Die Träumerin im Westen

Die schwierige Westpassage – unsere Gesellschaften, die so viel Mangel haben an Initiationsweisheit, an Trauerkultur, an Ältesten … wir erahnen, erspüren, gehen über die Schwelle der Schamanin, machen uns auf, die heiligen Träume unserer AhnInnen ans Feuer zu bringen. Starke Winde kommen auf, die den Regen mitnehmen. Die Blumen auf dem Salat bleiben, ebenso wie das reiche Dessert. Das freut das Sommermädchen. Die Träumerin im Westen weiterlesen

Lebensrad in der Villa Kassandra

Heute ist ein Reisetag. In die Edeka mit Gustav, zur Christa in die Wirtschaft mit Sabine und von dort gleich weiter – über und an die Grenze, Schweiz, Frankreich, alltägliche Wirklichkeit und Nagualweite. Freundinnenzeit mit Orna und Barbara zuerst, dann Ritualzeit in der Kassandra mit Susann und vielen Frauen. Lebensrad, schamanische Mesa … irgendwann der Rücktransport all der Geschichten, über die Grenzen in meinen Alltag und integrieren. Darum geht es. Es ist eigentlich klar und leicht gesagt, das mit der Integration der Erfahrungen, Begegnungen, Bilder, Geschichten. Und es ist nicht einfach, erfordert Zeiträume, Behutsamkeit. Manchmal ist es zu viel, zu schnell, … Lebensrad in der Villa Kassandra weiterlesen

Frühlingsfeuer, Nachklangzeit

Sie sind ganz anders als die Winterfeuer. Bewegt sind sie gerade, mit anderen Geschichten und Dynamiken. Weil die Abende so lau sind und einladen, hat es heuer schon etliche Frühlingsfeuer gegeben – ein walpurgisches, Grillfeuer, Liederfeuer, Eselfrauenfeuer und einfach-so-Feuer. Am Wochenende hat ein weiteres Council-Feuer in Wil gebrannt, mit kostbaren Geschichten und Spiegeln. Nach der Menge der Feuer müssten wir – gefühlt – schon weit im Sommer sein. Nachklangtag für die Zeit in der Schweiz, für die reichen Schätze, die Bilder, die Weite und Schönheit der Frauen und ihrer Geschichten. Wenn ich morgens eine Kerze anzünde, dann nehme ich den … Frühlingsfeuer, Nachklangzeit weiterlesen

Schürzenbezauberung

Schürzen – Erinnerung an die Großmütter, an Küchenalltag, Stall- und Gartenzeit, an die Kittelschürzen meiner Mutter, meiner Großmütter und den Tanten. Bei der Erforschung der schamanischen Kraft im Alltag schaue ich mir das Gewand an, das Prachtgewand und das Alltagsgewand, das Arbeits- und das Ritualgewand. Als erstes habe ich Schürzen gefunden. In Bayern ist das Verhältnis zu Schürzen recht rosig. Schöne bestickte Schürzen zum Dirndl sind salonfähig und die Arbeitsschürzen werden sowieso überall benutzt. Meine experimentierfreudigsten Studentinnen haben manchmal Kittelschürzen zu ihren schillernden Outfits getragen. Zum meinem neuen Projekt gehören auch die Kittelschürzen. Anni mit ihren fast neunzig Jahren schenkt … Schürzenbezauberung weiterlesen

Körpermalerei an einem Maientag

Freundinnentreffen mit Anke. Zwei Frauen sitzen miteinander am Frühstückstisch. Wir könnten uns bemalen, sagen sie. Das passiert so, wenn sie zusammen sind. Es braucht manchmal nur einen Maientag, eine rote Couch, Maibaumgespräche und Farben. Sie bemalen sich und leben in den Tag rein. Pinselstriche auf der Haut, Musik und Rasenmäher, Wind und Sonne, Farbenklang. An der Ammer gestellte Steine und versteinerte Echsen finden die Frauen, sie lachen viel und bekränzen sich. Wie leicht es ist, am Fluss zu sitzen und zu verweilen. Zeit verstreichen lassen, das Miteinander genießen. Leben lieben.                Dieses Jahr ist … Körpermalerei an einem Maientag weiterlesen

Suppenmagie

Ich liebe Suppen und mache mir eine Frühlingssuppe mit Blumen und Kräutern, mit der ganzen Erneuerungskraft, mit Lebenskraft und bunter Vielfalt, mit Gelb und Sonnenschein und einer Grüngeschichte. Feuer und Wasser eingeladen, ein Lied reingesungen und mit dem Zauberstab umgerührt. Brotsuppe, Blumensuppe, Totensuppe, Wurzelsuppe, Steinsuppe, mir manchmal ein Süppchen eingebrockt, mein Süppchen ausgelöffelt, Glückssuppe, Weinsuppe, Hochzeitssuppe … Kraftspeise, Gemeinschaftsmahl. Es gibt die Morgensuppe für die HirtInnen im Frühling beim ersten Austrieb, die Trollsuppe zu Brigid für die wechselnden Dienstleute, Jahresfestsuppen, Kohlsuppen für die Hausgeister. Sogar eine Grenzsuppe gibt es, welche drei Amtleute verschiedener Bezirke aus einer Schüsselvertiefung im Stein mit … Suppenmagie weiterlesen

Frühlingsmüde Schlafzimmergedanken

Weil ich so frühlingsmüde bin, bin ich zur Zeit gerne im Schlafzimmer. Ins Zwielicht dösen, die Morgensonne wandern sehen, dem Vogelzwitschern lauschen, das mich als erstes weckt, mich von ihm wieder in den Schlaf singen lassen. Genussvolle Frühlingsmüdigkeit. Schlafzimmer, Schwellenraum zur Traumzeit. Im Bett liegen wie im Boot, das mich aufs Meer hinausträgt, in die Weite des Nagual. Vom Schlafzimmer aus die Traumpfade betreten. Der Ort, vom dem aus ich jeden Tag losreise in die Traumzeit. Wie gestalte ich diesen besonderen Raum, wie mein Boot? Gerne lasse ich mich von Lavendelduft auf der Reise begleiten oder lege Schafgarbe unters Kissen, … Frühlingsmüde Schlafzimmergedanken weiterlesen

Masken, Walpurgis und Maibaum

Walpurgische Klänge und Feuergesänge, Regennacht am See, Wolfsrudel dabei, vom Feuer getrocknet werden und in den Sternenhimmel gelacht miteinander. Mit Christine und Ulla Walpurgis gefeiert nach einem langem Maskentag. Die Geschichten der Masken kommen mit ans Feuer, sie erzählen etwas von der Clanmutter, der Gelassenen, dem Reh oder der Tödin. Wir haben die Länder unserer letzten Maske bereist. Es sind Medizinmasken und wir ergründen, wie diese Medizin ergänzt und vertieft werden kann oder welche neue Spur sich auftut. Wieder die Frage, was es macht, so kurz vor Neumondin rituell zu arbeiten, ob es nicht doch hilfreicher ist und alles klarer gesehen … Masken, Walpurgis und Maibaum weiterlesen