Auskehr von Schamaninnen, Hausfrauen und anderen Merkwürdigen

Den Tanz meiner langen Reise durch Social Media zu Ende getanzt. Gefeiert, gelacht, erzählt, orakelt. Eine bunte Wäscheleine als Reiseweg gespannt und die Stationen nochmal benannt und aufgehängt. Wenn ich im Dirndl bin, dann kommt das Bayrische automatisch. Dann kann ich gar nicht mehr richtig im Hochdeutsch erzählen. Und wenn ich zu viel Heiligsachen an die Wäscheleine hänge, dann reißt sie. Das wird dann fast ein Slapstick auf Bayrisch. Im Museumstreppenhaus hinauf in die Ausstellung. Wir spulen uns hoch, begleitet von Franca Wechsler und ihrem Berimbao. Sie war überraschende musikalische Gästin und hat mit Trommel, Gesang und Berimbaoklang gezaubert. Im … Auskehr von Schamaninnen, Hausfrauen und anderen Merkwürdigen weiterlesen

Reiseende und Wildnis

Die schamanische Kraft im Alltag – die Ausstellung im frauen museum wiesbaden klingt Ende Oktober aus. Sie ist, wie das Buch, aus dem Blog entstanden. Jetzt merke ich, dass der Blog mit dem Ausklingen auch loser wird. Ein Monatsblog vielleicht. Es ist was gerundet, durchwandert – das Land Web 2.0 oder Social Media. Nach zwei Jahren Reise komme ich hier wieder im Herbst an. Viel verstanden habe ich in den neuen Ländern, Erfahrungen und Landkarten im Gepäck mit zurückgebracht, neue Begegnungen und kostbare Geschenke gehören dazu. Jetzt wende ich mich neuen Landstrichen zu, den Wildnisgegenden. Möglicherweise gibt es da lange … Reiseende und Wildnis weiterlesen

Kramerladen, Bügeln und Sonstiges

Die Schachteln sind voller Schätze im alten Kramerladen in Curelos. Seit Jahren. Entdecken, in Zeitlupe die Behältnisse öffnen und Kreiden, Haken, Knöpfe befühlen. Kunden anlocken und Waren anpreisen. Ich darf die längst geschlossenen Räume bespielen, betanzen. Zeit verliert sich. Viele Häuser stehen leer, ich finde eingefrorene Momente, eine aufgeschlagene Zeitung, Kinderspielsachen, ein Bügeleisen, das sogar noch geht. Bewegungstempi ändern, Gesänge zu den Räumen finden, laut vor mich hinsingen, was ich lese und nebenbei mein Kleid bügeln. Wie ein absurder Traum ist es, in den die Leute kurz reinschauen und alles ganz normal finden. Das finde ich besonders. Mit dem rosa … Kramerladen, Bügeln und Sonstiges weiterlesen

Fliegender Wechsel

Von drei intensiven schamanischen Wochen, von Kunst und Frauengemeinschaften Richtung Spanien, in die völlige Programmlosigkeit. Noch nicht einmal die Weinernte mache ich mit, weil es zu früh ist. Auf alten Pfaden herumstromern, Sommerfeuer und Berge, die Meigas, die galizischen Magierinnen rufen, den Katzen zuschauen, Patcheran trinken und aufs Meer schauen. Die Reise wird mich in den westlichsten Teil, ans Ende Europas, bringen. Es ist eine Westreise, was auch immer das sein wird. Ich habe keine Pläne und fahre einfach mal los. Fliegender Wechsel weiterlesen

So könnte es sein

Die Kraft der alten Heilerinnen – eine tiefe Forschungszeit mit den Frauen am Feuer. Eine Potenzialentfaltungsvision schwingt im Raum. Wir leben in einer tragenden, heilen Gemeinschaft, die es versteht, die Gaben der Menschen zu erkennen und erblühen zu lassen. Schon bei den kleinen Kindern wird ihre Einzigartigkeit wahrgenommen. Die Älteren fangen an, sie zu beobachten und behutsam in genau dem zu fördern, zu initiieren, was sie ausmacht. Die einen können besonders gut mit Tieren oder Pflanzen kommunizieren, andere verstehen sich aufs Träumen, manche bringen die Medizin der Langsamkeit mit. Es gibt welche, die sich beim Zubereiten von heilsamen Mitteln auskennen … So könnte es sein weiterlesen

