Es ist losgegangen

In diesem Jahr will ich genau schauen, wo es um die weichen Übergänge geht und wo um hilfreiche Markierungen von Schwellen. So in etwa. Etwas ganz Eindrückliches habe ich gleich zu Jahresbeginn erfahren. WordPress schickt mir den Jahresabschluß. Letztes Jahr war es eine kurze Statistik, unaufgeregt und dann stand da We think you did great. Dazu habe ich einen Artikel im Blog geschrieben, weil ich das so gut fand, richtig spürbar kräftigend. Und dieses Jahr? Kommt die Bilanz in Deutsch. Viele Statistiken, kühle Bilder und ein Vergleich mit den Besucherzahlen im Louvre – wie lange ich brauche, um auf die Zahl … Es ist losgegangen weiterlesen

Hinübergetanzt, adios und willkommen!

Rauhnachtsschärfe. Mir war und ist dieses Jahr so gar nicht nach Lichtschiffen. Es gibt nichts, wofür ich eines losschicken wollte. Manchmal waren die Schiffe schwer beladen mit Visionen, Bildern, Wünschen. Dann kam das Wie, welches das Was abgelöst hat. Und ich habe etliche Lichtschiffe für ein gutes Wie losgeschickt. Und heuer? Hat sich alles aufgelöst, weil ich nicht mal mehr weiß, was ein gutes Wie ist. Im neuen Jahr möchte ich Erfahrungsräume betreten und wieder verlassen können. Ganz alte Themen waren gegen Jahresende auf dem Tisch. Ich kenne die alten Themen und kenne sie doch nicht. Neu ist, wie ich sie … Hinübergetanzt, adios und willkommen! weiterlesen

Die Schwellen markieren

Jetzt gehe ich seit über einem Jahr im Blog für die Verwischung der festen Grenzen. Und ich finde, dass es wirklich wichtig ist, uns das Schamanische, das Spirituelle wieder hereinzuholen in alle Tage, den Blick zu schärfen dafür, dass es nicht irgendwo und ganz woanders ist, sondern wir immer damit verbunden sind. Und nun komme ich an bestimmten Punkten genau dahin, dass ich schärfere Schwellenmarkierungen brauche und die Verwischung hinderlich finde. Paradox. Einmal ist die Grenzverwischung wichtig und einmal braucht es das klare Markieren. Die Fallen können beispielsweise aufgehen, wenn sich Freundschafts- und Professionsebenen vermischen, ohne, dass es gekennzeichnet ist … Die Schwellen markieren weiterlesen

Ein Bad in Orange

Der Schaum der Tage ist bläulich-kühl. Mein Körper braucht Wärme und Rot-Orange, Mußezeit, Genußwurzeltage. Ich habe mal von meinem Geburtsort Pflanzen gesammelt und getrocknet, die Lebenskräuter der ersten Erdbegehung in diesem Leben. Mit ihnen nehme ich jetzt ein Bad, tauche ein in Wärme, Erdhöhle, Genüssliches. Das Badewasser färbe ich orange oder rot, Kerzen und ein Lied in Orange und dann trinke ich noch ein orangerotes Getränk dazu. Campari würde sich anbieten oder Karottensaft, wahlweise bei mir auch Hagebuttentee, weil sie zu den Wurzelfrüchten meines Lebens gehören. So lässt es sich entspannt Richtung Jahresende gehen, Morgenseiten nachlesen, mich wundern über manches, … Ein Bad in Orange weiterlesen

Meine Rauhnachtsgäste

Hallo meine Gäste, ich bewirte euch gerne. Die weißen Speisen für die Percht und ihr Gefolge, was für die Katzen oder Wildtiere. Auch Marder und Fuchs sind mir willkommene Gäste. Es braucht allerdings genaue Abmachungen mit ihnen. Zum Beispiel, dass wir nicht zusammenziehen werden. Wir halten uns bisher an unsere Vereinbarungen. Die alte Marderin hat mir den Tipp gegeben, dass ich dafür sorgen soll, dass keine Fremdmarkierung ans Auto kommt, das würde sie sehr stören. Am besten könne ich sowas verhindern, indem ich in den Motorraum pinkle oder um das Auto rum, wenn es nachts woanders steht. Ein Hinweis, der … Meine Rauhnachtsgäste weiterlesen

