Gefühlte Hochsommerzeit

Bayrische Ferienzeit August, so lange ich denken kann. Ferienzeit, Reisezeit, Schulferien, Semesterferien, Spanienzeit … alles im August. August ist nicht mein Monat, der kalendarische Hochsommer auch nicht. Ich liebe den Frühsommer und den Altweibersommer. Und ab Mitte August schaue ich auf jedes Zeichen, das mir sagt, dass wir uns Richtung Spätsommer und Herbst bewegen. Deshalb schicke ich mir noch einmal Urlaubsgrüße aus dem Sommer, mit all den Bilder dazu, die wirklich köstlich waren, kajaken, am Forggensee baden, mit den Frauen am Blumenschulenweiher unsere gemeinsame Sommerzeit feiern, das Malen im Gewächshaus, Eselwandern, Schmarrnbücher machen, Biergarten und im Sonnenuntergang mit der Katze … Gefühlte Hochsommerzeit weiterlesen

Alltagsberuf und Vision

Beruf – Berufung – Gaben – Aufgaben. Nachgedanken zu den drei Seminarblöcken. Wie können die Heilwege, die schamanische Kraft in den Berufsalltag fliessen? Was gibt es für Möglichkeiten an Integration? Wenn der Wunsch da ist, heilerisch oder künstlerisch zu wirken, sind die Bilder dazu oft recht eingeengt. Eigene Praxis, freie Kunstwege, von denen man leben kann, Öffentlichkeit etc. Mit Orna habe ich lange darüber gesprochen und festgestellt, dass wir beide schlechte Beispiele sind, denn unsere Wege sind so und sie sind die Ausnahme. Die meisten indigenen SchamanInnen und HeilerInnen, die wir kennen, haben ihre Berufe – Schneiderin, LKW-Fahrer, Lehrerin, JägerInnen, … Alltagsberuf und Vision weiterlesen

Krisenzeiten und die schamanische Kraft

Die Nachrichten erzählen davon, die Zeitungen sind voll von Krisenszenarien. Zerbrechende Finanzmärkte, Ängste, Fragen, Umweltzerstörung, eine Gesellschaft, die in vielerlei Hinsicht versagt und antwortlos ist. Es macht etwas mit uns allen und wenn es nur Fragen sind. Fragen zum Wie und Was. Wie gehe ich mit all dem gut um? Was würde ich mitnehmen, behalten, was bleibt mir, wenn Geld, Arbeit, Sicherheiten wegfielen? Ich sammle das, was mir bliebe. Ich lege es in Form von Blumen und Perlen, Federn, Steinen auf eine Zeitung zu den Meldungen der Tage. Bunt wird es, Geschenke sind dabei, Steingewichtiges, Federleichtes … Meine Lebendigkeit, mein Vertrauen, die … Krisenzeiten und die schamanische Kraft weiterlesen

Packen – ein, aus

Die Zeit des Unterwegsseins. Packen – auspacken, einpacken – Packzettel – sortieren – Wichtiges, Gewichtiges – Transportbehältnisse auswählen – Koffer, Trolly, Rucksack, Handtasche, Tragetasche – prüfen – ist es regenfest, tauglich, groß genug, leicht genug, übersichtlich, stabil, multifunktional … Weil in den Taschen so viele gewichtige Angelegenheiten und Dinge transportiert werden, behänge, verziere, bemale ich sie. Manchmal nehme ich die geschichtenreichen Tragetaschen aus anderen Ländern, wie die mit dem Inukshuk aus Kanada. Die Steinsetzung, das Bild des Inukshuk, erinnert mich an meinen Weg, damit ich ihn nicht verliere. Dann ist es wieder die mit den Spiegeln und dem Rauchduft. In … Packen – ein, aus weiterlesen

Sommerdose mit eingemachten Köstlichkeiten

Das ist eine Sommergeschichtenaufbewahrungsdose. Sie enthält eine Spezialkraftnahrung für kalte Wintertage. Wenn die Rosen ganz offen sind und die Sonne scheint, wenn Lavendel alle Sommerkraft in sich hat, dann pflücke ich Rot und Blau, Duft und Zartheit, dann lege ich die Perlen dazu, die Sommergeschichten, das Feuerknistern und die Kühle des Wassers, das Lachen, die Blumenschulenzeit, den Trommelklang der Seelenflugzeit, das Krähen vom Bipperl und noch viel mehr. Zum Schluss schreibe ich drauf Bitte an kalten, grauen Wintertagen öffen, damit ich es nicht vergesse. Sommerdose mit eingemachten Köstlichkeiten weiterlesen

