Das Geheimnis der Hügelgräber

In der Nähe meines Dorfes passieren an einer Stelle immer wieder schwere Unfälle. Eine seltsame Stelle, keine Kurve, übersichtlich, und doch scheint da etwas zu sein, was von der Fahrbahn trägt, unkonzentriert sein lässt, eine leichte Bodenwelle vielleicht, wegen der Experten kommen sollen. Viele Mutmaßungen. Weil wieder eine junge Frau dort gestorben ist, besuche ich den Ort. Es ist eine große Hügelgräberlandschaft aus der Hallstattzeit. Einstmals waren es zweihundert Hügel. Sie liegen auf freiem Feld und gehen in den Frauenwald. Es gab dort auch eine Totenstadt. Die Gegend wirkt verschlossen, viel ist abgeschnitten. Energielinien sind unterbrochen und verbundene Hügelgräber sind … Das Geheimnis der Hügelgräber weiterlesen

Ein Buch fliegt nach Riga

Gestern ist mein Buch fertig geworden, die letzte Seite. Jetzt wird es dann nach Riga fliegen zum Druck. Ich habe lange überlegt, ob ich es begleiten soll. Die letzten Texte waren die über die Samen und das Säen. Es hat Frühlingskraft und passt zum Neubeginn des Jahres. Die letzten Seiten haben die ganze Zeit gewartet, wie die Samen in der Erde. Am Perchtentag sind sie aufgegangen. Ich konnte dann alle Wörter und Bilder zusammentragen. So klingt es: Wortsamen Was sind meine Wortsamen in der Alltagssprache? Ich sage Wörter und lade die Kraft damit ein. Ein Same für die Begeisterung, ein … Ein Buch fliegt nach Riga weiterlesen

Wintergewitter und Abendgedanken

Die Rauhnächte bescheren mir viel Nachdenken dieses Jahr. Frauenkreis-Councilthema Anerkennung. Es klingt nach. Zum Beispiel die Aussage, dass Anerkennung, wenn ich sie mir selber gebe, auch von Aussen kommt. Das glaube ich nicht. Nicht zwingend. Natürlich ist es wichtig, dass wir uns selbst zutiefst wertschätzen, anerkennen, wer wir sind. Ich denke aber nicht, dass das automatisch die Wertschätzung von Aussen nach sich zieht. Und wenn das ein Glaubenssatz ist, kann er zur Falle werden. Ich sehe, dass in unserer Gesellschaft vieles, egal wie wertschätzend ich es betrachte, keinen Wert hat, nicht gefragt ist, keine Anerkennung erfährt. Diese Tatsache klar zu … Wintergewitter und Abendgedanken weiterlesen

Perchtenzeit

Es ist Perchtenzeit. Warme Föhnwinde, die Berge ganz nah, mit Anke unterwegs, diesmal nicht mit Masken. Erinnerungen, wie wir zu mehreren, alle im Perchtengewand auf die Leiten zu einer Freundin gegangen sind in einer Vollmondnacht bei tiefem Schnee. Wir hatte viele Glocken dabei, haben dort dann geschaut, ob sie unsinnige Dinge tut wie Wäsche waschen oder putzen. Erinnert haben wir sie und die Rosa, ihre Tochter, dass sie frei und wild bleiben sollen und dann wurde das Haus geräuchert. Wir sind bestens verköstigt worden danach, wie es eben so Brauch ist beim Perchtengang. Jetzt gehen wir in unseren Fellmänteln, zum … Perchtenzeit weiterlesen

Hinübergetanzt, adios und willkommen!

Rauhnachtsschärfe. Mir war und ist dieses Jahr so gar nicht nach Lichtschiffen. Es gibt nichts, wofür ich eines losschicken wollte. Manchmal waren die Schiffe schwer beladen mit Visionen, Bildern, Wünschen. Dann kam das Wie, welches das Was abgelöst hat. Und ich habe etliche Lichtschiffe für ein gutes Wie losgeschickt. Und heuer? Hat sich alles aufgelöst, weil ich nicht mal mehr weiß, was ein gutes Wie ist. Im neuen Jahr möchte ich Erfahrungsräume betreten und wieder verlassen können. Ganz alte Themen waren gegen Jahresende auf dem Tisch. Ich kenne die alten Themen und kenne sie doch nicht. Neu ist, wie ich sie … Hinübergetanzt, adios und willkommen! weiterlesen

