Die Träumerin im Westen

Die schwierige Westpassage – unsere Gesellschaften, die so viel Mangel haben an Initiationsweisheit, an Trauerkultur, an Ältesten … wir erahnen, erspüren, gehen über die Schwelle der Schamanin, machen uns auf, die heiligen Träume unserer AhnInnen ans Feuer zu bringen. Starke Winde kommen auf, die den Regen mitnehmen. Die Blumen auf dem Salat bleiben, ebenso wie das reiche Dessert. Das freut das Sommermädchen. Die Träumerin im Westen weiterlesen

Das Sommermädchen des Südens

Sinnlichkeit und Lust, trotz Temperatursturz um zwanzig Grad und Regen. Blumen im Salat, Lieder, mein Südland erkunden, die Versehrtheiten des Sommerkindes in mein Herz legen, ihnen Bilder und Klang geben, Wunden in Kraft verwandeln. Wild und frei, ungebändigt und voller Sinnenlust bewegen wir uns im Sommer des Lebensrades. Ein lustvoll zerrissenes Kleid, Erdenhände, vergessene Zeit, Schmatzen und zerzauste Haare – Leben feiern. Das Sommermädchen des Südens weiterlesen

Auf dem Fluss des Lebens

Gut mit dem gehen, was ist. Dem Fluss des Lebens vertrauen, mich ihm hingeben. Das fordert heraus, gerade in diesen Zeiten. Und doch ist es das Einzige, was ich versuchen kann. Worte von einem der Hopi-Nation schreibe ich frei um, schreibe sie mir neben die Küchennotizen. Damit sie sich in den Alltagswirren nicht verlieren. Da ist ein Fluss, er fließt gerade sehr schnell. Es sind so viele GefährtInnen, die mit mir auf diesem wunderbaren Fluss des Lebens sind. Er ist im Moment so mächtig und reißend, dass wir manchmal Angst haben. Vielleicht werden wir versuchen, uns am Ufer festzuhalten, es wird … Auf dem Fluss des Lebens weiterlesen

Regenbogentage

Reisetage, die dem Neuanfang, der Regenbogentänzerin, dem Säen, den tragenden Gemeinschaften gewidmet waren. Synchronizitäten – bei der Ankunft in Heidelberg beginnt es in den strahlenden Himmel hinein zu regnen und ein Regenbogen spannt sich über den Himmel. Ich sammle Zeichen während ich auf Reisen bin, Regenbögen, Uhrzeiten wie 16:16 oder 12:34, Wörter, die mir zufallen, Strassennamen und Farben. Vielleicht setze ich sie später zusammen. Mit Ulla einen Tag im bunten Wasser. Während gelbe Füsse und rosa Hände tanzen, der lila Körper floated, wird der Geist ganz leicht und beschäftigt sich mühelos mit den Herausforderungen der Tage. Mit unserem Kopfkino, das … Regenbogentage weiterlesen

Erkältung und Winterverständnis

Fast vergessen – noch einen Monat ist Winter. Eine kleine Erkältung erzählt davon. Sie erfreut mich allerdings auch ein bisschen. Es ist eine, die in jedem Niesen etwas über Hybris lehrt. Wie war das mit Isa und der gefährlichsten Zeit des Winters? Die kleine Erkältung erzählt von einer Frau, die mit den Jahreszeiten gehen will und mitten im Februar, frühlingshaft gekleidet – dauert es ihr etwa zu lange? – über die Felder hüpft. Sie spricht mit einer anderen weisen Frau, die auch weiß, wie wichtig es ist, mit den Jahreszeiten zu gehen. Auch diese Frau hat eine Erkältung und beide … Erkältung und Winterverständnis weiterlesen

Isa und die Sonne

Minus acht Grad und Sonne. Endlich. Alles in mir hat sich danach gesehnt. Ich stelle Fragen, was hatte diese Jahreszeit für eine Qualität, für Die NomadInnen, ihre Herden, für unsere Ahnen. Ich will verstehen, was in uns sich da zu erinnern scheint, was Isa für eine Botschaft hat, was die Zellen wissen, wovon die Erstarrung erzählt. Jetzt ist die gefährlichste Zeit des Winters. Kurz vor dem Frühling. Vielleicht gab es bis hierher noch Vorräte, der Winterspeck hat gehalten. Die Tiere werden dünner, zehren auf, was im Herbst da war, Brennholz geht zur Neige und die Wurzelvorräte. Wenn wir den Winter … Isa und die Sonne weiterlesen

Erstarrung

Seit Tagen haben wir keine Sonne, alles scheint bewegungslos, kein Wind, die Bäume weiß überzogen, eisige Minusgrade. Es ist gerade alles wie erstarrt. Luisa ordnet diesem Mond die Gorgonen zu, das Erstarren. Es ist die Zeit, in der sogar die riesigen Flüsse wie Yukon oder Lena zugefroren sind. Mir fällt die Rune Isa ein, ein Strich, wie ein zugefrorener Fluss, Eisrune. Mehr als ein Strich war wohl nicht drin. Verlangsamung, Stille, die Winterkraft, die den Fluss stopp. Geduld ist gefragt. Die Kraft ist zusammengezogen. In einer mail aus Kanada steht, der Winter hier bringt dich in deine Gedanken, führt dich … Erstarrung weiterlesen

Maskenfrauen – Gemeinschaft

Mit den Maskenfrauen sitze ich an einem Forscherinnenfeuer. Wir erkunden für uns alle neue Länder, zum einen das der Masken, zum anderen das derjenigen, die in gleicher Wertigkeit neben den anderen in der Gemeinschaft ist. Jede kennt es, Seminarleiterin zu sein oder Teilnehmerin – in unserer Maskenzeit sind wir beides und das ist neu. Jede hütet die Struktur, jede leitet mit allen anderen und jede geht in ihren Prozess. All-leader. Das ist die Qualität des Nordens. Theoretisch ist es klar, ich erzähle viel in den Seminaren darüber, wir schreiben, lehren, lesen darüber und dann soll es gelebt werden. Walk your … Maskenfrauen – Gemeinschaft weiterlesen

Winter erforschen

In einer Rückmeldung zu meinen Wintergedanken erzählt eine, wie schwierig es im Arbeitsleben ist, die Winterqualität zu leben. Das finde ich auch. Zwei Jahre dauerte es bei mir, bis es sich jetzt langsam umsetzt. Es waren jedoch weniger die Ausseneinengungen, als meine eigene Unruhe, meine Bilder wie was sein sollte – Essen, Geschenke, Kontakte, Events – von allem gibt es doch Bilder in uns. Winter lädt ein zu Vereinfachung. Weniger Mediengebrauch, Telefonate, mails, Computer etc., einfacheres Essen, vielleicht in gemeinsamer Absprache den Geschenkewahnsinn beenden. Eine Marmelade, Nüsse, Äpfel, gute Wünsche, etwas von der Ernte des Herbstes könnte doch reichen als … Winter erforschen weiterlesen