Im Frühling angekommen

Auf der Kaiserhütte bei meiner Freundin Ulla. Die Bergwiesen, der Schnee, die Fröhlichkeit, ein Sommerkleid und Winterstiefel, mit den Wesen im Garten Faxen machen, das lässt mich im Frühling ankommen. Die Kostbarkeit des Lebens ist ganz intensiv da, sie hat einen Duft und viele Farben und sie ist gerade in dem Moment oft am intensivsten, wo mir das Leben zeigt, wie fein und fragil es ist, wie zart die Lebensfäden im Wind tanzen. Das macht die Menschen, die ich anschaue sehr schön und die Momente so wertvoll. Ein Gartengeist gefällt mir besonders. Lange genug rumgemacht, haben wir irgendwann die gleichen … Im Frühling angekommen weiterlesen

Blogwandel

Zwei Monate weiß-rot-schwarze Gemeinschaftsblogstrecke im Quadrat mit und ohne Katalina. Das Thema bleibt heiß und doch schiebt sich etwas anderes rein. Alltag, wie gehabt, allerdings nochmal runtergefahren. Unbearbeitete Alltagsfotos, nur mit der vorhandenen Fotomöglichkeit – kein Konzept – lose aneinandergereihte Alltagsimpulse, was mir so einfällt und zufällt. Noch nicht mal das Vorzeichen „schamanisch“. Die Alltage nochmal purer anschauen, alle Konzepte loslassen, auch die Kunst loslassen. Lauschen, Impulse aufnehmen und sie pflücken. Es kann in jede Richtung gehen und ich mache alles auf, das Format, die Farben, die zeitliche Taktung. Es darf in jede Richtung gehen und so lande ich wieder … Blogwandel weiterlesen

Gemeinschaft Körper

Die große Reise dieses Jahres ist die in meinen Körper. Der Impuls, diese Reise anzutreten war eine leichte und spürbare Veränderung. Im Verdauen, im Verstoffwechseln, im Energiefluss. Ich bin dem Impuls gefolgt und habe die Körperreise angetreten. Es wird eine lange und große Reise, weil Körper der langsamste Teil meines Systems ist. Ich erforsche meinen Körper, entdecke ihn als zutiefst erfahrenes Gemeinschaftswesen. Alle Teile werden gehört, gefragt, gesehen. Es gibt riesige Councils von Zellen, Zähnen, Blut, Fußsohlenclans oder Darmflorastämmen. Sie alle verstehen sich auf Konsensentscheidungen, solange ich mich per Verstand nicht einmische.  Also sitze ist still dabei und lausche. Weise, … Gemeinschaft Körper weiterlesen

Gespürte Gemeinschaft

Katalina hat sich auf einmal wieder gemeldet, sie fragt nach der Körperlichkeit vom Clan. Wenn ich von den Seminarausflügen und Reisen zurückkomme, dann freut sie sich und ihr kleiner Gemeinschaftsgeist will spielen, Spass haben miteinander, jagen, was erleben und vor allem einander sehr körperlich spüren. Dann schläft sie im Bett, kuschelt sich her, putzt mich, will gekämmt werden, die Pfoten in die Hand legen und intensivst Körpernähe erleben. Eine kurze Freundschaft mit Maimai, einem Affen, hat mir gezeigt, wieviel Freude es macht, sich gegenseitig zu lausen, Fellpflege füreinander zu machen. Das Grooming hat unseren Kontakt sehr beflügelt. Eigentlich hat mir … Gespürte Gemeinschaft weiterlesen

Schwellenzeit

Seminarzeit – in Hannover, Lübeck, Zürich, viele Begegnungen, viele Geschichten. Ich höre Geschichten, deren Muster sich wohl von Anbeginn in vielen Varianten wiederholen. Grundgeschehnisse, die unser Menschsein ausmachen und die Suche nach Wegen und Methoden, um damit gut zu gehen, sie zu verstehen, sie verorten zu können auf den großen Lebenslandkarten. Dafür haben tragende Gemeinschaften ihre Werkzeuge, Schwellenrituale, Initiationen, das Bezeugen, Älteste, welche die Geschichten spiegeln. An den gemeinsamen Feuern geht es darum, auszutauschen, wie wir unsere Wege bewusst gehen können, um das Würdigen dieser Erfahrungen. Es ist eine Zeit, in der wir uns in etwas Neues hinein bewegen und … Schwellenzeit weiterlesen

