternen, vielleicht. Oder auch nicht, weil es noch gar nicht gewebt ist. Die Jüngste am nächstälteren Feuer sein, Grünstrumpfzeiten, Ahnungen, Neulanderkundung. Ist es das Schwarzmondfeuer? Die allererste Öffnungsbewegung einer neuen Lebensabschnittsblume. Es ist aufregend, es ist wie Frühling. So viel Neubeginn. Im Langhaus des Dorfes, des Clans gibt es viele Feuer, die in einer Linie brennen. Das erste ist das Feuer der ganz kleinen Kinder. Sie … Landing weiterlesen

Goodbye Doña Flor

Die Geschichte der Señora, die Abschied nimmt von einer Lebensabschnittsblume. Vielleicht einer roten. Lange hat sie mit Doña Flor getanzt, hat Doña Flor erblühen sehen, sich neigen und alt werden. Blütenblätter fallen, alte Feuer gehen aus. Erblüht, gerundet, vollendet. Der Tanz will ganz zu Ende getanzt werden, ganz durchwandert. Das Knospen ahnen im Loslassen. Im Rundtanzen Raum für eine neue Lebensabschnittsblume aufmachen. Goodbye Doña Flor – zum Buch Fotografie und Bemalung der Señora: Anke Rammé Firlefanz http://www.anke-firlefanz.de Goodbye Doña Flor weiterlesen