An Hua danzn

An Hua danzn (Den Hua tanzen) – zum Film Der Hua ist ein Frühlingstanz, ein Weißtanz, ein Geheimnis- und Hütetanz. (Für diejenigen, die neu hier sind – ich erfinde Bräuche, um das Brauchtum zu erfrischen.) Der Brauch geht so: Alle machen ein Weißbild mit einem geheimen Wunsch. In manchen Gegenden wird ein rundes Papier genommen, andernorts nimmt man ein rechteckiges oder quadratisches Blatt. Mit weißer Farbe wird symbolhaft der geheime Wunsch aufgemalt. Das Bild ist wie ein Wunschsame. Es wird auf die Erde gelegt, verkehrtherum, so, dass es die Erde lesen kann. Dann bekräftigt man es, indem man darauf tanzt. … An Hua danzn weiterlesen

Winterlauschen

Zum Kurzfilm Winterlauschen“ Den Faden mit der Erfindung von Bräuchen weitergesponnen. Ich finde, dass die Winter immer schneller, lauter, dicher werden und das Staade, das Lauschen, das Langsame, das in diese Zeit gehört, keinen Platz mehr findet. Deshalb habe ich ihm mit dem Brauch des Winterlauschens einen Platz eingeräumt. Im Schnee liegen, die Kälte spüren, sich einschneien lassen und horchen, lauschen, loosen, was tief in der Erde geschieht, was sich vorbereitet, welche Samen bereit sind, was kommen mag, was der Wintergeist an Botschaften bereithält. Die Bauern erlauschen Botschaften für die Ernte und die Wettergeschehnisse. Die anderen gehen hinaus und bekommen … Winterlauschen weiterlesen

Herbstklopfen

Herbst werd´s. Mit Ute Geuder herumstromern, pirschen, auf Herbstspuren im Dorf, auf den Feldern, in der Gegend herumziehen. Filmen, gründeln, das Herbstklopfen als Brauchtum erfinden. Das Klöpfeln oder Klopfen gibt es in den Bräuchen öfters. Es könnte ein Herbstklopfen geben. In diesen Tage sind die letzten Felder abgeerntet worden, die Rabenkrähen und die Stoppelfelder, das Gelb und Rot, die Kühle, die ersten Nebel, Herbstbunt und die längeren Nächte künden es, Herbstgeschichten erzählen sich her. Von Draussen haben wir Töne und Bilder mitgebracht und einen Kurzfilm gemacht. Herbstklopfen – Zum Film   Herbstklopfen weiterlesen

Kehricht – Medizin – Orakel

Ungebrochene Lust auf Ausmisten, Fegen, Reinigen. Kehren ist da die einfachste Art. Hinauskehren, was winterverstaubt ist und Zeit zu gehen. Früher wurde den Toten nachgekehrt, wenn es Zeit war, dass sie endgültig gehen. Ich streue gerne Salz in die Ecken im Frühjahr und fege alles aus. Kehren, fegen, zusammenkehren als sammeln, mich mit dem Kehricht beschäftigen – lauter zauberkräftige Handlungen, die ich mit meiner Großmutter und den alten Frauen in Spanien verbinde, weil sie auf diese Weise damit umgegangen sind. Der Respekt vor dem Kehricht, der mit den Geistern verbunden ist – Kehricht als heilkräftige Substanz, die bisweilen sogar gegessen … Kehricht – Medizin – Orakel weiterlesen

Frühlingsfeuer und Hoagascht

Mit den Eselfrauen haben wir am Wochenende ein riesiges Feuer gemacht und den Winter noch einmal verabschiedet. Herbstzweige, Winterbretter, alte Zäune, Feuer besungen, den Sternenhimmel des Frühlings begrüßt, erzählt und den Duft der Frühlingsnacht eingeatmet. Es gibt da die Frauen, die nur mit Holz heizen, eine von der Feuerwehr und die Bäuerin – sie gehen viel vorsichtiger um mit dem Feuer, dem Funkenflug als Olga mAria und ich. Unser leichter Sinn, der das Feuer gut anfacht und die Vorsicht, die es gut hütet. Nach dem Feuer schauen wir zur Christa ins Wirtshaus, zum Hoagascht oder Hoagartn. Heimgarten, Besuch bekommen mit … Frühlingsfeuer und Hoagascht weiterlesen