DADA

Im Prozess des Gestaltens bleiben wollen, keine Idee haben, Spielen als Spiritauftrag. Spielen kann ein richtig anstrengender Auftrag sein. Manchmal will es neu gelernt werden, erinnert. Das Paradox – dranbleiben am Spielen, also sowas wie diszipliniert im Spielen, im Fooling, im Nichtsinnhaften, im Nichtdefinierbaren bleiben. Dasitzen und nicht wissen, wie ich Konzepte, Strukturen, Porjektbezogenheit aus mir rausbekomme, um in ganz neue, freie Räume zu gehen. Aus der langen Weile gebiert sich oftmals was Neues. Schlafen, sagt Katalina. Am besten zusammen, sie auf mir, auch tagsüber. Inspirationen zu den freien Wegen erinnern. Zu Schulzeiten war das Dada. Das hat den kreativen Schalter in … DADA weiterlesen

views – im Geisterbücherdorf

Wortströme, Werbetexte, Gebrauchsanweisungen, Pinnummern, Formulare … Manchmal komme ich mir vor wie im strömenden Regen. Es prasselt auf mich ein, schnell, immerzu strömend und ich fühle mich bis auf die Haut durchweicht und zugetextet. Es ist die tägliche Routinekost unserer Zeit. Da wünsche ich mir eine Leerung. Papierkörbe bieten sich an, Wertstoffhöfe und Geister, welche den geleerten Raum bewohnen möchten. Mit Wörtern spielen, Grommolo-Gespräche und im Geist beginnt eine Systemerneuerung. Der Rechtschreibreform verdanke ich bereits eine gewisse Radikalität. Damals habe ich etwas von scheinbarem Ewigkeitswert dem Spielraum anvertraut. Auf einmal war es wurscht, weil es eh keinen Bestand hatte. Das Schreiben … views – im Geisterbücherdorf weiterlesen

DA

Ein Stuhl, eine Einladung an die wildweise Närrin. Mal kommt sie so, mal anders. Als alte Wandelkraft legt sie sich nicht fest. „Lass uns über Eigenwilligkeiten sprechen“, sagt sie. Unangepasst würde mir ja so gut gefallen. Ich möge überprüfen, ob es frei und willig gewählt ist, ob ich eine Wahlmöglichkeit habe oder ob es ein inneres Muss ist. Ob ich nicht nur Wind allgemein mag, sondern auch Veränderungswinde? Ob ich mich verändern könne. – Ja nun. – Was, wenn sich die Lebensstrukturen plötzlich ändern? Wenn unkontrollierbare Impulse kommen? – Fragt das die 13. Fee? Ich bin starrsinnig und ich kenne die Angst vor Veränderung. Gerne … DA weiterlesen

Geisterbücher

Manchmal mache ich schamanische Reisen, um mir ganz konkrete Arbeitsanleitungen geben zu lassen. Die letzte Anleitung war, in Scheunenflohmärkte zu gehen, alte Bücher zu suchen, sie zu entleeren und neu zu befüllen. Mit Schnipseln, Zeitschriftenfitzeln, drüberkrikseln. Einen Durchlauf, dann wieder was anderes machen. Nur nicht irgendwo einrichten. Es scheint wichtig zu sein im Moment, im Spielen und Experimentieren zu bleiben. No-Project. Kaum habe ich den roten Faden, ist der Durchlauf vorbei. Es sollten 13 Bücher sein, die Närrinzahl. Zu Hause beim Zählen waren es dann 15. Es zerschießt mir gerade jedes Konzept. 15 ist so gar keine besondere Zahl und ich will sie … Geisterbücher weiterlesen

Fool Tools

Was sind die Werkzeuge, Attribute, Insignien der Närrin, der Fools? Wie sehen die meinen aus? Eine Forschungsfrage. Zuerst einmal der Närrinhut, die Narrenkappe. Wie beim Narrenruf tauchen Tiere auf, Eselsohren oder der Hahnenkamm. Mein Närrinhut ist rot, ich habe ihn im Schamaninhaus in Korea gesehen und wusste sofort, das ist er. Im Schamaninshop durfte ich ihn dann nicht erwerben, weil da der Spaß aufgehört hat. Ich bin mir sicher, dass ich von den Spirits aus schon gedurft hätte. Nun habe ich ihn halt nicht und nehme Vorlieb mit einem schwarzen Hut. Auch schön. Ein hiesiger. Und doch … Die rote … Fool Tools weiterlesen