Der freie Flug der Seele

Sommerseminarwoche in der Blumenschule. Malen im Gewächshaus, der Lebensraum, die Küche ist Ritualraum. Es ist so wie bei fast allen Indigenen, alltäglicher Lebensraum und ritueller Raum sind eins. Die schamanische Kraft ist wieder im Alltagsraum angekommen. Im Gewächshaus spüren wir den Wind, hören das Regenlied, Blitze und Donner sind ganz nah, die Hitze des Sommers liegt in der Luft. Abschied vom Wohnzimmerschamanismus. Wiederverwetterung, die in die Bilder fließt. Ich schaue in den Spiegel. Adios Vollklimatisierung, adios Comfort Zone. Frei fliegen, barfuß im Regen, mit windzerzaustem Haar, über steinige oder mossweiche Wege gleiten. Der freie Flug der Seele weiterlesen

Katalineninfo – ich mache eine Ausstellung

Wieder ist sie weg, ich mag es gar nicht wissen, wo und warum. Ich fühle mich vernachlässigt. Hm. Und dann bekomme ich auch noch Jobs, das mit dem Blog zum Beispiel. Ich stelle euch mal mein neues Projekt vor. Ich habe ein Vogelhaus und im Sommer ist eine Besuchsflaute. Deshalb habe ich ein Zusatz-Event gemacht, Bilder für die Gäste. Täglich ist von 5 Uhr morgens bis zum Sonnenuntergang geöffnet und ich bin auch da. Ich verspreche mir viel davon, es gibt auch kleine Snacks gratis. Ich erzähle in den Bildern lauter Geschichten, von denen die Vögel sicherlich noch nie gehört … Katalineninfo – ich mache eine Ausstellung weiterlesen

Gedanken und Schrankinhalte sortieren

Nachklangzeit von der Schweibenalp, Vorbereitung für die Ruachzeit. Am Schreibtisch sitzen und langsamer werden, sich verknotende Gedanken, genervt von der Unordnung, die sich in alles hineinschiebt. Viel zu viele Ideen, unsortiert, aufeinander liegende Stapel von Bildern, Texten, alles mögliche gesammelte Zeug. Gefühltes Schubladengeramsche, Leichen im Keller und Gerümpel im Speicher. Auf einmal spüre ich es richtig und unterbreche die Arbeit. Jetzt ist Zeit, die magischen Wege einzuschlagen und ein Entrümpelungsritual zu machen. Freie Wege für freie Gedanken. Ich rufe die Hausgeister, lade Katalina ein, mitzuwirken und beginne, den Hof zu fegen. Ich summe dazu, sehe Lebensgeschenke und inspirierende Gäste kommen, … Gedanken und Schrankinhalte sortieren weiterlesen

Ahnenschamanismus

Zurück von der Schweibenalp und fünf Tagen Ahnenschamanismus. Neuschnee eines Morgens, die Kühle des Sommers auf der Alp, Ahnenaltar, mit der Ahninlehrerin gearbeitet, Muster meiner Sippe angeschaut, eine Figur geschnitzt, die Ahninlehrerin getanzt, vieles mitgebracht, was im Laufe der Zeit einsickern wird. Nachklangtag. Das Mitgebrachte will integriert werden. Die kommenden Monate und vielleicht Jahre werden zeigen, wie sich die neuen Impulse einweben, wie sie das Gefüge verändern. Ahnenschamanismus weiterlesen

Anleitungsfreies Wellenreiten

Milchkaffee trinken, im weißen Milchschaumanzug und rosa Krawatte, weil ich über bedeutsame Dinge nachsinniere. Manche wollen wissen, wie andere Leute in anderen Strukturen als meine es sind, ihre Tagesqualitäten am besten leben können oder wie das ideale Rezept für nachmittägliches Wellenreiten ist. Keine Ahnung, das weiß ich nicht. Und was heute stimmt, ist morgen vielleicht schon ganz anders. Für andere Leute gilt auch was anderes, Rezepte greifen für mich am besten, wenn sie ganz individuell zusammengebraut sind. Meine Rhythmen sind meine und die vom Hiasl die seinen. Katalina hat ihre ganz eigene Magie und der Anton hat seine ganz eigenen … Anleitungsfreies Wellenreiten weiterlesen