Geisterzeit

Rauhnachtsblues in Rot. Den Blues vergesse ich übers Jahr und doch kommt er zu den Rauhnächten. Es knarzt, Geschäftiges entzieht sich, es ist ein bisschen wie aus der Zeit fallen, in die Nachdenklichkeit hinein. Vieles hinterfragen, abklopfen. Die Geister lassen sich auch nicht wirklich portraitieren, sie bleiben schemenhaft. Keine Träume, obwohl doch Träume in den Rauhnächten so bedeutsam wären. Oder wenn, dann so wirr-komplex, dass die vielen Aspekte zusammen keinen Sinn ergeben. Und das, wo doch Träume in den Rauhnächten so wichtig wären. Als würde sich alles entziehen, der Boden nachgeben und vielleicht nur das Narrenkastl übrigbleiben. Ich bin froh, wenn die … Geisterzeit weiterlesen

transform

Im Winter 2014 wollte ich einen Film drehen, „transform“. Er hat sich, in Ermangelung von Schnee um ein Jahr verschoben. Bei meiner Struktur, der Kombi von Ungeduld und Starrsinn, kommt sowas richtig gut. Warten müssen, allem die Zeit lassen, dabei bleiben, auch wenn sich erstmal scheinbar nichts tut. Gedreht wurde der Film am 31. Dezember und am 1. Januar. Es waren die einzigen Schneetage. Am Übergang vom Alten zum Neuen, auf der Schwelle. transform – ein Kompostiervorgang, ein Transformationsfeuer, in welches all das aus dem Lebenskoffer gegeben wird, was hinderlich ist, was überfällig ist oder reif zum Gehen – von zu kleinen Schuhen, einengenden Lebensverträgen bis … transform weiterlesen

Schamaninhaus

Zusammen mit verschiedenen Heilerinnen und schamanisch Praktizierenden haben wir zum zweiten Mal eine alte Vision ins Leben getanzt, das Schamaninhaus. Von den Reisen zu den Maori in Neuseeland und den Schamaninnen Koreas im Schamaninhaus kommen die Samen, gemeinschaftlich zu heilen. Eine alte Sehnsucht ist da, so zu arbeiten. Vor einem jahr haben Susann Belz und ich zum ersten Mal das Schamaninhaus ins Leben gerufen. Es ist für alle offen, kostenlos und eine Spende gegeben werden kann. Finanziert wird das Ganze von den Heilerinnen. Es gibt keine, die leitet, alle kreieren den Raum gemeinschaftlich, mal sind sie die Hüterin von jemandem, … Schamaninhaus weiterlesen

Küchen-Butoh

Der Film, den ich zusammen mit Mea v. Eyb und Inga Degenhart und musikalischer Begleitung von Sylvia Kirchherr gemacht habe, ist jetzt auf meiner Website zu sehen. DER FILM Zuerst habe ich gesagt, dass ich eine Filmemacherin bin. Weil ich ja bis dahin keine war. Ich hab´s gesagt, damit es dann auch so ist. Angefangen habe ich mit Handkamera und Selbstauslöser. Weil – wir waren nur zu dritt und wollten alle mitspielen. Ich habe mit dem Material gearbeitet, das drauf war. Ich habe Anschnitte kultiviert, es könnte mein Markenzeichen sein, ebenso wie die kleinen Brüche. Jetzt bin ich eine Filmemacherin. Küchen-Butoh weiterlesen

Auskehr von Schamaninnen, Hausfrauen und anderen Merkwürdigen

Den Tanz meiner langen Reise durch Social Media zu Ende getanzt. Gefeiert, gelacht, erzählt, orakelt. Eine bunte Wäscheleine als Reiseweg gespannt und die Stationen nochmal benannt und aufgehängt. Wenn ich im Dirndl bin, dann kommt das Bayrische automatisch. Dann kann ich gar nicht mehr richtig im Hochdeutsch erzählen. Und wenn ich zu viel Heiligsachen an die Wäscheleine hänge, dann reißt sie. Das wird dann fast ein Slapstick auf Bayrisch. Im Museumstreppenhaus hinauf in die Ausstellung. Wir spulen uns hoch, begleitet von Franca Wechsler und ihrem Berimbao. Sie war überraschende musikalische Gästin und hat mit Trommel, Gesang und Berimbaoklang gezaubert. Im … Auskehr von Schamaninnen, Hausfrauen und anderen Merkwürdigen weiterlesen

