Ramadama und Restlverwertung

Weil mir gerade nicht wirklich was Kluges einfällt, habe ich angefangen, Schubladen auszuräumen und die Schnipsel und Reste von den Pixiebüchern auszumisten. Dabei legte sich manches spielerisch nebeneinander und wollte bleiben. Es darf schmarrig sein, das ist ein guter Einstieg für neue Geschichtenspuren. So mache ich es auch hin und wieder mit den Kleiderschränken. Von den aussortierten Kleidern Teile rausschneiden und neu zusammensetzen. Geschichtengewänder werden es, weil sie sehr unterschiedliche Reisen und Wege zurückgelegt haben und sich im Tragen des Flickengewands auf einmal etwas ganz Neues her erzählt. Texte und Fäden, Wortgewebe, Text-iles, Bildgespinste, Geschichtenfelder – das nimmt meine Nase … Ramadama und Restlverwertung weiterlesen

Wirrwarr – Geschichtenerfrischung

zum Wirrwarr-Buch – Klick In der Reise zur Närrin habe ich einen Text zu Geschichten und dem Verrücken geschrieben: Wortströme, Werbetexte, Falschnachrichten, Gebrauchsanweisungen, Pin-Nummern, Formulare – manchmal ist es wie im strömenden Regen stehen. Es prasselt auf uns ein, schnell, immerzu strömend, bis man auf die Haut durchweicht und zugetextet ist. Es ist die tägliche Routinekost unserer Zeit. Da wäre eine Leerung wünschenswert. Papierkörbe bieten sich an, Wertstoffhöfe und Geister, welche den entleerten Raum bewohnen möchten. Vieles ist verrückt in unserer Zeit. In solchen Zeiten braucht es das Verrückte selbst, um dem gut zu begegnen. So wie nur die MeisterInnen … Wirrwarr – Geschichtenerfrischung weiterlesen

Geschichten von Verbundenheit

Solche Geschichten sind beeindruckend. Bei Geschichten von Verbundenheit geht es um scheinbar zufällige Begegnungen voller Schicksalshaftigkeit. Und um Wegkreuzungen, auf denen sich unwahrscheinliche Dinge ereignen. Es sind Geschichten von Synchronizitäten, die voller Magie sind. Deshalb werden sie auch viele Male erzählt. Sie faszinieren und lassen staunen durch das Besondere an Verknüpfungen und Geschehnissen. Sie erinnern uns daran, wieviele ungewöhnliche Begegnungen und Wechselbeziehungen von besonderer Bedeutung es in dem geheimnisvollen Netz der Verbundenheit gibt. Das mächtige kosmische Geschehen lässt Menschen auch in jedem Alter und mit noch so viel Erfahrung staunen und voller Ehrfurcht auf das große Mysterium schauen. Alles kann … Geschichten von Verbundenheit weiterlesen

Vom Westen in den Osten getragen

Zum Buch „Angeschaut, freigegeben“ – Klick Der Westen im Lebensrad ist die Heimat des Erzählens der eigenen Geschichte, der Ort der Innenschau. Dort beginnen wir, die Geschichte über uns zu erzählen. Dort wird uns unsere Geschichte bewusst. Sie bekommt Worte. Sie wird gespürt. Es ist die Zeit des Herbstes, des Erinnerns. Daraus weben sich die Geschichten. Klarheit wächst an diesem Punkt im Lebensrad in die Menschen, in uns hinein. Über das, was wir sind, was wir gut können, was nicht, was wir mögen und was nicht. Darüber, was unsere Werte sind und was die eigenen Gaben. Gefühle bekommen Worte. Warum … Vom Westen in den Osten getragen weiterlesen

Schöpfungsgeschichten

Klick zum Film Sie sind allgegenwärtig. Wir finden sie in Familien, Kulturen, Gemeinden, Städten, Ländern, bei Firmen und Einzelpersonen. Es scheint, als bräuchten Menschen Schöpfungsgeschichten, Geschichten über den Ursprung, Geschichten, die Antwort geben auf die Frage: „Wie hat etwas angefangen? Wie sind wir ins Leben gekommen? Wie sind wir xy geworden?“ Die großen Schöpfungsgeschichten wie die Bhagavad Gita, die der First Nations, die Genesis, die Edda und andere, sind erhellend, um zu verstehen, auf welcher Basis Gemeinschaften und Kulturen gründen. Die persönlichen Schöpfungsgeschichten finde ich jedoch noch viel interessanter für Wachstum und Heilung. Was erzählt denn unsere Familie über unsere … Schöpfungsgeschichten weiterlesen

