Im Norden des Lebensrades

Im Norden des Lebensrades besteige ich meinen Thron. Da bringe ich meine Gaben als Geschenke in die Gemeinschaft. In diesem Frühling spüre ich besonders, was es heißt, die Winterqualität nicht durchlebt zu haben. Der Winter war umtriebig, seltsam arbeitsreich und im Aussen war es eine nur kurze stille Schneezeit. Zu kurz für mich. Es fällt mir jetzt schwerer als sonst, lustvoll im bewegten Frühling anzukommen. Zu den Gemeinschaften gehört der Nordgeist, der Wintergeist. Wenn eine Gemeinschaft den nicht kennt, wird sie keine gereiften Antworten auf die dringlichen Fragen finden. Den ewigen Kindern des Sommers fällt dann nichts anderes ein als … Im Norden des Lebensrades weiterlesen

Mein Platz

Meine Lebenswege haben immer damit zu tun gehabt, weiter und tiefer und wahrer die zu werden, die ich bin und immer mehr Meines zu machen und auch meinen Platz einzunehmen. In tragenden Gemeinschaften braucht es alle, Träumende, Heilkundige, Lehrende und Älteste, welche, die die Kunst des Zuhörens verstehen und welche, die mit Tieren und Pflanzen sprechen. GeschichtenerzählerInnen, Reisende, Forschende, WegbereiterInnen, welche, die bewahren und die, die erneuern und noch vieles mehr. Es braucht all die verschiedenen Gaben. Und klugerweise wertschätzt eine Gemeinschaft auch all die unterschiedlichen Befähigungen. Aaaaaaaah, da beginnt es zu haken. Ich bleibe mal bei den Ältesten. Sie … Mein Platz weiterlesen

Frei und gemeinschaftstauglich

Clans, Stämme, Tribes, Gemeinschaften – ich habe gesammelt, auf meinen Reisen. In Kirgistan bei den NomadInnen, in Aotearoa-Neuseeland bei den Maori oder in Kanada bei den Haida. Zugeschaut habe ich und gesammelt, was ich für gute Werkzeuge, Methoden erfahren habe. Ich sammle, weil ich selber einen recht spärlich bestückten Werkzeugkoffer habe, als eine, die hier aufgewachsen ist. Das bisschen habe ich von meiner Familie. Ich bin in einer Großfamilie aufgewachsen, in der ich mich aufgehoben und frei gefühlt habe. Ich habe in einem großen Menschenhaus gelebt, das warm und unkonventionell war, in dem wir gefördert wurden und gut versorgt waren. … Frei und gemeinschaftstauglich weiterlesen

Netze – Knüpfen – Weben

Wenn ich etwas verstehen will, rufen, wandeln, dann male ich gerne Bilder davon. Das ist wie eine Übersetzungssprache für mich selbst, damit kann ich mir gut was erklären und es speichert sich nochmal anders ab in mir. Ein Bild für eine gute Gemeinschaftsstruktur ist das Netz. Wie der Kreis sind auch Netze nicht hierarchisch. Die miteinander verwobenen Fäden, die Kunst der Spinnen, das Weben – all das erzählt von einem tragenden Gewebe. Mein Faden ist auch dabei. Wieder ist es ein Faden von vielen und es braucht ihn, wie alle anderen auch. Und das Netz unserer Gemeinschaft? Es ist zutiefst löchrig, … Netze – Knüpfen – Weben weiterlesen

Der Kreis

Das mit den Clans, den Gemeinschaften ist ein nicht ganz einfaches Thema. Ich denke, wir haben eine wirklich tragende Gemeinschaft noch gar nicht erfahren. Da gibt es die Familien, die dynastischen Clans, die nicht getragen haben, zu einengend, zu klein waren, selbst versehrt oder mit enormem Aufwand für etwas gehen mussten, das anders ist. Und die große Gemeinschaft, naja, die kennen wir ja. Das Netz ist löchrig und der freie Fall schnell da, vor allem, wenn wir nicht in der Spur laufen, nicht funktionieren. Etliche von uns sind dann im besten Fall geduldete Anachronismen. Also fange ich mal bei der Form … Der Kreis weiterlesen