Reich beschenkt, winterstill

Es liegen so viele Geschenke auf meinem Küchentisch. Die Post bringt sie mir oder sie sind in den mails und das Leben trägt sie her. Sterne, Wünsche, Bilder, Stoffliches und Wortnahrung, Essbares, Lesestoff und Leinenstoff. Vielen Dank! Es liegt alles auf meine Altären, beim Arbeitstisch, im Lebensraum. Weil ich keine Weihnachtspost schreibe und es die Rauhnächte staad mögen, singe ich Lieder. Vielleicht sind sie zu hören, dann, wenn der Tag in die Nacht übergeht. Nun gut, sie klingen vielleicht nicht glockenhell, aber das, was ich alles reinsinge, das könnte schon gut kommen. Ich singe jetzt lieber als ich schreibe, weil … Reich beschenkt, winterstill weiterlesen

Durchlichtungen

Einer Eingebung folgend, putze ich die Fenster, zumindest die allerwichtigsten. Für den Durchblick, den klaren Blick und den scharfen Adlerinblick. Ich will durchschauen können, glasklar bis zum Wald hinter und noch weiter. Weil ich die hohe Kunst des Fensterputzens nicht recht beherrsche, setze ich meist auf eine günstige Mondzeit. Während ich putze, rufe ich den Weitblick und manchmal das helle Sehen. Wenn es getan ist, freue ich mich und schaue gerne lange durch alle geputzten Fenster. Weit kann ich jetzt sehen, ohne Trübungen und nirgendwo verhakt sich der Blick. Der getrübte Blick auf etwas, das liegt bisweilen am verdappten Brillenglas. … Durchlichtungen weiterlesen

Wintersonnwende bei Schnee

Es schneit und ich hoffe auf Langlaufzeiten. Gestern Nacht bin ich zum ersten Mal über verschneite Strassen heimgefahren vom Forscherinnenfeuer. Heute habe ich zum ersten Mal Schnee geräumt. Die Tiere waren dabei, sie freuen sich genauso über den Schnee wie ich, tollen rum, graben sich ein oder fangen Schneeflocken. Katalina und ich lassen uns einschneien und dann jagen wir uns jauchzend durch den Schnee. Winter zieht ein in meine Zellen, endlich. Die Altäre herrichten vor den Rauhnächten, danach ist mir. Abstauben, neu bestücken, die Decken ausschütteln wie die Holle. Frische Kerzen, Befragungen, ob jemand den Platz wechseln will und welche … Wintersonnwende bei Schnee weiterlesen

Rauhnachtsvorbereitung

Die Woche vor Rauhnachtsbeginn. Das Ende der Spinnstubenzeit naht, traditionell muss der Rocken vorher abgesponnen sein. Mein Rocken samt Flachs ist gerade ein Flyer für´s Museum, Steuerteile, Kunst – mein Alltägliches, mein Tagwerk. Ich lande in Spanien bei Doña Catalina. Sie hat mir das Spinnen beigebracht. Im Sommer Spinnen lernen wollen, das fand sie komplett bescheuert. Dementsprechend schaut sie auch drein. „Du weißt ja gar nichts,“ hat sie gegrummelt,“nicht wann man was lernt, nicht wann man was tut oder lässt und dann wunderst du dich.“ Der Text hätte auch von meiner Katzen-Katalina sein können. Jetzt werde ich mein Nähkästchen ordnen … Rauhnachtsvorbereitung weiterlesen

Multitasking kritisch hinterfragt

Beim Kochen gemerkt, dass ich was vergessen habe, also schnell losgefahren zum nächsten Supermarkt. Und weil alles ja schnell gehen soll, mache ich alles gleichzeitig – Auto aus, abschnallen, Tasche holen, Tür auf. Ich werde nervös, hudle rum, der Geldbeutel fällt runter und ich stoppe. Tempo rausnehmen, eins nach dem anderen. Die Gleichzeitigkeiten bringen mich völlig durcheinander. Mag ja sein, dass Multitasking möglich ist und punktuell sinnvoll, als Dauerzustand oder Daueranspruch ist es höchster Streßfaktor. Ich werde das „schnell mal, noch kurz, nur noch …“ nicht ins neue Jahr mitnehmen. Ich will es auch aus meiner Sprache entlassen. Mit den … Multitasking kritisch hinterfragt weiterlesen