Im Land der Närrin

Mein seltsamstes Buch „Eine Reise ins Land der Närrin“ wechselt vom Selbstverlag zum Verlag. Damit gebe ich das letzte selbstverlegte Buch in einen Verlag und lasse die Verlegerin los. Das Närrin-Buch bekommt einen anderen Titel „Im Land der Närrin “ und ein anderes Cover mit zusätzlichen Texten. Beim Einkleiden der Bücher mit dem neuen Schutzumschlag erlebe ich, dass die narrische Kraft wirklich eine gute Medizin bei Corona samt den Begleiterscheinungen ist. Das war immer so. Nur die NärrInnen konnten bei der Pest mit den Leichenkarren gehen, sie waren immun durch ihre narrische Kraft – Närrin und Tod. Sie waren die … Im Land der Närrin weiterlesen

Heimat und die Brüche

Ich finde sie auf Reisen, in anderen Kulturen, in der Fremde. Die Heimatmomente, die plötzlich auftauchen, entdecke ich in seltsamen Winkeln, an Geisterorten und in speziellen Tempeln. Sie sind mir vertraut, wegen der Brüche, wegen des Schrägen, Merkwürdigen. Es sind die Momente, wenn sich Schmunzeln und Fragen mischen, wenn die Irritation kommt, wenn es uneindeutig wird. Vertraut sind mir die Orte, die nicht so leicht einzuordnen sind, weil sie Unterschiedliches beherbergen. Sie haben etwas Wildes. Dort zeigt sich die Närrinkraft. Manchmal ist es eine Mixtur aus Buddhistischem und Ortsgeistern, einem Gartenzwerg und Plastikbären, Hindugottheiten und einer kleinen Porzellangöttin. An solchen … Heimat und die Brüche weiterlesen

Das Trickster-Rad

Das Erforschen dieser geheimnisvollen Tricksterkraft in all ihren Aspekten hat mich von ausgetretenen Pfaden heruntergelockt, hat mich immer wieder auf die zu klein gewordenen Zuhause schauen lassen, die zu engen Kleider ausmisten lassen. Sie hat mich ins Death Valley geführt und mir das Lachen ins Gepäck gelegt, vor allem über mich. Ihre verschiedenen Länder durchwandern, in ihre verschiedenen Gesichter schauen, immer weniger verstehen müssen, viel begraben an Identitäten, die hinderlich sind – mit Trauerzügen, Identitäts-Massengräbern, Leichenschmaus, ein bisschen Wehmut zwischendurch und viel Freude. Das Rotnasengesicht, die Clowns – verspielt, neugierig, mit der Kraft des Staunens. Das, was Kinder noch selbstverständlich … Das Trickster-Rad weiterlesen

Gwandwandl

Gwandwandl

Das Narrische hat Interesse an der Gewandung. Es schleicht sich heran, dieses „Was, wenn“. Wenn es zwingend wird, macht es „Ritsch, ratsch“. Ein Schnitt, teilen, öffnen. Unerlaubtes tun, das Ballkleid geteilt, neue Freiheiten eröffnet. Ein Ärmel wird gebraucht. Man kann … Gwandwandl weiterlesen

Warum es nur hier sein kann

Im alten Sommer wollte ich etwas ganz Neues machen, einen Clowns-Workshop, um meine Fool Tools, meine Werkzeuge zu erweitern. Da ich die einzige Anmeldung war, hatte meine Abenteuerreise im Närrinland erstmal einen Zwischenstop. Warum ich das machen will? Weil ich langsam verstehe, dass ich das Närrinhandwerk nur in meinem eigenen Feld erweitern kann. Das Verstehen ist nicht aus mir herausgewachsen, ich habe ein bisschen Nachhilfe bekommen. In Ermangelung von heiligen Clownsleuten in unserer Gesellschaft, frage ich Meredith Little, wie Initiationen bei den First Nations, zum Beispiel den Pajute oder den Shoshone aussehen. Mit dem leisen Hintergedanken, zu Meredith ins Owens Valley zu fahren … Warum es nur hier sein kann weiterlesen

