Die Schneefrau

Geschichten bewahren Klick zum Schneefraubuch Es ist eine alte Kunst, das Geschichtenerzählen und eine wichtige Hütekraft. Die Geschichten wollen ans Feuer, sie wollen erzählt und bezeugt werden. Die Geschichtenfeuer sind wenige in unserer Gesellschaft. Und die Kunst, die wichtigen und besonderen Geschichten weiterzugeben an die nächsten Generationen ebenso. Oft verschwinden die Geschichten unerzählt und dann wieder ergießt sich ein schier nicht enden wollender Wortschwall aus Menschen heraus. Bei vielen Indigenen gibt es Leute, die dafür zuständig sind, Geschichten zu bewahren, zu hüten, das Wesentliche herauszuschälen, den roten Faden zu halten und als gute Nahrung weiterzugeben. Manche bewahren die Genealogie. Sie … Die Schneefrau weiterlesen

Ungeduldswandlung

Weil ich gerne meine Ungeduld transformieren möchte, schreibe ich eine Wandelgeschichte dafür: der Klick zum Buch Die Geschichte einer Ungeduldigen – Zeitweit werden                                    Geschichten der Wandlung  Unterwegs auf dem Lebensweg scheinen manche Wegstrecken ja ziemlich misslich, andere bedeutungslos oder verloren und langweilig, lange Strecken scheinen mittelmäßig und unaufgeregt dahinzugehen und hin und wieder ist es sensationell und großartig, was da durchwandert wird. Das beginnt sich zu ändern, wenn die Geschichten gehoben werden, wenn lose Teile zusammengefügt werden, wenn es einen Teppich gibt, gewoben aus … Ungeduldswandlung weiterlesen

Eine Wundergeschichte

Geschichten der Wunder Wundergeschichten finde ich sehr wunderlich. So viele kenne ich gar nicht, obwohl ich glaube, dass alle in ihrem Leben Wundergeschichten erlebt haben. Aus einer schwierigen Geschichte eine Geschichte der Wunder zu machen, hat etwas sehr Heilsames, weil Wunder über Grenzen hinausgehen. Entstanden sind Bilder, eine Schachtel, Worte und alles zusammen ist in einen Kurzfilm gepackt.        Der Klick zum Film Ich habe eine eigene Geschichte genommen, die mit meiner Katze. Da habe ich manchmal offener, manchmal versteckter die Erwartung, dass neben das Klo gepieselt wird. Und meine Hoffnung auf die selbstverständliche Katzenklobenutzung ist begrenzt. Der … Eine Wundergeschichte weiterlesen

Geschichtenwege im Rollbuch

zum Rollbuchfilm Wenn es um Geschichten geht, dann taucht der Clan der Geschichtenerzählenden auf und mein Weg als Geschichtenerzählerin. Es ist einer meiner wichtigsten Clans. Deshalb kann ich das Wachsen der Geschichtenerzählerin und ihrer Medizin so genau erinnern. Als kleines Kind, mit der ganz jungen Geschichtenmedizin, habe ich sie vor allem den Tieren, meiner Mutter und den Puppen zukommen lassen. Dann haben mir meine Eltern ein Kasperltheater gekauft samt den Figuren. Wir haben diese je nach den Geschichten ändern müssen, immer wieder neu. Das Nichtvorhandensein eines ausgereiften Fernsehprogramms hat mich unzählige Geschichten spielen lassen für meine Freundinnen und Freunde. Wenn uns … Geschichtenwege im Rollbuch weiterlesen

Witterung aufnehmen

Es ist Herbst und die Ernte von mehreren Jahren ist eingemacht, in Form eines Buches, das von den Wegen der Wanderin im Grenzland erzählt. Über den Winter bekommt es noch Würze, wird gefeilt und verfeinert und wird im neuen Jahr in die Welt gehen. Und nun? Wie soll es weitergehen? Es spürt sich an wie in einen Nebel hineingehen. Dort sind die Bilder unscharf und alles verflüchtigt sich. Ungeduld ist hinderlich und dennoch da. Die Nase in den Wind heben, Witterung aufnehmen. Es ist vage. Das ist meist so nach einer Ernte, das kenne ich. Spielen, Beliebiges hinwerfen, den Schritt … Witterung aufnehmen weiterlesen

