Oans, zwoa, drei, transformiert is

Das sieht nach gelungener Transformation aus. Aus Schwarz mach Weiß. An der magischsten Stelle des Hauses – nein, nicht dem Computerplatz – der Feuerstelle. Transformed. Ich sage es jetzt doch – das ist nicht Katalina. Es ist das Bärli aus der Schweiz. Das weiß ich, weil ich bei seiner Geburt vor Ort war und Katalina immer noch schwarz ist. Bärli und Iren haben ein feines Transformations-Foto hinbekommen. Wir winken spiegelverkehrt nach Wil ins Lichtblick-Zentrum. Oans, zwoa, drei, transformiert is weiterlesen

Morgenzeiten

Mein Alltägliches beginnt morgens. Genauso wie auch mein Besonderes morgens beginnen könnte. Den Anfang meines Tages heiligen. Mit meinen StudentInnen habe ich einmal ein Projekt gemacht „Ein scheinbar ganz normaler Tag“. Sie haben den Tag dokumentiert, fotografiert, beobachtet, angefangen Rituale zu kreieren, Verrücktheiten einzubauen, etwas andersherum zu machen, den Fokus auf Neues gerichtet wie die Tiere, die mir begegnen, den scheinbar normalen Tag rückwärts gegangen-gedacht und vieles mehr. Und so wurden aus den normalen Tagen durch veränderte Sicht und ihre Umsetzungen ziemlich aussergewöhnliche Alltage. Morgens mache ich den Tag zu meinem Tag, da verbinde ich mich mit meiner Magie, manchmal … Morgenzeiten weiterlesen

Herdstelle und Küchenzauber

Die Feuerstelle im Haus, wichtigster Ort, Ahnenplatz, Hausschlangenkult, Transformationsplatz. Es war der heiligste Ort. Das Zentrum des Hauses, der Jurten, Ails und Tipis. Dort kamen die Menschen zusammen, zum Geschichten erzählen, um Verträge zu schließen, um Gäste willkommen zu heißen, um sich zu wärmen oder um schamanisch zu arbeiten. Und heute? Hier, in meinem Haus? Könnte ich mein Herdfeuer wieder heiligen. Ein Feuerbild hinten hingeklebt erinnert mich daran, was für ein Ort es ist, bindet den Elektroherd an das mächtige Feld all der Feuer in der Steppenweite, der Taiga, an all die Nomadenfeuer und an die Feuer meiner Großmütter an. … Herdstelle und Küchenzauber weiterlesen

Katzenträume

Meine schlecht zu fotografierende Katze Katalina. Ich habe heute ein Bild der Frau gefunden, die ihre Namenspatronin ist, Doña Katalina aus Cornejo. Sie hat mir Spinnen beigebracht und viele Geschichten des alten Spanien erzählt. Es gibt nur die eine Feuerstelle in ihrem Haus und die Winter verbringt sie dort, weil es überall sonst eisig kalt ist. Da spinnt sie, hört dem Feuer zu, füttert es, macht Kleidung, flechtet Körbe – eben alles, was in die Winterzeit gehört. Sie hat etwas, das der Katze ähnlich ist, dieses Zärtliche, Rauhe und Spitze zugleich. Deshalb trägt Katzenkatalina ihren Namen. Und während ich das … Katzenträume weiterlesen

Mein Dorf – Alltagserforschung

Mein Blog fordert mich heraus, unerwarteterweise. Ich suche meine Form, in jeder Hinsicht. Die Findung lässt warten.  Also spiele ich ein bisschen. Besonders poetisch lässt mich der Blog nicht sein und politisch fände ich irgendwie blöd bei den vielen guten Politblogs. Was dann? Und da lande ich beim Alltag. Vielleicht versuche ich mich als Alltagserforscherin, das würde zu dem passen, womit ich mich seit einiger Zeit beschäftige – Schamaninnen, Hausfrauen und andere merkwürdige Wesenheiten. Alltag erforschen. Wie bringe ich Zauber in meinen Alltag, wie bleibe ich mit meiner Magie verbunden? Wie mache ich die festen Grenzen zwischen Heiligem und scheinbar … Mein Dorf – Alltagserforschung weiterlesen

Jahresbeginn, Katze und Kracher

Diesmal war es ihr zu viel. Katalina hat mich geholt, um die Kracher draussen abzustellen und zum Kuscheln, weil es so eine Zumutung war für sie. Wenn ein heftiger Sturm ist oder in der Silvesternacht flüchten manche Vögel in den Speicher, fliegen durch die Fledermausöffnungen. Auch das hat sie mir am Morgen gezeigt, dass Vögeln da sind, die wir rauslassen müssen. Sie ist gut gelaunt morgens, weil sie die Nacht an und auf mir verbracht hat und die große Decke für sich hatte. Sie schaut den Kindern zu, lässt sich warme Brezen bringen, erzählt von ihrer Nacht. Katalina hat was … Jahresbeginn, Katze und Kracher weiterlesen

Katzenbeziehung

Seit ich Katalina als kleine Katze auf einer befahrenen Kreuzung in Spanien aufgelesen habe, gibt es so etwas wie eine wechselseitige Mutter-Tochterbeziehung zwischen uns. Und das mit den Fotos ist natürlich so, dass ich gerne prächtige Fotos von meiner Katzentochter hätte. Um sie herzuzeigen oder aufzuhängen. Wie eine Mutter bin ich stolz auf meine Katze, wie klug sie ist, wie schön – gut, das ist Ansichtssache – wie wild und was weiß ich noch alles. Manchmal dreht Katalina alles um, dann ist sie die Mutter und ich ihre Tochter. Sie findet mich nicht so begabt. Eher findet sie sich in … Katzenbeziehung weiterlesen

Katzengeschichte

Seit neun Jahren lebe ich mit meiner Katze. Seitdem will ich ein Buch über Katzen machen, eigentlich ein Buch über sie, Katalina. Weil es sich nicht wirklich umsetzt, fange ich im Blog an, unsere gemeinsame Geschichte zu erzählen. Ob es auch ihre ist, weiß ich nicht. Teilweise deckt sie sich gewiss. Meine Katze ist schwarz und das ist ein Problem, vor allem für ein Buch. Sie eignet sich nicht zum Fotografieren, sie sieht immer aus wie ein amorphes schwarzes Etwas. Das habe ich nicht bedacht, als ich sie zu meiner Katze gemacht habe. Es gibt hunderte Fotos von ihr und … Katzengeschichte weiterlesen