So könnte es sein

Die Kraft der alten Heilerinnen – eine tiefe Forschungszeit mit den Frauen am Feuer. Eine Potenzialentfaltungsvision schwingt im Raum. Wir leben in einer tragenden, heilen Gemeinschaft, die es versteht, die Gaben der Menschen zu erkennen und erblühen zu lassen. Schon bei den kleinen Kindern wird ihre Einzigartigkeit wahrgenommen. Die Älteren fangen an, sie zu beobachten und behutsam in genau dem zu fördern, zu initiieren, was sie ausmacht. Die einen können besonders gut mit Tieren oder Pflanzen kommunizieren, andere verstehen sich aufs Träumen, manche bringen die Medizin der Langsamkeit mit. Es gibt welche, die sich beim Zubereiten von heilsamen Mitteln auskennen … So könnte es sein weiterlesen

Übergänge

Ein großartiger schamanischer Aktivurlaub im Schwarzwald. Wetterwilde Initiationswege – weit geflogen, tief gegangen, geschnitzt, erzählt, getanzt, verschmolzen, zutiefst genährt wieder hier angekommen für eine kurze Zeit, in der alle Mails und Telefonate beantwortet werden wollen, in der Koffer aus- und Kisten eingepackt werden wollen. Morgen beginnen die Seminarwochen in der Blumenschule. Es ist alles eine gute Übung in Präsenz. Mich dem ganz hingeben, was gerade ist. Nicht abdriften ins Morgen oder zu den wunderbaren Tage von Gestern. Mich ganz dem widmen, was es als nächsten Schritt braucht. Präzise und langsam bewege ich mich, weil das die beste Weise für mich … Übergänge weiterlesen

Veränderzeit

Schnell geht es nicht, in die Wildnis zu gehen. Es braucht gute Vorbereitungen. Die Fährte ist aufgenommen. Sichten, riechen, horchen, ein Schritt, behutsam, wieder hinspüren, weil dann erst klar wird, wohin der nächste Schritt getan werden will. Mit allen Sinnen unterwegs sein, sehr genau den Ruf hören, ihm folgen und überhaupt nicht wissen, wohin es geht. Ich ehre meine Arbeit, mein Wirken mit einem Ort. Meine Bücher aufstellen, Blumen dazu, Lakshmi, Bilder, Repräsentantenteile für meinen gegangenen Weg. Staunend schaue ich auf das lange Regalbrett. Sichtbar ist es. Ich will die Spirits, die Buchwesen ehren, mich selber wertschätzen. Das mit dem … Veränderzeit weiterlesen

Blumen, Ritual und mehr

Es ist gerade viel Zeit, ich lebe ganztägig und der Sommer breitet sich aus in mir. In der Blumenschule, beim Ratschen, Hollerschorle trinken mit Eis und Blumen, viel miteinander lachen, Luisas Vortrag, ein schönes Ritual im Gewächshaus mit schamanischem Jodeln. Luisa, die immer so spielerisch ganz tiefe Schichten berührt, die herzlich und frei so viel anbietet. Da ist sehr viel Wildnis, die ich einfach köstlichst finde. Zum Glück schreibt Luisa all ihre Bücher. Gewitter und Sonnenschein, alles genau zum rechten Zeitpunkt, ein reicher Abend. Ein Satz klingt sehr nach. „Von allem weniger“. Weniger Zeug, weniger Tun, weniger Antreiben …….. ganz … Blumen, Ritual und mehr weiterlesen