Von Clans und Heimat

Katalina hat keine Schreiblust. Ich habe dann das Nachbarhuhn beauftragt. Das hat es wahrscheinlich vergessen. So wird es ein Kurzartikel von mir, weil das Seminar gleich beginnt. Mit vielen Frauen sitze ich am Feuer zum Thema Clans und Heimat. Es geht um Beheimatung, in mir, auf dieser Erde oder in der Zeit. Wir sprechen als Clanälteste, von heute aus, als AhnInnen, als Zukünftige. Wir rufen unsere Clans und stellen uns in eine lange Linie. Es ist eine Zeit, in der sich die alten Clans wiederfinden könnten. Und mit ihnen die wärmenden Feuer, die Mythen, das Tiefenverständnis von Gemeinschaft und Leben. … Von Clans und Heimat weiterlesen

Ich dressiere Mäuse

Das ist ein halbfinaler Artikel. Wir sind am Diskutieren, wie es weitergehen soll nach dem nächsten Sonntag, mit dem Blog. Er macht uns Spaß und doch wissen wir nicht so recht, wohin es geht. Ob ich übernehme, das war die Frage. Nein, hieß es, weil ich zu unzuverlässig sei. Ich würde alles nur nach Lust und Laune machen und wenn es mir gerade reinpasst. Ja, was soll ich denn sonst machen? Schließlich bin ich eine sehr spirituelle Katze. Ich spüre also bei Anfragen gaaaaanz tief in mich rein – das kann dauern – und dann channele ich den Tagesablauf. Schmarrn. … Ich dressiere Mäuse weiterlesen

Katzenspiegel

Katalina und das Essensthema samt Stoffwechselproblematiken. Bei anderen hätte ich wahrscheinlich ganz schnell den Einfall gehabt, dass die Themen des Tierwesens an ihrer Seite was mit ihnen zu tun haben könnten. In Bezug auf Katalina und mich ist mir das gar nicht in den Sinn gekommen. Betriebsblindheit. Meine kleine Katalina spiegelt mir ja überdeutlich das Thema Essen – Ernähren – Verdauen. „Wie lange noch,“ hat sie gefragt. „Wie vor allem noch? Für die ganz Blinden.“ Und kaum ziehen einige Monate ins Land, beginne auch ich zu begreifen, das Katalina vielleicht ein Spiegel ist. Jetzt höre ich auf die Geräusche des … Katzenspiegel weiterlesen

Die Bücher sind da

Dreitausend kleine Alltags-Logbücher sind gekommen, aus Jelgava, über Berlin-Schönefeld bis vor die Garage. Das war sehr aufregend, es rundet sich der Blog von eineinhalb Jahren. Die intensive Buchmachzeit des Herbstes und Winters ist jetzt materialisiert. Katalina war dabei, sie mag LKWs und Kistenstapel und ausserdem ist es auch ihr Buch und sie ein kleiner Blogstar. Zwischen um- und abladen gibt es ein Dokumentationsfoto, das viel sagt. Ich habe nichts gemacht an diesem Bild. „Du brauchst keinen Pumuckl,“ hat Sabine gesagt,“du hast deine Katalina.“ Zuerst habe ich ein Buch im Haus herumgetragen, zu allen Spirits, zu den Altären, zu Dae Shin … Die Bücher sind da weiterlesen

Wintergeist

Meine Winterartikel sind ganz anders als die Sommergeschichten, fällt mir auf. Als wollte jetzt viel mehr in der Tiefe ergründet werden. Das bringt es wohl mit sich, wenn ich mich in den Jahreszeiten beheimate. Ich schicke fehlerhafte Daten nach Riga, dann schreibe ich dauernd Estland statt Lettland, auch im Impressum. Vielleicht will ich eigentlich nach Tallinn, da hat es mich schon öfter hingezogen. Dann vergrößert sich gerade das kleine Loch des ?Und-was-mache-ich jetzt?. Ich lausche den Geschichten um mich herum, die von einer Soll- bis Mussproduktivität erzählen oder vom Pflicht-Flow, vom Machbarkeitswahn und den Ansprüchen. Wintergeist wird gerade da sperrig, … Wintergeist weiterlesen