Performativer Schrättl-Talk

Wir wissen nicht wirklich, was wir tun. Abfallkleider, Papierkleider aus Zeitungen, Tapeten, vielleicht Plastiktüten kreieren. Eingewanden. Zur Ausstellungseröffnung im Januar wollen wir etwas machen. Talken (engl.). Den Schrättlis unsere Stimmen leihen. Irgend sowas. Inga will viereckig sein. Mea kommt ein bisschen priesterlich daher bei der Anprobe. Und ich habe im Herbstdurcheinander noch gar keine Idee. Das Programm geht in Druck, es muss was rein und später dann kannst du deinem Text folgen – „Performativer Schrättl-Talk“. Vielleicht passt es dann gar nicht mehr und im Januar ist uns nach Schweigen. Weil Schweigen die Botschaft der Stunde ist. Und dann? Dann sagen wir … Performativer Schrättl-Talk weiterlesen

Von Schraten aus aller Welt, insbesondere Katzenschraten

Ein bisschen was aus der Schrateforschung. Sehr interessante Schrate gibt es in Japan. Dort heißen sie Yōkai. Es sind Wesen, die teils Züge von Tieren und Menschen haben. Viele verstehen sich aufs Gestaltwandeln. Für Menschenwesen sind sie oftmals undurchschaubar. Yōkai tauchen in der japanischen Mythologie zahlreich auf und zu diesen übernatürlichen Wesen zählen in Japan auch alle aus westlichen Mythologien, wie unsere Schrate. Die Schrate sind also Yōkai. Je weiter sich die Menschen von ihren alten schamanischen Wurzeln entfernen, von ihrer Wildnatur, desto mehr werden diese Wesen fremd, angstmachend, dämonisiert. Aus den vielen Informationen will ich einen Faden herausnehmen, der … Von Schraten aus aller Welt, insbesondere Katzenschraten weiterlesen

Schrate kommen per Post

Manchmal kommt Post zu mir mit unbekannt seltsamem Absender. L. Larum, Schratweg 3, 19535 Feenhain ist es diesmal. Ich weiß nicht, wer mir diese besondere Überraschungspost schickt. Sie ist sehr willkommen und sie erfreut mich. Ob da jemand Schrateaufträge erfüllt? Auffällig ist, dass etliche der merkwürdigen Wesenheiten eine Gabe haben, sehr entzückend daherzukommen. Vor allem die Katzenschrate. In der Post war schon mal die Vorhut, demnächst kommen mehr im Fortsetzungsfilm. Schrate kommen per Post weiterlesen

No-Project

Ich beginne eine Blogdokumentation des „No-Project“. Es ist, was es ist. Es gibt keine Struktur, kein Konzept, keine Zielausrichtung. Keine Regelmäßigkeiten und doch einen roten Faden. Im Prozess sein. Das, was ich bespiele, verinnerliche, nicht verstehe, ganz tief zu verstehen meine, könnte Bilder oder Worte bekommen. Vielleicht steht der Rest meines Lebens unter dem Leitstern des No-Project. Die Entstehungsgeschichte. Herbst 2013. Eine bayrische Künstlerin fragt ihre Spirits, wie sie weiterarbeiten soll. Coyote lädt ein zum Tanz. Es sei jetzt Zeit. Die Unterweisungen lauten:“neue Techniken, Hauptsache nichts Spirituelles, begib dich auf die Spur von „schräg“ und „krass“, werde extremer, erlaube alle Bilder. … No-Project weiterlesen

found

Der Kurzfilm found ist der zweite Film des No-Project. Er erzählt von zufällig Gefundenem, von Kunst und Müll, vom Entwerten – Verwerten – Neubewerten. Es ist die Geschichte eines alten Buches, das im Wertstoffhof entsorgt wird. Dort wird es gefunden, mitgenommen, gestaltet und neu bewertet. Das Buch wird zum Kunstbuch, zum Ausstelllungsobjekt. Es erfährt eine neue Wertschätzung. Da es ein Haushaltsbuch ist, geht es auch um Hausfrauen und andere Merkwürdige, alsda sind Schrate und Geister, die das Buch bewohnen, sowie die Wesenheiten der Geschichten. Ursprünglich war es gar nicht so gewollt, aber auf einmal hat sich das Thema des ersten … found weiterlesen

Schneewärts

SCHNEEWÄRTS – Ein Winterkurzfilm Fragmente von Weiß und Schnee habe ich über den langen Winter, der keiner war, gesammelt. Das wenige an Winterduft, an Schnee und Weiß und an Bildern der Blauen Stunde habe ich in eine Aufbewahrungsschachtel gelegt, es gehütet und besungen, gewartet, gewartet, gewartet … In die länger werdenden Tage hinein ist aus den Fragmenten ein Winterfilm entstanden. Er ist der Zeichnung gewidmet, dem Schwarz-Weiß. Wobei das Winterweiß ja seine Farbe wechselt, ins Bläuliche oder Gelbliche, je nachdem, wie es mit dem Licht in Verbindung geht. Auch davon erzählt der Film. Und von Strichen, Linien, Zeichen, von Monochromem, … Schneewärts weiterlesen

under pressure – Werkprozess Frottage-Radierung

Im Moment mache ich das NO-PROJECT. Hier ist der Auftakt-Film under pressure Keine Strukturen, keinen roten Faden, mich neuen Techniken zuwenden und dem Spielen Raum geben. Etwas aufnehmen und es wieder verwerfen. Konzepte loslassen. Das, was ich mache, nicht auf seine Verwertbarkeit hin abklopfen. Alles wieder frei lassen, die Wege der Anfängerin erinnern. Das gelingt mir vor allem mit Techniken, in denen ich nicht geübt bin. Back to the artist-roots. Radierungen konnte ich noch nie gut. Und eine Frottage-Radierung, bei der ein kopiertes Foto auf eine Kupferplatte übertragen und geätzt wird, das ist etwas ganz Neues für mich aus dem … under pressure – Werkprozess Frottage-Radierung weiterlesen

HerbstZeitLos

HerbstZeitLos – Link Der dritte Kurzfilm ist fertig aus dem Projekt Vier Mal LebensKunst. Es ist ein Film vom Zugefallenen im Herbst, vom Geschriebenen, den Wörtern und Worten. Um in geheime Buchinnenräume vorzudringen, braucht es Werkzeuge. Da gilt es, damit sie sich öffnen, vielleicht transparenter werden, in die schmale Öffnung hineinzutanzen. Ich mache mich mit den Gerätschaften vertraut, dem Wildniswald, dem Stift, den Blättern. Die Sätze fallen von den Bäumen in die Hand, von da aufs Papier. Unter einem Laubhaufen finde ich den Anfang eines Krimis. Wo soll der hin? Im Zugefallenen tanzt sich ein neuer Sinn ins Herbstland. Träumen, … HerbstZeitLos weiterlesen