Die Seiltänzerin

  Heute mal ein Gleichgewichtsthema, für Passagen, in denen es um den Tanz auf dem Hochseil geht, den Tanz auf der Haaresbreite oder auf Messers Schneide. Es ist der Tanz zwischen den Welten, den Polen, zwischen Tag und Nacht, zwischen unserer Freiheit und den Einschränkungen im sozialen Gefüge. Da gilt es, das Gleichgewicht zu halten zwischen Ordnung und Chaos. Dummerweise tut das niemand für uns. In schamanischen Gesellschaften gab es dafür die autorisierten heiligen Clownleute, die Heyokas, Närrinnen, Trickster, die MeisterInnen der Unordnung. Sie waren zuständig dafür, zu schauen, dass die universellen, die sozialen, die individuellen Kräfte in Balance sind … Die Seiltänzerin weiterlesen

Inner Clowns

Der Schrättl-Talk war die Einladung an Schrättlein, uns für eine Zeit zu bewohnen. Wir haben ihnen unsere Stimme, unsere Körper geliehen. Spiegelnd sind sie in Resonanz gegangen zu unserer inneren Clownin. Sie sind in dem Moment aufgetaucht, als wir so weit waren, mit unseren Identitäten zu spielen und über uns zu lachen, an dem wir mit unseren Schatten getanzt haben, an dem wir lachend unseren Wahrheiten begegnet sind, die sonst unter den Tisch gekehrt werden (natürlich nicht allen). „Was ist, darf sein, …“. Ein Ja zu meiner Wahrheit, auch, wenn sie mir nicht gefällt, sie getanzt, gelacht. Da wird Lebensenergie frei. Das war so eine … Inner Clowns weiterlesen

Eine Reise ins Land der Närrin

Eine seltsame Reise hat begonnen, damals, als die Schrate aufgetaucht sind, als Coyote zum Tanz eingeladen hat, als dann bei der Visionssuche die Coyoten immer da waren. Eigentlich hat die Reise vor vielen Jahren begonnen, als ich die Närrin gerufen habe. Damals hat sie sich noch sehr bedeckt gehalten. Mittlerweile ist sie hier eingezogen und wohnt dauerhaft im Haus. Viele Merkwürdigkeiten und seltsame Wesen sind mit ihr gekommen. So Art Crazy Wisdom Masters. Sie testen, unterweisen, provozieren, begleiten und sie führen immer tiefer hinein in das Land der Närrin. Das Ver-rückte, Seltsame, Skurrile, Schräge rutscht unmerklich heran und ins System. Es könnte uns … Eine Reise ins Land der Närrin weiterlesen

Der Närrinruf

Wichtiges beginnt oft mit einem Call. Wir hören einen Ruf. Irgendwann habe ich den Ruf der Närrin gehört. Es war ein Jodel. „Holler ou u dij!“ Wenn ich mit diesem Jodel rufe, schwinge ich mich hinein in das Feld der heiligen Clownin, ins Coyotefeld. Obwohl, bei Coyote wird der Jodel nochmal anders – höher, heller. Mit meinem Närrinruf verbinde ich mich und rufe ebendiese Kräfte. Lange Zeit ist es einfach passiert, ohne, dass ich wusste, was vor sich geht. Ich hätte es nicht benennen können. Der Narrenruf ist bei allen unterschiedlich, auch bei verschiedenen Karnevalszünften. Da gibt es die seltsamsten … Der Närrinruf weiterlesen

Movement

„Noch sind die Schrate nicht unruhig. Sie pausieren an den Wänden. Und doch …“ So hieß es im Film „found“. Es ging schneller als gedacht. An der Wand mit dem Schrättli, das sagt „Welcome back to the movement, Sunshine.“ Es geht um Movement. Bewegt und geschmeidig bleiben. Und über Nacht hat es sich bewegt und schaut sich alles von unten an. Ein anderes ist gefogt, es hat sich gedreht. Perspektivewechsel. Neue Blickrichtung. Die Position der Mäuse einnehmen. In die Rotation gehen. Wenn wir mit dem Hersteller der Powerstrips sprechen, werden sie uns sagen, dass das gar nicht gehen kann. Dass es … Movement weiterlesen