Morgenzeiten

Mein Alltägliches beginnt morgens. Genauso wie auch mein Besonderes morgens beginnen könnte. Den Anfang meines Tages heiligen. Mit meinen StudentInnen habe ich einmal ein Projekt gemacht „Ein scheinbar ganz normaler Tag“. Sie haben den Tag dokumentiert, fotografiert, beobachtet, angefangen Rituale zu kreieren, Verrücktheiten einzubauen, etwas andersherum zu machen, den Fokus auf Neues gerichtet wie die Tiere, die mir begegnen, den scheinbar normalen Tag rückwärts gegangen-gedacht und vieles mehr. Und so wurden aus den normalen Tagen durch veränderte Sicht und ihre Umsetzungen ziemlich aussergewöhnliche Alltage. Morgens mache ich den Tag zu meinem Tag, da verbinde ich mich mit meiner Magie, manchmal … Morgenzeiten weiterlesen

Blogbeflügelt

Der Faden ist gefunden, es macht Spass und beim Hinspüren, was mir so ein Blog gibt, komme ich auf eine spezielle Medizin. Es hat mit Spielen zu tun. Kein Projekt daraus machen, kleine Postkartenbilder kreieren, die auch wieder verschwinden dürfen. Alltagszauber, dem ich den Blog widme. Mein „About“ spielerisch weiterspinnen. So habe ich schon manchmal etwas zuerst als Wort in der Vita in die Welt geschrieben und dann ist der Inhalt gefolgt. Das war mit der Tänzerin und der Reisenden so. Ich wollte es sein, habe einfach gesagt, dass ich es bin und dann ist das Werden gefolgt. Es hergesprochen. … Blogbeflügelt weiterlesen

Herdstelle und Küchenzauber

Die Feuerstelle im Haus, wichtigster Ort, Ahnenplatz, Hausschlangenkult, Transformationsplatz. Es war der heiligste Ort. Das Zentrum des Hauses, der Jurten, Ails und Tipis. Dort kamen die Menschen zusammen, zum Geschichten erzählen, um Verträge zu schließen, um Gäste willkommen zu heißen, um sich zu wärmen oder um schamanisch zu arbeiten. Und heute? Hier, in meinem Haus? Könnte ich mein Herdfeuer wieder heiligen. Ein Feuerbild hinten hingeklebt erinnert mich daran, was für ein Ort es ist, bindet den Elektroherd an das mächtige Feld all der Feuer in der Steppenweite, der Taiga, an all die Nomadenfeuer und an die Feuer meiner Großmütter an. … Herdstelle und Küchenzauber weiterlesen

Katzenträume

Meine schlecht zu fotografierende Katze Katalina. Ich habe heute ein Bild der Frau gefunden, die ihre Namenspatronin ist, Doña Katalina aus Cornejo. Sie hat mir Spinnen beigebracht und viele Geschichten des alten Spanien erzählt. Es gibt nur die eine Feuerstelle in ihrem Haus und die Winter verbringt sie dort, weil es überall sonst eisig kalt ist. Da spinnt sie, hört dem Feuer zu, füttert es, macht Kleidung, flechtet Körbe – eben alles, was in die Winterzeit gehört. Sie hat etwas, das der Katze ähnlich ist, dieses Zärtliche, Rauhe und Spitze zugleich. Deshalb trägt Katzenkatalina ihren Namen. Und während ich das … Katzenträume weiterlesen

Wirtin und Alltagserforscherin treffen sich

Manchmal werde ich gefragt, wie es einer, die so sonderbare Dinge tut und so lebt wie ich, in einem kleinen bayrischen Dorf geht. Die Situation hatte ich auch sechzehn Jahre lang in einem kleinen Dorf in Altkastilien. Ich war integriert, werde gelassen, darf verrückte Dinge tun. Wie das? Vielleicht, weil ich gerne in die Dorfwirtschaften gehe, mit den alten Wirtinnen befreundet bin und gerne auf einen Ratsch mit dem Besen am Zaun stehe. Das, was im Dorf passiert, sehe ich dann auch im Größeren in der Politik, in den Zeitungen. Vielleicht, wenn ich unser Dorf verstehe, verstehe ich auch alles … Wirtin und Alltagserforscherin treffen sich weiterlesen