Die Schneefrau

Geschichten bewahren Klick zum Schneefraubuch Es ist eine alte Kunst, das Geschichtenerzählen und eine wichtige Hütekraft. Die Geschichten wollen ans Feuer, sie wollen erzählt und bezeugt werden. Die Geschichtenfeuer sind wenige in unserer Gesellschaft. Und die Kunst, die wichtigen und besonderen Geschichten weiterzugeben an die nächsten Generationen ebenso. Oft verschwinden die Geschichten unerzählt und dann wieder ergießt sich ein schier nicht enden wollender Wortschwall aus Menschen heraus. Bei vielen Indigenen gibt es Leute, die dafür zuständig sind, Geschichten zu bewahren, zu hüten, das Wesentliche herauszuschälen, den roten Faden zu halten und als gute Nahrung weiterzugeben. Manche bewahren die Genealogie. Sie … Die Schneefrau weiterlesen

Oans, zwoa, drei, transformiert is

Vor langer Zeit habe ich von einer seltsamen Technik der Karmareinigung gehört, aus dem buddhistischen Feld. Es ist ein mehrmaliges Lebensgeschichtenerzählen. Sowas wie eine narrative Transformationstechnik. Ich habe die Technik etwas abgewandelt und dazu einen Kurzfilm gemacht. Der Klick zum Film Bei mir geht es so: Man erzähle und schreibe die eigene Lebensgeschichte von der Geburt bis jetzt. Immer am Lebensfaden entlang – erinnern, was alles war, mit den Details, den Mustern, den Begegnungen. Die Kindheit durchwandern, die Feuer, an denen wir saßen, das Erwachsen. Alles betrachten, schauen, den eigenen Weg bezeugen, ehren, anerkennen wie es war, loslassen, was Zeit ist. … Oans, zwoa, drei, transformiert is weiterlesen

Geschichtenwege im Rollbuch

zum Rollbuchfilm Wenn es um Geschichten geht, dann taucht der Clan der Geschichtenerzählenden auf und mein Weg als Geschichtenerzählerin. Es ist einer meiner wichtigsten Clans. Deshalb kann ich das Wachsen der Geschichtenerzählerin und ihrer Medizin so genau erinnern. Als kleines Kind, mit der ganz jungen Geschichtenmedizin, habe ich sie vor allem den Tieren, meiner Mutter und den Puppen zukommen lassen. Dann haben mir meine Eltern ein Kasperltheater gekauft samt den Figuren. Wir haben diese je nach den Geschichten ändern müssen, immer wieder neu. Das Nichtvorhandensein eines ausgereiften Fernsehprogramms hat mich unzählige Geschichten spielen lassen für meine Freundinnen und Freunde. Wenn uns … Geschichtenwege im Rollbuch weiterlesen

Witterung aufnehmen

Es ist Herbst und die Ernte von mehreren Jahren ist eingemacht, in Form eines Buches, das von den Wegen der Wanderin im Grenzland erzählt. Über den Winter bekommt es noch Würze, wird gefeilt und verfeinert und wird im neuen Jahr in die Welt gehen. Und nun? Wie soll es weitergehen? Es spürt sich an wie in einen Nebel hineingehen. Dort sind die Bilder unscharf und alles verflüchtigt sich. Ungeduld ist hinderlich und dennoch da. Die Nase in den Wind heben, Witterung aufnehmen. Es ist vage. Das ist meist so nach einer Ernte, das kenne ich. Spielen, Beliebiges hinwerfen, den Schritt … Witterung aufnehmen weiterlesen

Heimat und die Brüche

Ich finde sie auf Reisen, in anderen Kulturen, in der Fremde. Die Heimatmomente, die plötzlich auftauchen, entdecke ich in seltsamen Winkeln, an Geisterorten und in speziellen Tempeln. Sie sind mir vertraut, wegen der Brüche, wegen des Schrägen, Merkwürdigen. Es sind die Momente, wenn sich Schmunzeln und Fragen mischen, wenn die Irritation kommt, wenn es uneindeutig wird. Vertraut sind mir die Orte, die nicht so leicht einzuordnen sind, weil sie Unterschiedliches beherbergen. Sie haben etwas Wildes. Dort zeigt sich die Närrinkraft. Manchmal ist es eine Mixtur aus Buddhistischem und Ortsgeistern, einem Gartenzwerg und Plastikbären, Hindugottheiten und einer kleinen Porzellangöttin. An solchen … Heimat und die Brüche weiterlesen