Geisterzeit

Rauhnachtsblues in Rot. Den Blues vergesse ich übers Jahr und doch kommt er zu den Rauhnächten. Es knarzt, Geschäftiges entzieht sich, es ist ein bisschen wie aus der Zeit fallen, in die Nachdenklichkeit hinein. Vieles hinterfragen, abklopfen. Die Geister lassen sich auch nicht wirklich portraitieren, sie bleiben schemenhaft. Keine Träume, obwohl doch Träume in den Rauhnächten so bedeutsam wären. Oder wenn, dann so wirr-komplex, dass die vielen Aspekte zusammen keinen Sinn ergeben. Und das, wo doch Träume in den Rauhnächten so wichtig wären. Als würde sich alles entziehen, der Boden nachgeben und vielleicht nur das Narrenkastl übrigbleiben. Ich bin froh, wenn die … Geisterzeit weiterlesen

Ins Narrenkastl schaun

Die lange Weile zieht bei mir im Winter gerne ein. Vor allem in den Rauhnächten. Sie ist eine Keimzeit für vielerlei wundersame Ereignisse. Luisa Francia hat mich an etwas erinnert, ans Narrenkastl. Ins Narrenkastl schauen, nichts tun, tandeln, vor sich hinstieren, verweilen, Zeit verstreichen lassen. Das Narrenkastl könnte auch so eine Art Nullraum sein. Ins Nix schauen. Das wäre ja ein richtiges Winter-Contrary-Programm zum Standardwinterprogramm. Die Systemverweigerung im nur Schauen. Still die Geschäftigkeit betrachten. Gedankenverloren vor sich hinschauen, in eine leichte Trance gehen. Ins imaginierte Winterweiß eintauchen oder den Nebel, ins Himmelsblau oder andere Welten, mich in Zeit und Raum verlieren … Ins Narrenkastl schaun weiterlesen

Humor weiblich

„Die lachende Frau,“ das ist viel komplizierter als nur „Lachen“. Da sind wir wieder bei der Frage, wer über was oder wen lachen darf. Frauen über Männer? Über Macht und Machthabende und das, was sie tun und sind? Es ist doch so, dass normalerweise Frauen die Witze machen, den humorvollen Input geben und Männer darüber lachen. Wenn jemand den Lebensunterhalt mit Humor verdient, dann sind es Frauen. Sie haben auch weniger Sorge, sich lächerlich zu machen oder anzuecken. Im Kabarett sehen wir hauptsächlich Frauen und wenn man Clowns sagt, dann denken alle sofort an Frauen. Natürlich nicht. Alle Forschungsergebnisse widersprechen … Humor weiblich weiterlesen

Medizin Lachen

Lachen ist eine der geheimnisvollsten Medizinen. Es ist eine mächtige Medizin und es hat mit Macht zu tun. Deshalb haben die Machthabenden Angst vor dem Lachen. Lachen und Souveränität – wenn ich über mich lachen kann, bin ich souverän. Lachen und Mut – lachend auf dünnem Eis unterwegs sein. Lachend Magie in den Augenblicken entdecken. Lachen entfaltet Lebenskraft, Lachen ist lebendig, es belebt und erfrischt. Es hat eine große bewusstseinerheiternde Magie. Es reißt mit, es weitet und entspannt, es rüttelt auf und verändert die Körperchemie. Subversiv kann es auch sein. Lachen antidotiert Angst. Keine Angst freut sich über Freude. Lachen ist der Schritt in den … Medizin Lachen weiterlesen

Contraries – Gegenteilsleute

Auf den Coyotewegen komme ich ab und an in die Gegend der Contraries. Manchmal katapultiert es mich hinein, dann wieder schleiche ich herum, beobachte, wundere mich. Ich bin froh, dass es prozentual überschaubar ist, was ich von der Contrary-Kraft habe. Die Medizin der Gegenteilsleute, der GegenspielerInnen ist eine ziemlich spezielle. Sie ist sehr alt, sie gehört dazu. Alle kennen diese Kraft mehr oder weniger. Am intensivsten erfahren wir sie bei uns zu Pubertätszeiten. Es ist die Kraft von Jugend und vom jungen Erwachsensein, da, wo die Rebellion hingehört, wo die Tradition aufgemischt wird zur Erneuerung. Bei Menschen, deren Gabe und Medizin es ist, verfeinert, vertieft sich … Contraries – Gegenteilsleute weiterlesen

Schirme im Weltzirkus

Im Großen, im Kleinen, im Alltäglichen, im Weitreichenden, im Geschehen unserer Tage stimmig und gut unterwegs sein – wie kann es gehen, für mich? Vielleicht, indem ich auf der Bühne des Weltzirkus einfach meinen Platz …, ja was? Finde, verteidige, behaupte? Oder einfach nur einnehme, mit meinem Sosein, meiner Wahrnehmung, meiner Erkenntnis, meiner Medizin und vertraue, dass ich es auf meine ganz eigene Weise tun soll. Mein Platz, das ist meine besondere Weise, Teil einer größeren Geschichte zu sein, das geben, was speziell ich zu geben habe, auf meine Fähigkeiten vertrauen und darauf, dass genau das gebraucht wird und reicht. Meinen Platz … Schirme im Weltzirkus weiterlesen