Die Sprachheimat

Zum Minibuch „Sprachheimat“ Wo ist meine sprachliche Heimat? Die Muttersprache, die Sprache meiner Kindheit, die später erlernte an einem Ort, der Heimat geworden ist, die Mixtur aus allem? Je mehr ich verstanden habe, wie weit und frei mich die Beheimatung sein lässt, desto mehr liebe ich meinen Dialekt. Manchmal verwende ich ihn wie eine Geheimsprache – in Spanien oder in Bremen. Da kann ich lästern und Ungehöriges sagen und niemand versteht es. In der Sprachheimat kommt der Humor erst richtig zum Tragen, der Sprachwitz entfaltet sich dort, wo jemand sprachlich tief beheimatet ist. Bei den Maori wurden wird aufgefordert, in unserer … Die Sprachheimat weiterlesen

Heimat und die Wiederholung

zum Pixiebuch Heimat, das ist zig mal Wiederholtes. Vertraut, bekannt, oftmals erlebt, viele Male durchwandert. Lebensbegleitendes wie Feste, Rituale, Abläufe sind in vielen Zusammenhängen erkundet, genauso wie die Berührung von Frühling oder Schnee. Sie sind wiederkehrend und doch immer anders. So weiten sich die Jahresringe des Vertrauten, sich Wiederholenden. Es sind rhythmische Wiederholungen. In der Wiederholung liegt die Kraft – etwas festigt sich, prägt sich ein, intensiviert sich, sinkt hinein, bringt die Übung und das Können. Deshalb kommt die Wiederholung in Kinderreimen oder magischen Formeln und Zauberspürchen vor. So wird es verinnerlicht. Das vertraute Gefühl und die Sicherheit wächst. Im … Heimat und die Wiederholung weiterlesen

Heimatgwand

Ein Pixie aus dem Heimatfeld | Heimatgwand – zum Buch Das Heimatgwand ist eine Sammelstelle. Es besteht aus ganz vielen Teilen, die zusammengehören und doch nie alle zusammen getragen werden können, weil es so viele sind. All diese Teile zusammen machen mein Heimatgewand aus. Es sind gefundene und geschenkte Teile, welche aus den alten Großmutterschürzen und Knöpfe aus der weitergegebenen Knopfschachtel, dem Orakel meiner Kindertage, die irgendwann von meiner Mutter zu mir gewandert ist. Angetrachteltes in Kombi mit ganz Normalem, Schlumpfsach und Asiatischem. Kräuter sind eingenährt und die Rocksaumnotizen geben Auskunft über meine Erkenntnissen und Bewegtheiten auf meinem Weg. Es … Heimatgwand weiterlesen

Die Quellen-Sage

Die Lengenfelder Quelle und die Traummacherei – Zum Pixie Die Lengenfelder Quelle und die Traummacherei Mit der Lengenfelder Quelle hat es eine seltsame Bewandtnis. Es ist nämlich so, dass die Meisten von ihrer Existenz nichts wissen. Und die, die sie kennen, können es nicht beweisen, weil sie sich bei den Ortsbegehungen zu entziehen weiß. Sie speist die Menschen mit Traumzeitgeschehen. Bei ihr lernt man, wie es geht, freizügig ins Unreine zu träumen und das dann wirklich werden zu lassen. Die Quelle ist hinten bei den Feldern, am Ortsrand. Das Freitagswasser soll besonders förderlich sein für die Traummacherei und den Zugang dazu. Einmal hat eine alte … Die Quellen-Sage weiterlesen

Die Nebelfrau vom Wessobrunner Buch

Die Nebelfrau vom Wessobrunner Buch – Zum Pixie Heimat, da gehören die Sagen und das Brauchtum dazu. Bräuche und Heimatsagen zu erfinden, das ist ein bisschen wie wildern in einem Kuhstall mit heiligen Kühen. Ich glaube, das geht nur aus einem Beheimatetsein heraus, also wenn man den Stall und die heiligen Kühe gut kennt. Weil ich sie kenne, wage ich es zu wildern, um sie von innen heraus zu erfrischen, die Kultur. Ich will meine Heimat mitgestalten. Vielleicht ist das grundsätzlich die Türe ins Heimatfeld. Beteiligt sein im Kulturfeld, Teil davon, von mir mitgestaltet. So wirke ich auf dieses Feld. … Die Nebelfrau vom Wessobrunner Buch weiterlesen