Veränderzeit

Schnell geht es nicht, in die Wildnis zu gehen. Es braucht gute Vorbereitungen. Die Fährte ist aufgenommen. Sichten, riechen, horchen, ein Schritt, behutsam, wieder hinspüren, weil dann erst klar wird, wohin der nächste Schritt getan werden will. Mit allen Sinnen unterwegs sein, sehr genau den Ruf hören, ihm folgen und überhaupt nicht wissen, wohin es geht. Ich ehre meine Arbeit, mein Wirken mit einem Ort. Meine Bücher aufstellen, Blumen dazu, Lakshmi, Bilder, Repräsentantenteile für meinen gegangenen Weg. Staunend schaue ich auf das lange Regalbrett. Sichtbar ist es. Ich will die Spirits, die Buchwesen ehren, mich selber wertschätzen. Das mit dem … Veränderzeit weiterlesen

Blumen, Ritual und mehr

Es ist gerade viel Zeit, ich lebe ganztägig und der Sommer breitet sich aus in mir. In der Blumenschule, beim Ratschen, Hollerschorle trinken mit Eis und Blumen, viel miteinander lachen, Luisas Vortrag, ein schönes Ritual im Gewächshaus mit schamanischem Jodeln. Luisa, die immer so spielerisch ganz tiefe Schichten berührt, die herzlich und frei so viel anbietet. Da ist sehr viel Wildnis, die ich einfach köstlichst finde. Zum Glück schreibt Luisa all ihre Bücher. Gewitter und Sonnenschein, alles genau zum rechten Zeitpunkt, ein reicher Abend. Ein Satz klingt sehr nach. „Von allem weniger“. Weniger Zeug, weniger Tun, weniger Antreiben …….. ganz … Blumen, Ritual und mehr weiterlesen

Erste Schritte

Weiter Richtung Wildnis. Es zieht mich zum Unmittelbaren, Direkten, zur Begegnung, Erfahrung. Deshalb mag ich die Seminare gerade sehr. Das virtuelle Scheinwerferlicht gehört nicht zur Wildnis, Sonnen- und Mondinlicht schon. Ich habe etwas Seltsames gefunden, eine Rankingliste für alle Websites, ob die Tendenzen nach oben oder unten gehen, es sieht ein bisschen aus wie bei Aktien und den Kursverläufen. Und es gibt auch einen Preis, den die Website wert sein soll, als wäre sie ein verkaufbares Produkt. Dabei hat es nicht mal die Eigenschaften, die ein Produkt ausmachen. Wegen der Zeitweitung mit den Artikeln habe ich lauter rote Pfeile nach … Erste Schritte weiterlesen

Die schwierigen Unheiligpassagen

Am Arkunafeuer im Heilehaus mit den Frauen die schamanische Kraft im Alltag erforscht. Diesmal habe ich sehr genau hingespürt an die Übergänge, wieviel Aufmerksamkeit gerade die Zeit in transition braucht. Dann, wenn wir aufstehen und uns umziehen, aufs Klo gehen, aufräumen, wenn die Pause ist, der Tisch gedeckt wird, wenn die scheinbar banaleren Passagen kommen. Vielleicht sind sie die wirklichen Test- und Lehrpassagen. Da kann ich erproben, ob ich in meiner Kraft, Aufmerksamkeit, Lust und im wachen Forscherinnengeist bin, ob ich in meiner Magie bleibe, ob ich schnell unruhig werde beim Packen, in Eile komme, ob ich meine Erkenntnisse, meine … Die schwierigen Unheiligpassagen weiterlesen

Sommermomente

Jetzt habe ich schon vom Winter geschrieben – der Winter, der keiner war. Das will ich vom Sommer nicht auch schreiben und doch ist es ein ziemliches Wetterwirrwarr. Dicke Jacken, Regensach und eine Halsentzündung – die allerdings kommt wohl vom Shisharauchen -, dann Hitze, Gewitter, frostige Winde. Ich koste die Sommermomente aus, pflücke jeden Moment, atme jeden Sommerduft tief ein, essen Blumen und trinke Sonnenstrahlen. So fühlt sich der Sommer gleich nach viel mehr an. Eigentlich sind wir ja noch gar nicht im Sommer. Auch egal, ich fange am besten früh an. Durch Blumenkucheneinverleibungen werde ich nicht zarter, es kann … Sommermomente weiterlesen