Die Schwellen markieren

Jetzt gehe ich seit über einem Jahr im Blog für die Verwischung der festen Grenzen. Und ich finde, dass es wirklich wichtig ist, uns das Schamanische, das Spirituelle wieder hereinzuholen in alle Tage, den Blick zu schärfen dafür, dass es nicht irgendwo und ganz woanders ist, sondern wir immer damit verbunden sind. Und nun komme ich an bestimmten Punkten genau dahin, dass ich schärfere Schwellenmarkierungen brauche und die Verwischung hinderlich finde. Paradox. Einmal ist die Grenzverwischung wichtig und einmal braucht es das klare Markieren. Die Fallen können beispielsweise aufgehen, wenn sich Freundschafts- und Professionsebenen vermischen, ohne, dass es gekennzeichnet ist … Die Schwellen markieren weiterlesen

Meine Rauhnachtsgäste

Hallo meine Gäste, ich bewirte euch gerne. Die weißen Speisen für die Percht und ihr Gefolge, was für die Katzen oder Wildtiere. Auch Marder und Fuchs sind mir willkommene Gäste. Es braucht allerdings genaue Abmachungen mit ihnen. Zum Beispiel, dass wir nicht zusammenziehen werden. Wir halten uns bisher an unsere Vereinbarungen. Die alte Marderin hat mir den Tipp gegeben, dass ich dafür sorgen soll, dass keine Fremdmarkierung ans Auto kommt, das würde sie sehr stören. Am besten könne ich sowas verhindern, indem ich in den Motorraum pinkle oder um das Auto rum, wenn es nachts woanders steht. Ein Hinweis, der … Meine Rauhnachtsgäste weiterlesen

Reich beschenkt, winterstill

Es liegen so viele Geschenke auf meinem Küchentisch. Die Post bringt sie mir oder sie sind in den mails und das Leben trägt sie her. Sterne, Wünsche, Bilder, Stoffliches und Wortnahrung, Essbares, Lesestoff und Leinenstoff. Vielen Dank! Es liegt alles auf meine Altären, beim Arbeitstisch, im Lebensraum. Weil ich keine Weihnachtspost schreibe und es die Rauhnächte staad mögen, singe ich Lieder. Vielleicht sind sie zu hören, dann, wenn der Tag in die Nacht übergeht. Nun gut, sie klingen vielleicht nicht glockenhell, aber das, was ich alles reinsinge, das könnte schon gut kommen. Ich singe jetzt lieber als ich schreibe, weil … Reich beschenkt, winterstill weiterlesen

Durchlichtungen

Einer Eingebung folgend, putze ich die Fenster, zumindest die allerwichtigsten. Für den Durchblick, den klaren Blick und den scharfen Adlerinblick. Ich will durchschauen können, glasklar bis zum Wald hinter und noch weiter. Weil ich die hohe Kunst des Fensterputzens nicht recht beherrsche, setze ich meist auf eine günstige Mondzeit. Während ich putze, rufe ich den Weitblick und manchmal das helle Sehen. Wenn es getan ist, freue ich mich und schaue gerne lange durch alle geputzten Fenster. Weit kann ich jetzt sehen, ohne Trübungen und nirgendwo verhakt sich der Blick. Der getrübte Blick auf etwas, das liegt bisweilen am verdappten Brillenglas. … Durchlichtungen weiterlesen

Wintersonnwende bei Schnee

Es schneit und ich hoffe auf Langlaufzeiten. Gestern Nacht bin ich zum ersten Mal über verschneite Strassen heimgefahren vom Forscherinnenfeuer. Heute habe ich zum ersten Mal Schnee geräumt. Die Tiere waren dabei, sie freuen sich genauso über den Schnee wie ich, tollen rum, graben sich ein oder fangen Schneeflocken. Katalina und ich lassen uns einschneien und dann jagen wir uns jauchzend durch den Schnee. Winter zieht ein in meine Zellen, endlich. Die Altäre herrichten vor den Rauhnächten, danach ist mir. Abstauben, neu bestücken, die Decken ausschütteln wie die Holle. Frische Kerzen, Befragungen, ob jemand den Platz wechseln will und welche … Wintersonnwende bei Schnee weiterlesen