Mein Dorf – Alltagserforschung

Mein Blog fordert mich heraus, unerwarteterweise. Ich suche meine Form, in jeder Hinsicht. Die Findung lässt warten.  Also spiele ich ein bisschen. Besonders poetisch lässt mich der Blog nicht sein und politisch fände ich irgendwie blöd bei den vielen guten Politblogs. Was dann? Und da lande ich beim Alltag. Vielleicht versuche ich mich als Alltagserforscherin, das würde zu dem passen, womit ich mich seit einiger Zeit beschäftige – Schamaninnen, Hausfrauen und andere merkwürdige Wesenheiten. Alltag erforschen. Wie bringe ich Zauber in meinen Alltag, wie bleibe ich mit meiner Magie verbunden? Wie mache ich die festen Grenzen zwischen Heiligem und scheinbar … Mein Dorf – Alltagserforschung weiterlesen

Mit den Sternen gehen – Astrologisches

Horoskop, das neue Jahr – da ich nicht sternenkundig genug bin, befrage ich jedes Jahr meine klugen Sternenfrauen. Luisa Francias Horoskop mag ich sehr, zu finden bei salamandra.de unter Mondo Cane, ihr Tagebuch ist natürlich auch hinreißend. Ulla Janascheck ist meine Tiefenastrologin, Christa Schwengeler vom Lichtblick-Zentrum in der Schweiz dazu. Und so habe ich erfahren, dass mein Gespür genau richtig ist –  zu reduzieren, mich meiner reichen Ernte zuzuwenden und damit etwas zu machen, statt immer noch mehr hinzuzufügen, keine neuen Projekte und Großreisen anzugehen, weil mir nach Tiefenzeit und Weniger zumute ist. Saturn als wichtige Kraft – all das … Mit den Sternen gehen – Astrologisches weiterlesen

Kommentarfreie Zone

Warum kann man meinen Blog nicht kommentieren? Ich habe die Likes and Shares bewusst ausgeklickt. Und weil so viele Nachfragen kommen, will ich es erklären. Der Blog ist ein Test, ich schaue, ob es mir Spaß macht, ob es sinnvoll ist und wieviel zu tun ist dafür. Eine Freundin meinte, der entspannteste Blog ist einer, der nicht läuft. Und, dass mit Austausch, Kommentaren etc. so richtig viel Aufwand verbunden ist. Genau das will ich mir jedoch nicht als neues Projekt einladen. Dann gibt es eine zweite Schiene. Ich beende meine Vorträge und Lesungen auch einfach so, Fragen stellen ist dann … Kommentarfreie Zone weiterlesen

Positive Verstärkung

WordPress schreibt mir, „your 2010 year in blogging“. Wie viele Leute den Blog angeklickt haben, wie viele Artikel und Bilder ich gesetzt habe, woher die Lesenden kamen und so weiter. Diese mail bekommen ja alle BloggerInnen von WordPress und sicher auch die positiven Verstärkungssätze. Dennoch, ich nehme sie persönlich, freue mich, fühle mich bestätigt und positiv verstärkt. So amerikakritisch ich bin, so genau schaue ich mir an, wie sehr sie sich gerade in den unteren Schulklassen an den Potenzialen orientieren, im Gegensatz zu uns – am Mangel orientiert. Allein der Satz „We think you did great!“ Den koste ich so … Positive Verstärkung weiterlesen

Jahresbeginn, Katze und Kracher

Diesmal war es ihr zu viel. Katalina hat mich geholt, um die Kracher draussen abzustellen und zum Kuscheln, weil es so eine Zumutung war für sie. Wenn ein heftiger Sturm ist oder in der Silvesternacht flüchten manche Vögel in den Speicher, fliegen durch die Fledermausöffnungen. Auch das hat sie mir am Morgen gezeigt, dass Vögeln da sind, die wir rauslassen müssen. Sie ist gut gelaunt morgens, weil sie die Nacht an und auf mir verbracht hat und die große Decke für sich hatte. Sie schaut den Kindern zu, lässt sich warme Brezen bringen, erzählt von ihrer Nacht. Katalina hat was … Jahresbeginn, Katze und Kracher weiterlesen