Dranbleiben, pflegen, nähren

Die Feuer – Kreise, in denen ich bin, Freundschaften, Ritualgruppen, Council, Forscherinnenfeuer, die Feuer bei den Seminaren. Diese Feuer lassen mich Gemeinschaft erfahren. Ich bin langsam, was Gemeinschaften betrifft, Freundschaften wachsen wie die Bäume, Gemeinschaften auch. Sie wachsen, wenn Leben geteilt wird, mit allem, was dazugehört. Wenn ich mit Menschen etwas erlebe, dann beginnt der Freundschaftsbaum zu wachsen. Mir Zeit nehmen dafür, das braucht es, die Pflege, das Dabeibleiben. Das geht auch nur mit einer bestimmten Zahl an Menschen, sonst kann es nicht in die Tiefe gehen. Ich bin langsam und mag die Tiefe. Nachhaltiges Wachstum braucht Zeit. Den Entwicklungen … Dranbleiben, pflegen, nähren weiterlesen

Schamanische Kunst

Die Gedanken zur schamanischen Kunst weitergesponnen. Beim Jodeln halte ich Zweisprache mit den Bergen, ich kommuniziere auf die zu ihnen passende Weise mit den großen Bergwesenheiten. Gstanzl mag ich, improvisierte Spottlieder. Vielleicht sind sie sogar counciltauglich. Das war jetzt böse und sogar ohne Reim und auch kein Vierzeiler. Auch Trutzgsangl und Schelmenlieder könnten mein Repertoire erweitern. Noch kann ich es nicht so fliessend. Rituelle Sprechgesänge, der auf dem Marktplatz gesungene Flamenco, wenn ein Kunde genervt hat oder etwas ganz Schönes passiert ist – das hat mir in Spanien immer gut gefallen. Zum Ausdruck bringen, was mich gerade bewegt. Die in … Schamanische Kunst weiterlesen

Kunst im Werkzeugkasten

Dort, wo es trägt, wo Gemeinschaften heil sind, haben sie immer Kunst in ihrem Werkzeugkasten. Mit den Mitteln der Kunst wird etwas ausgedrückt, übersetzt, vermittelt, gewandelt, geheilt, Leben gefeiert, Verbindung aufgenommen … Mit großer Selbstverständlichkeit werden Herausforderungen, Wandelzeiten, Neues, Verabschiedungen, Emotionen, das Leben selbst besungen, getanzt, gemalt, dargestellt, weitergegeben. Schamanische Kunst ist lebendiger Teil des MIteinander. Wir könnten zum Beispiel unsere Unstimmigkeiten – nett ausgedrückt – tanzen statt sie verbal einander vor die Füße zu legen. Ich stelle mir gerade vor, wie der Tanz meiner erzürnten Widerspenstigkeit aussehen würde. Das Übersetzungs-, Lebens-, Mittlerwerkzeug Kunst zum Einsatz bringen. Wut tanzen, Beleidigungslieder … Kunst im Werkzeugkasten weiterlesen

Council und Redestab

Council und Redestab gehören für mich mit zu den wichtigsten Gemeinschaftswerkzeugen. Ein gutes Buch dazu ist „Der große Rat“ von Virginia Coyle u.a. Es ist auch das einzig deutschsprachige Buch zum Council. Die Councilregeln klingen ganz einfach und wie so oft bei scheinbar einfachen Dingen, entpuppen sie sich schnell mal als die große Herausforderung. Vom Herzen sprechen, vom Herzen zuhören. Die Essenz in den Kreis sprechen (Schwierigkeitsgrad 3). Wahrnehmen, wenn ich das, was die anderen sagen, innerlich kommentiere, statt es einfach nur mal aufzunehmen (Level 5). Schweigen ist so willkommen wie sprechen (Level 4). Irgendwas in mir glaubt das immer … Council und Redestab weiterlesen

Was mache ich, wenn es kracht?

Es umweht mich gerade gehäuft ein besonderes Gemeinschaftsthema – was tun, wenn es an den Feuern, die mir wichtig sind kracht. Wenn es Verletzungen gibt, heftige Emotionen, hinderliche Muster und die Feuer drohen auseinander zu brechen. Den Redestab hervorholen. Was, wenn es auch am Redestabfeuer passiert? Da ist er ja schon parat und doch … Es gibt Fluchttendenzen von einigen, andere stellen das Feuer gleich ganz in Frage. Und ich bekomme von Aussen zu hören, dass doch wir uns auf die Fahnen schreiben, gut mit Konflikten gehen zu wollen, das Handwerkszeug zu haben und so weiter. Das kommt jetzt irgendwie … Was mache ich, wenn es kracht? weiterlesen