Vom Westen in den Osten getragen

Zum Buch „Angeschaut, freigegeben“ – Klick Der Westen im Lebensrad ist die Heimat des Erzählens der eigenen Geschichte, der Ort der Innenschau. Dort beginnen wir, die Geschichte über uns zu erzählen. Dort wird uns unsere Geschichte bewusst. Sie bekommt Worte. Sie wird gespürt. Es ist die Zeit des Herbstes, des Erinnerns. Daraus weben sich die Geschichten. Klarheit wächst an diesem Punkt im Lebensrad in die Menschen, in uns hinein. Über das, was wir sind, was wir gut können, was nicht, was wir mögen und was nicht. Darüber, was unsere Werte sind und was die eigenen Gaben. Gefühle bekommen Worte. Warum … Vom Westen in den Osten getragen weiterlesen

Geschichtenwege im Rollbuch

zum Rollbuchfilm Wenn es um Geschichten geht, dann taucht der Clan der Geschichtenerzählenden auf und mein Weg als Geschichtenerzählerin. Es ist einer meiner wichtigsten Clans. Deshalb kann ich das Wachsen der Geschichtenerzählerin und ihrer Medizin so genau erinnern. Als kleines Kind, mit der ganz jungen Geschichtenmedizin, habe ich sie vor allem den Tieren, meiner Mutter und den Puppen zukommen lassen. Dann haben mir meine Eltern ein Kasperltheater gekauft samt den Figuren. Wir haben diese je nach den Geschichten ändern müssen, immer wieder neu. Das Nichtvorhandensein eines ausgereiften Fernsehprogramms hat mich unzählige Geschichten spielen lassen für meine Freundinnen und Freunde. Wenn uns … Geschichtenwege im Rollbuch weiterlesen

Straßengeschichten

Sie liegen vor meiner – vielleicht roten – Nase. Fitzel, Fetzen, fragmentiert, bereit für Neuzusammensetzungen. Diese Was–Wenn–Geschichten. Die Clownin findet die Fitzel und die Geschichten. Die Rotnase ist für mich die Südkraft der großen Wesenheit Clownsnärrinschelminheyoka. Die Rotnase clownt und sie lockt mich ins Spielen. Staunend findet sie Fitzel und Überraschungen am Straßenrand. Ich erinnere mich an Kindertage – mich verlieren in der Zeit, ganz körperlich sein, verrückte Dinge tun um ihrer selbst willen, einfach, naiv, verzückt von meinen Einfällen, das Verkehrtherum erkunden, lachend Fehler machen … Die Rotnase erinnert mich an meine ursprünglichen Erfahrungen in der Welt. Jetzt kenne … Straßengeschichten weiterlesen

Stranger than Paradise

Eine meiner großen Inspirationsquellen ist nachwievor das Supermarkt-Stehcafé im Nachbardorf. Dort bekommt meine Fünfzehnprozentclownin wertvolle Spielimpulse. Und die Neunundvierzigprozentnärrin bekommt Narrare-Nahrung. Ich gehe gerne an Orte, an denen Ungeheuerliches geschehen könnte. Dort erahne ich die geheimen Geschichten und erzähle sie mir. Narrare (erzählen) – wir erinnern uns. Der Supermarkt mit dem Stehcafé ist so ein Ort. Da komme ich Vielem auf die Spur, auch sehr aufregenden, bisweilen gefährlichen Geschichten, was zu einem äußerst abenteuerlichen Leben führt. In jedem Regal liegen Geschichten. Sie stapeln sich. Es gibt Geschichten in den Ebenen dazwischen und welche, die sich aus all den Wörtern, dem Radio, den Etiketten und … Stranger than Paradise weiterlesen

Die Närrin erzählt

Woher kommt das Wort? Narrisch, Narr, Närrin? Ich suche die Herkunft. Wie sollte es anders sein – es ist ungeklärt. Ob es das spätlateinische nārio ist, die Nasenrümpfer, die Spötterin? Besser gefällt mir die Verbindung zu narrare (lat. erzählen). Diejenigen, die Geschichten erzählen, humorvoll, auf CoyoteNarrenCrazyWisdomTeacher-Weise. Sowas könnte es sein. Denn im Land der Närrin geht es darum, Geschichten entstehen oder sterben zu lassen, mit ihnen zu spielen, sie ein- und auszuatmen, sie zu vergrößern, damit man sie besser sehen kann. Es geht darum, Geschichten so zu heben, dass sie verstanden und angenommen werden können oder darum, sie zu verwandeln und lachend neue … Die Närrin erzählt weiterlesen

Geisterbücher

Manchmal mache ich schamanische Reisen, um mir ganz konkrete Arbeitsanleitungen geben zu lassen. Die letzte Anleitung war, in Scheunenflohmärkte zu gehen, alte Bücher zu suchen, sie zu entleeren und neu zu befüllen. Mit Schnipseln, Zeitschriftenfitzeln, drüberkrikseln. Einen Durchlauf, dann wieder was anderes machen. Nur nicht irgendwo einrichten. Es scheint wichtig zu sein im Moment, im Spielen und Experimentieren zu bleiben. No-Project. Kaum habe ich den roten Faden, ist der Durchlauf vorbei. Es sollten 13 Bücher sein, die Närrinzahl. Zu Hause beim Zählen waren es dann 15. Es zerschießt mir gerade jedes Konzept. 15 ist so gar keine besondere Zahl und ich will sie … Geisterbücher weiterlesen