Fool Tours

Fool Tours ist eine Reisegesellschaft. Ich habe sie vor einigen Monaten heimlich gegründet. Heimlich, weil es manchmal das Behütete braucht, damit es wächst und groß genug ist, um rauszugehen und den Wettern standzuhalten. Fool Tours bietet Reisen an ins Land der Närrin. Es beginnt mit einem Buch, das aus der Reihe Fool Tours ist. Es wird entweder im alt gewordenen Sommer erscheinen oder im jungen Herbst. Die Schrate, transform, found, der Küchenfilm, die Bloggeschichten, sie alle finden sich ein. Spiel mit dem „S“, höre ich. F O O L   T O U R      und das S animiert … Fool Tours weiterlesen

Die Närrin erzählt

Woher kommt das Wort? Narrisch, Narr, Närrin? Ich suche die Herkunft. Wie sollte es anders sein – es ist ungeklärt. Ob es das spätlateinische nārio ist, die Nasenrümpfer, die Spötterin? Besser gefällt mir die Verbindung zu narrare (lat. erzählen). Diejenigen, die Geschichten erzählen, humorvoll, auf CoyoteNarrenCrazyWisdomTeacher-Weise. Sowas könnte es sein. Denn im Land der Närrin geht es darum, Geschichten entstehen oder sterben zu lassen, mit ihnen zu spielen, sie ein- und auszuatmen, sie zu vergrößern, damit man sie besser sehen kann. Es geht darum, Geschichten so zu heben, dass sie verstanden und angenommen werden können oder darum, sie zu verwandeln und lachend neue … Die Närrin erzählt weiterlesen

Die Fährfrau

Sie erzählt eine Geschichte und doch wieder nicht. Eine Geschichte vom Hinüber, über die Schwelle, hin zu neuen Ufern. Beyond the shores. Das Narrenschiff hat sie als Hut auf, schnell gefaltet aus einer Zeitung. Wohin geht die Reise? Hinüber, hinter, hinaus in die Fremde, ins Unbekannte, ins Unerwartete, ins neue Land. Manchmal auch ins Dazwischen, in den Raum zwischen den festen Dingen, in den Empty Space, ins Unbeschränkte, ins Unentdeckte, Richtung Osten, in die aufgehende Sonne hinein, in Frühlingsgefilde. Sie fährt uns dorthin, wo alles und nichts ist, wo die Geschichten geboren werden. Carry it far. Giving them a trip. … Die Fährfrau weiterlesen

Die 13

Die Zahl der Närrin ist für mich die 13. Sie gehört, wie die Clownskraft, zum Frühling, zum Neubeginn. Es ist die Neuschöpfungszahl, der Funke Chaos, den es braucht, damit sich etwas Neues gebiert. Wenn der Winter alt geworden ist und die großen Flüsse zugefroren sind, wenn etwas gefroren, starr ist, Strukturen, Ordnungen, dann braucht es die Erneuerungskraft des Frühlings. Die 12, die große Ordnungszahl, erneuert sich durch die 13. Mit der 12 ist etwas ist rund, vollendet, vollständig. Die 12 zeigt sich in sich gerundeten Systemen – 12 Monate, 12 Stunden Tag, 12 Nacht, 12 Tierkreiszeichen … Wenn es an dem Punkt bleibt, erstarrt … Die 13 weiterlesen

DADA

Im Prozess des Gestaltens bleiben wollen, keine Idee haben, Spielen als Spiritauftrag. Spielen kann ein richtig anstrengender Auftrag sein. Manchmal will es neu gelernt werden, erinnert. Das Paradox – dranbleiben am Spielen, also sowas wie diszipliniert im Spielen, im Fooling, im Nichtsinnhaften, im Nichtdefinierbaren bleiben. Dasitzen und nicht wissen, wie ich Konzepte, Strukturen, Porjektbezogenheit aus mir rausbekomme, um in ganz neue, freie Räume zu gehen. Aus der langen Weile gebiert sich oftmals was Neues. Schlafen, sagt Katalina. Am besten zusammen, sie auf mir, auch tagsüber. Inspirationen zu den freien Wegen erinnern. Zu Schulzeiten war das Dada. Das hat den kreativen Schalter in … DADA weiterlesen